Mehr Tierwohl: Julia Klöckner fordert Förderprogramm für Stallumbau

Mehr Tierwohl: Julia Klöckner fordert Förderprogramm für Stallumbau

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, fordert eine Förderung von Stallumbauten, die nicht mit Kapazitätsausweitungen verbunden sind, sondern zeitnah mehr Tierwohl ermöglich. Das sei gewollt, sowohl von Verbrauchern als auch von Tierhaltern. „Wir brauchen erhebliche Investitionen in Stallumbauten. Nicht um die Tierbestände zu vergrößern, sondern um dem aktuellen Bestand mehr Platz und Bewegung zu bieten“, so die Ministerin.

Der Preisdruck in der Tierhaltung und Fleischwirtschaft sei enorm, der Erwartungsdruck ebenso. Um Wettbewerbsverzerrungen und Kostennachteile heimischer Tierhalter innerhalb Europas zu vermeiden, Abwanderungen zu verhindern und regionale Versorgung zu sichern, werde es ohne eine solche Unterstützung für die Tierhalter nicht gehen. „Ein Investitionsförderungsprogramm für die Tierhaltung dient nicht nur der Standortsicherung, sondern vor allem dem Tier- und Umweltschutz.“

Die aktuelle COVID-19-Pandemie habe laut Julia Klöckner auch deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die unabhängige regionale Erzeugung von qualitativ hochwertigen, gesunden und sicheren Nahrungsmitteln sei. Gleichzeitig sei aufgrund klimabedingter Veränderungen und begrenzter Ressourcen mit wachsenden Produktionsrisiken zu rechnen, die von der Landwirtschaft weitreichende Anpassungsleistungen erfordern.

Neben dem klaren Fokus auf die Herstellung von Nahrungsmitteln seien das Tierwohl sowie die effiziente Nutzung und der Schutz der natürlichen Ressourcen wichtige Entwicklungspfade im Sinne der Agenda 2030 – gepaart mit Innovation, Forschung und Zukunftsinvestition. Julia Klöckner: „Eine nachhaltige regionale Land- und Forstwirtschaft sichert deutschlandweit regionale Arbeitsplätze und trägt zur wirtschaftlichen Belebung in ländlichen Regionen bei. Der Schutz der Umwelt, der Erhalt der Biodiversität, aber auch die Anpassungen der Wälder an den Klimawandel sind Beispiele, mit denen die Land- und Forstwirtschaft zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum und zu Erreichung der Klimaziele beitragen kann.“

Wir freuen uns, dass Julia Klöckner diesen Vorstoß wagt und damit unserer Forderung nach neuen Stallkonzepten für mehr Tierwohl nachkommt. Wir begrüßen das Investitionsprogramm in vollem Umfang.