Scharfe Maßnahmen zur Corona-Prävention in Weißenfels

Bei den regelmäßigen Corona-Tests der Mitarbeiter im Fleischwerk Weißenfels wurden in den vergangenen zwei Wochen kumuliert 172 positive Befunde festgestellt. Aufgrund des hohen Infektionsdrucks im Burgenlandkreis wurde der Testumfang von Tönnies ausgeweitet, um auf diese Weise Coronapositive schnellstmöglich zu erkennen. In den vergangenen Wochen wurden bereits mehrere tausend Tests, alleine in dieser Woche mehr als 3.000 Tests, durchgeführt.  „Gemeinsam mit den Behörden des Burgenlandkreises haben wir ein strenges Testregime und klare Quarantäneregeln. Zusätzlich geschaffene Quarantänewohnungen sorgen für eine Verhinderung einer weiteren Ausbreitung“, sagt Geschäftsführer Reinhold Dierkes. Der Landrat des Burgenlandkreises Landrat Götz Ulrich bestätigte zudem, dass durch die im Betrieb hochgezogenen Hürden keine Ansteckungen innerhalb des Unternehmens stattfinden. Die Abstimmung zwischen Unternehmen und den Behörden bleibt sehr eng, auch um die weiteren Testergebnisse zu analysieren. „Der hohe Infektionsdruck lässt auch vor uns nicht ab“, sagt Geschäftsführer Reinhold Dierkes. „Wir haben unsere Präventionsmaßnahmen aber seit Wochen und Monaten immer wieder angepasst und verschärft, so dass eine Verbreitung des Virus im Betrieb sehr unwahrscheinlich ist.“

Scharfe Maßnahmen zur Corona-Prävention in Weißenfels
Tönnies wehrt sich gegen Berichterstattung des Tierschutzbüros

Tönnies wehrt sich gegen Berichterstattung des Tierschutzbüros

Das deutsche Tierschutzbüro hat medien-wirksam Vorwürfe gegen angebliche Tönnies Lieferanten erhoben. Nachdem das Unternehmen hiermit konfrontiert wurde, stellte sich jedoch heraus, dass die beiden Erzeugerbetriebe keine Lieferverträge mit Tönnies haben. Tönnies steht mit dem deutschen Tierschutzbüro in direktem Austausch. „Wir gehen jedem Hinweis nach und klären auf. Aber wir stehen nicht für die Fehler anderer gerade.“ Einer der beiden im Video gezeigten Betriebe ist ein Vertragslandwirt eines großen genossenschaftlichen Wettbewerbers. „Auch wenn der Name Tönnies für die Pressearbeit medienwirksamer erscheint, lassen wir uns nicht für die Zwecke des Tierschutzbüros missbrauchen. Es muss geklärt werden, wohin der absolute Großteil der hier erzeugten Tiere geliefert wurden. Tönnies hat lediglich sporadisch Einzeltiere abgenommen.“ Der zweite Betrieb hat seit diesem Sommer keine Tiere an Tönnies geliefert. Zuvor wurden sporadisch einzelne Tiere abgenommen, insgesamt weniger als 5% der von diesem Landwirt erzeugten Tiere. Der Leiter der Abteilung Landwirtschaft, Dr. Wilhelm Jaeger, schließt zudem aus, dass die gezeigten Schweine an Tönnies geliefert wurden. "Wir können ausschließen, dass die in dem Video gezeigten Tiere oder andere ähnlich verletzte Tiere an uns geliefert wurden. Diese Tiere würden sofort bei der Anlieferung bei der amtlichen Schlachttieruntersuchung und die folgende amtliche Fleischuntersuchung der Veterinärbehörden im Zusammenspiel mit den Schlachtbefunddaten auffallen und Konsequenzen auslösen. Nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern vor allem die amtlichen Tierärzte begutachten jeden Tag jedes einzelne angelieferte Tier an unseren Schlachthöfen“, sagt Jaeger. Allein am Standort Rheda arbeiten 170 amtliche Vertreter des Veterinäramtes. Solche Tiere würden durch Veterinäre und die eigene Qualitätskontrolle zwingend beanstandet. Ungeachtet der Tatsache, dass diese Tiere eben nicht zu uns geliefert wurden, sagt Dr. Wilhelm Jaeger: "Für Landwirte gibt es klare Regel für den Tierschutz. Verstöße jeglicher Art sind für uns inakzeptabel. Kranke Tiere müssen separiert und in einer Krankenbucht behandelt werden."

Sofortpaket: WLV und Tönnies kämpfen gegen niedrige Preise

Der Präsident des westfälisch-lippischen Land-wirtschaftsverbandes (WLV) Hubertus Beringmeier und Unternehmer Clemens Tönnies haben in einem Spitzengespräch die Situation der landwirtschaftlichen Schweineerzeuger erörtert. Dabei sagten beide zu, sich gegen die Talfahrt der Erzeugerpreise zu stemmen und sich für eine Erholung einzusetzen. „Unser Ziel ist es, in den kommenden Wochen die Ställe vom Schweinestau zu befreien. Damit werden Mäster und Ferkelerzeuger spürbar entlastet“, sagt Clemens Tönnies. Konkret einigten sich beide Seiten auf folgende Sofortmaßnahmen für alle mit Tönnies partnerschaftlich verbundenen Betriebe: gezielte Abnahme der überschweren Schweine Verschiebung der Preismaske für überschwere Schweine Verkürzung des Zahlungsziels auf nur noch einen Tag in Härtefällen „Dieses Jahr setzt uns allen in der landwirtschaftlichen Kette enorm zu“, sagt Clemens Tönnies. „Aber wir halten zusammen, um diese schwierige Zeit gemeinsam zu meistern.“ In den kommenden 14 Tagen wird Tönnies gezielt die überschweren Schweine von seinen Vertragslandwirten sowie den langjährigen Partnern nach der geänderten Abrechnungssystematik abnehmen. Anschließend wird das Unternehmen die Sachlage neu bewerten. Außerdem senkt Tönnies das Zahlungsziel in besonderen Härtefällen und zahlt dann innerhalb eines Tages für die gelieferten Tiere. „Partnern in Not bieten wir damit eine gezielte Unterstützung“, sagt Dr. Wilhelm Jaeger, Leiter der Abteilung Landwirtschaft bei Tönnies. Von Tönnies geht kein Preisdruck aus. Die gesamte Branche muss sich gegen den Preisrutsch stemmen und für höhere Erzeugerpreise einsetzen. „Mit den heutigen Entscheidungen geben wir den Landwirten das Signal, dass wir nur gemeinsam durch dieses Extremjahr kommen. Der akute Preisverfall in erster Linie dem Wegfall der Exportmöglichkeiten aufgrund der ASP geschuldet. Hier ist die Politik ebenfalls gefordert. Bundesministerin Klöckner genießt in China einen ausgezeichneten Ruf, sodass wir zuversichtlich sind, dass sich der chinesische Markt wieder öffnet.“

Sofortpaket: WLV und Tönnies kämpfen gegen niedrige Preise
Topagrar-Webinar für Landwirte zum Thema Schweinestau

Topagrar-Webinar für Landwirte zum Thema Schweinestau

Was kostet die momentane Krise den Schweinehalter? Warum stockt die Rinder-Schlachtung und wieso bricht die Nachfrage weg? Und wer „zahlt“ eigentlich die Kosten des Schweinestaus? Um diese und viele weitere Fragen geht es in einem Webinar von TopAgrar Anfang Dezember. Unter dem Titel „Onlinediskussion – Corona trifft Tierhalter“ erläutern Experten am Montag, 7. Dezember, von 11 bis 12.30 Uhr ihre Einschätzungen zu den unterschiedlichen Themen. Nachgegangen wird dabei auch der These, dass die Schlachtindustrie weiter ihre festen Preise durchsetzen könne, während Bauern mit weniger Erlösen klarkommen müssten. Eine These, die Tönnies im Vorfeld zurückweist. Auch unser Unternehmen hat an der aktuellen Situation stark zu knabbern, auch wir schreiben aufgrund der Entwicklung miese Zahlen. Wir haben daher ein gemeinsames Interesse, den Preis zu stabilisieren und schnell wieder nach oben zu bringen. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro pro Person, Anmeldeschluss ist der 6. Dezember. Veranstaltet wird das Webinar über die Plattform bzw. Software Zoom. Weitere Informationen und Anmeldung unter https://seminare.lv.de/seminare/top-agrar/top-agrar-webinar-corona/kursdetails/top-agrar-webinar-corona/

Vermarktung edler Teilstücke gestaltet sich sehr schwierig

Die Gastronomie in Deutschland ist nun schon in der dritten Woche wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Vereinzelt bieten Betriebe Außer-Haus-Service der Speisen an – doch das fängt beileibe nicht den Fleisch-Absatz auf, den die Gastronomie im Land normalerweise erzielt. Gerade deshalb finden sich für die edlen Teilstücke wie beispielsweise Lachse und Nacken kaum Abnehmer. Gleiches gilt für Rinder-Teilstücke wie Roastbeef oder Rumpsteak. Auch hier macht sich der fehlende Bedarf in der Gastronomie extrem bemerkbar. Die Absätze liegen in diesem Bereich dadurch logischerweise deutlich unter den Werten des Vorjahres. Zwar verzeichnet der Lebensmitteeinzelhandel bei Produkten wie Gulasch, Rouladen oder Hackfleisch ordentliche Geschäfte. Doch aufgrund der geschlossene Gastronomie und des Exportstopps der Schlachtnebenprodukte wie Nasen, Pfoten oder Schwänze nach China ist eine ganzheitliche Vermarktung der Tiere unmöglich.

Vermarktung edler Teilstücke gestaltet sich sehr schwierig
Deutscher Fleischkongress: Tönnies fordert Regionalisierung und damit höhere Preise

Deutscher Fleischkongress: Tönnies fordert Regionalisierung und damit höhere Preise

Firmenchef Clemens Tönnies war unter der Woche per Videoschalte zur digitalen Auflage des diesjährigen Fleischkongresses zugeschaltet. Im Gespräch mit Renate Kühlcke (Fleischwirtschaft) und Dirk Lenders (Lebensmittel Zeitung) forderte der Konzernchef auf, den Kopf nicht hängen zu lassen. Er sei sich sicher, dass sich die Situation ins Positive entwickeln kann: „Die Ferkelpreise werden nach oben gehen und wir werden ganz andere Schweinepreise sehen“.  Tönnies fordert daher mit Blick auf den sinkenden Schweinepreis und die bedrohliche Lage für die Landwirte auf ein schnelles Handeln der Politik, um mit China endlich ein Regionalabkommen auszuhandeln. Das würde den Markt schlagartig deutlich verbessern. Denn China habe einen hohen Importbedarf.

Aufruf der Landwirte “Schluss mit Lustig” und neue Schinkenzerlegung

Landwirte aus der Region haben uns am Mittwochen ihr Positionspapier unter der Überschrift „Schluss mit Lustig" übergeben. Damit machen bundesweit Landwirte auf ihre schlechte wirtschaftliche Lage aufmerksam. Firmenchef Clemens Tönnies persönlich stellte sich den Fragen der Landwirte und diskutierte sachlich mit ihnen über mögliche Auswege der Misere. Ein großer Baustein für den Abbau des Schweinestaus wäre ein Schlachtniveau an unseren Standorten wie zu der Zeit vor Corona. In Sögel bewegen wir uns sukzessive dort wieder hin, an anderen Produktionsstätten arbeiten wir auf Volllast. Nun sind wir optimistisch, dass uns die Behörden in Rheda den Betrieb, der binnen sechs Wochen komplett coronakonform in eine neue Schinkenzerlegung umgebaut wurde, genehmigen. Dadurch könnten wir zu unserer normalen Auslastung zurückkehren und kurzfristig mehrere zehntausend Schweine mehr in der Woche schlachten und zerlegen. Das wäre der wichtigste Schlüssel, um den Schweinestau sukzessive abzubauen. Jetzt warten wir nur noch auf den Startschuss durch die Behörden. Christian Nottbrock von der Tönnies-Geschäftsführung erläutert im Video, wie die neue Zerlegung umgebaut wurde und wie diese nun aussieht: https://www.youtube.com/watch?v=3rDtLZ5Rxdk

Aufruf der Landwirte “Schluss mit Lustig” und neue Schinkenzerlegung
Franzis Welt: Lasst uns endlich Schlachten!!!

Franzis Welt: Lasst uns endlich Schlachten!!!

Dear ministers, Come take a walk with me Let's pretend we're just a few people and You're not better than me I'd like to ask you some questions if we can speak honestly What do you feel when you see the pig farmers distress? What do you pray for the piglets and fattening pigs in overcrowded stalls? What do you feel when farmers have to slaughter pregnant sows? Are you proud?   How do you sleep while the rest of us cry? What do you dream when generational farms desperately give up? How do you walk with your head held high? Can you even look me in the eye? And tell me why? Lasst uns endlich Schlachten!!! Im Juli haben wir aufgezeigt, welche Auswirkungen Corona in den USA hatte. Vier Monate weiter und die Schweinehaltung steckt in der größten Krise seit Jahrzehnten: Überfüllte Ställe, Häufungen von Betriebsaufgaben, die gesamte Branche vermarktet unter Produktionskosten und der psychische Druck auf alle Beteiligen wächst von Tag zu Tag. An diesem Punkt möchte ich meinen Appell an alle Mäster richten: Bringt etwas Verständnis für Eure Vermarkter auf! Der gesamte Viehhandel steht vor enormen Herausforderungen, die aufgelaufenen Schlachtschweine bestmöglich zu vermarkten und - mindestens genauso wichtig - zeigt Euch solidarisch zu den Ferkelerzeugern. Bei dem aktuellen Ferkelpreis sollte kein Mäster überlegen, ob er Ferkel einstallt. Liebe Frau Klöckner, sehr geehrte Agrarminister/-innen, wenn gewünscht ist, dass Deutschland zukünftig Schweineimportland wird, dann stellen Sie ein vernünftiges Ausstiegsprogramm für unsere Landwirte auf die Beine, ansonsten brauchen wir jetzt Lösungen! Alleine in den vergangenen Wochen sind die Sauenschlachtungen gegenüber dem Vorjahr extrem gestiegen und das sicher nicht aufgrund der aktuellen Marktlage für Sauenfleisch. Unsere neue Zerlegung in Rheda wartet seit Wochen darauf in Betrieb genommen zu werden. Statt die Genehmigung zu erhalten, werden ständig neue Vorgaben auferlegt, wobei die Sachlichkeit nicht selten infrage zu stellen ist. Sie sagen, dass Sie für eine Marktentlastung sorgen wollen, die Schweinehalter auf Sie zählen können – dann unterstützen Sie die Schlacht- und Zerlegebranche endlich dabei die bestehende Schlachtkapazität verfügbar zu machen! Mit Blick auf die Feiertage sind zudem die Weichen zu stellen, dass das verfügbare Schlachtpersonal schnellstmöglich wieder arbeiten kann. Wir benötigen eine bundesweite Feiertagsregelung für alle Reiserückkehrer und keine unverhältnismäßigen Quarantänevorschriften. Liebe Frau Merkel, auch Sie sind gefragt! Mit dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest wird dringend die Anerkennung des Regionalisierungskonzeptes für den Export von Schweinefleisch in die Drittlandsmärkte benötigt. 25% des Schweineschlachtkörpergewichtes sind Schlachtnebenprodukte wie Kopffleisch, Därme, Rüssel oder Ohren. Die Volksrepublik China ist seit diesem Jahr zum wichtigsten Handelspartner für die Schweinefleisch-Exporte eben dieser Nebenprodukte geworden. So gingen 26,8% der Schweinefleischexporte im 1. Halbjahr 2020 nach China. Die gesamte Schweinebranche baut auf Ihre Unterstützung! Das Regionalisierungsabkommen ist auf höchster politischer Ebene durchzusetzen. Sehr geehrte Bundeskanzlerin, sehr geehrte Minister/-innen, ich weiß, dass ich Ihnen nichts Neues erzähle und Sie mit den Themen bestens vertraut und alles andere als untätig sind, genau aus diesem Grund habe ich die Themen in der Vergangenheit nicht zu Papier gebracht. Aber jetzt ist es 5 nach 12! Wir treten auf der Stelle, die Verzweiflung der Landwirte wird immer größer. Von Tierwohl, geschweige denn Tierschutz kann keine Rede mehr sein. Die Ferkel drücken, die Schweine fließen nicht ab. Alles muss dafür getan werden, dass sich der Stau nicht noch weiter erhöht! Ich glaube an die deutsche Landwirtschaft, wir haben tolle Betriebe, die seit Jahrzehnten mit Leidenschaft wirtschaften. Die neusten Viehzählungsergebnisse zeigen, dass sich die Schweine- sowie Sauenbestände im Vergleich zum Vorjahr bereits extrem reduziert haben. Der hiesige Strukturwandel ist gigantisch. Wir müssen jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass die aktuell noch bestehenden 20.400 schweinehaltenden Betriebe in Deutschland zeitnah wieder…

Landwirt Lukas baut hochmodernen Stall für mehr Tierwohl

Nach und nach wollen wir Euch ab sofort einige unserer Partnerbetriebe vorstellen. Unsere Mitarbeiterin Franzi besucht diese und stellt die Besonderheiten der jeweiligen Betriebe vor. Starten wollen wir heute mit Lukas aus Ostwestfalen. Er ist Schweinemäster im Nebenerwerb. Aufgrund der anhaltenden Debatte um mehr Tierwohl in den Ställen nimmt er nun viel Geld in die Hand, um seinen Hof komplett umzukrempeln, sagt er im Gespräch mit Franzi. Zum einen baut er einen komplett neuen Stall mit hochmodernen Elementen und Außenbereich mit Spaltenboden für die Tiere. Darüber hinaus überplant Lukas auch seinen konventionellen Bestands-Stall und baut diesen umfangreich um – ebenfalls mit Außenbereich für die Schweine. Wieso sich Lukas für diesen Weg entschieden hat und wie genau die beiden neuen Ställe aussehen sollen, das erläutert er im Gespräch mit Franzi: https://www.youtube.com/watch?v=2P_8_oO3DYU

Landwirt Lukas baut hochmodernen Stall für mehr Tierwohl
QS und ITW gewähren Ausnahmen wegen des Schweinestaus

QS und ITW gewähren Ausnahmen wegen des Schweinestaus

Schweinehalter, die ihren Tieren derzeit kein vorschriftsmäßiges Platzangebot bieten können, verlieren ihre QS-Zertifizierung nicht. Auch das Siegel der Initiative Tierwohl (ITW) geht Ihnen in der aktuellen Situation nicht verloren. Kann ein Kontrolleur feststellen, dass der erhöhte Tierbesatz eindeutig aus der Corona- oder ASP-Krise resultiert, wird dies in der aktuellen Situation nicht negativ bewertet. QS- beziehungsweise ITW-Kriterien wie das Platzangebot oder das Verhältnis zwischen Tier- und Tränkeplätzen werden Ihnen nicht negativ angerechnet. Auch erlauben QS und die ITW für die Zeit der Corona-Ausnahmesituation, Schweine in kurzfristig angemieteten Ställen oder in Ersatzgebäuden unterzubringen. Dabei muss die korrekte Versorgung der Tiere und der Tierschutz gewährleistet sein. Die QS Qualität und Sicherheit GmbH empfiehlt, für Kontrollen eine plausible und schriftliche Erklärung vorzuhalten. Wir begrüßen den Schritt der QS Qualität und Sicherheit GmbH und der Initiative Tierwohl, den Landwirten in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit mit diesen Ausnahmen entgegenzukommen.

Unterstützung der von der ASP betroffenen Betriebe in Brandenburg

Tönnies steht in der Verantwortung den landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben ihre Schweine abzunehmen. „Betriebe aus den Risikogebieten der ASP müssen in Abstimmung mit den Behörden speziellen Anforderungen erfüllen. Die Tiere werden freigetestet, so dass hier die Produktqualität und die Biosicherheit sichergestellt wird“, berichtet Dr. Wilhelm Jaeger, Leiter der Abteilung Landwirtschaft. „Die Schlachtung der diesbezüglichen Schweine findet nur deshalb bei uns statt, weil die Tierhalter in einer Notlage waren und sich kein brandenburgischer Schlachtbetrieb bereit erklärt hat, diese Tiere zu übernehmen. Insbesondere der brandenburgische Landwirtschaftsminister hat sich bei uns sehr um eine Lösung bemüht.“

Unterstützung der von der ASP betroffenen Betriebe in Brandenburg
Agrarministerin Klöckner fordert Unterstützung von Arbeitsminister Heil

Agrarministerin Klöckner fordert Unterstützung von Arbeitsminister Heil

Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dazu aufgefordert, befristet flexiblere Arbeitszeiten zum Abbau des Schlachtstaus zu ermöglichen. Dazu gehört u.a. die Möglichkeit für die Betriebe, auch an Sonn- und Feiertagen schlachten zu können. Wir begrüßen die Initiative der Politik, aktiv Lösungen für den Abbau des Schlachtstaus zu finden. Diese müssen jedoch ehrlich gemeint sein. Wenn eine Sonntagsschlachtung möglich gemacht wird, die Zerlegung aber stark eingeschränkt wird, ist keinem geholfen. Stattdessen müssen Infektionsschutz und die Entlastung der landwirtschaftlichen Erzeuger beide erfüllt werden. Die mittlerweile mehr als 170.000 Corona-Tests am Standort Rheda und ihrer konstanten Ergebnisse beweisen, dass die Präventionsmaßnahmen greifen und die Kapazität von heute rund 70% sicher gesteigert werden kann.

Sonntags-Zerlegung in Niedersachsen gestattet – Sögel steigert Kapazität

Das Land Niedersachsen hat auf den dringenden Appell von Experten reagiert und zusätzliche Arbeitszeiten in Schlachtbetrieben an Sonntagen bis Ende November gestattet. Demnach gibt es einen Erlass, wonach Betriebe vorerst bis zum 29. November 2020 auch sonntags zerlegen dürfen. Schlachten ist an diesem zusätzlichen Tag nicht gestattet. Keine Genehmigung gibt es dagegen für zusätzliche Arbeitsschichten am Samstag, 31. Oktober. Das Land hat sich gegen die Arbeit an dem gesetzlichen Feiertag ausgesprochen. Weidemark in Sögel hofft nicht nur wegen des Erlasses, den Betrieb weiter Schritt für Schritt hochfahren zu können. Schon jetzt konnte der Tönnies-Standort seine Kapazität von 5.000 zu Beginn der Wiederaufnahme auf nun rund 8.000 Tiere erhöhen. „Wir sind mit Blick auf die weiterhin stabil niedrigen Fallzahlen an unserem Standort sehr zuversichtlich, die Kapazitäten in enger Abstimmung mit den Behörden vor Ort nach und nach noch weiter steigern zu dürfen“, sagt Weidemark-Geschäftsführer Christopher Rengstorf. „Wir haben die Erweiterung der Schichten bereits beantragt.“ Damit könnte man zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen, dass der eh schon dramatische Schweinestau nicht weiter anwächst.

Sonntags-Zerlegung in Niedersachsen gestattet – Sögel steigert Kapazität
Klöckner nimmt Bauern in den Schutz: „Konnte niemand voraussehen.“

Klöckner nimmt Bauern in den Schutz: „Konnte niemand voraussehen.“

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat die Bauern mit Blick auf die Krise in Schutz genommen. Sie sprach sich gegen den manchmal erhobenen Vorwurf aus, die Schweinehalter seien selbst schuld an der gegenwärtigen Misere: „Niemand konnte Corona voraussehen oder genau wissen, ob und wann die ASP uns trifft. Es geht hier deshalb nicht um Schuld. Es geht darum, jetzt vorausschauend zu planen – auch im Sinne des Tierschutzes.“ Das Ziel der CDU-Politikerin sei es, Wirtschaftlichkeit und Tierwohl auf deutschem Boden zusammenzubringen. So wolle dafür die Tierhaltung, die gesellschaftlich akzeptierter sei, mit den Landwirten zusammen umbauen. „Wir wollen, dass Tierhaltung in Deutschland bleibt; der Ausstieg aus der Tierhaltung ist für mich keine Option.“

Otte-Kinast will Schweinebauern und Schlachtbetrieben helfen

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) will Schweinebauern und Schlachtbetrieben in dieser schwierigen Phase helfen. Mit Blick auf durch Corona reduzierte Schlacht-Kapazitäten in zahlreichen Betrieben und dadurch steigendem Schweinestau in den Ställen, bringt die CDU-Politikerin Maßnahmenpakete für Schlachthöfe ins Spiel, wenn Corona-Zahlen in der Belegschaft steigen. So fordert sie einen Leitfaden für Landkreise, um im Fall eines Ausbruchs in einem Schlachtbetrieb eine Komplettschließung zu verhindern. Anhand eines Ampelsystems sollten die Behörden entscheiden können, ob ein Betrieb komplett geschlossen wird oder zumindest reduziert weiterarbeiten darf. Zudem bringt sie die Arbeit auch an Sonn- und Feiertagen ins Gespräch, um den Druck in den Ställen nach und nach abzubauen. Den Vorschlag von Frau Otte-Kienast nach einem geregelten und einheitlichen Verfahren, wie im Falle eines Corona-Ausbruchs in einem Schlachtbetrieb zu verfahren ist, begrüßen wir ausdrücklich. Das bringt den Landwirten und allen vorgelagerten Akteuren in der Kette mehr Sicherheit.

Otte-Kinast will Schweinebauern und Schlachtbetrieben helfen
Produktion in Sögel bewegt sich auf stabilem bis leicht steigendem Niveau

Produktion in Sögel bewegt sich auf stabilem bis leicht steigendem Niveau

In der vergangenen Woche stand der Tönnies-Standort Sögel kurz vor dem Stillstand. Durch intensive und konstruktive Gespräche mit dem Landkreis Emsland und einem erweiterten Hygienekonzept konnte die Arbeit aber zu Beginn dieser Woche ohne richtige Unterbrechnung wiederaufgenommen werden. Die Produktion bewegt sich derzeit auf einem stabilen bis leicht steigenden Niveau, wie Standort-Geschäftsführer Christopher Rengstorf erläutert: „Die Neu-Positivzahlen bewegen sich weiterhin nur im niedrigen einstelligen Bereich. Der Trend setzt sich vorerst fort“, sagt er. Die Schlachtkapazität konnte im Laufe dieser Woche auf rund 50 Prozent erhöht werden. „Wir stehen im ständigen Austausch mit den Behörden und sind optimistisch, bei gleichbleibend niedrigen Infektionszahlen die Auslastung weiter erhöhen zu können“, sagt Rengstorf. Unter anderem regt der Geschäftsführer zusätzliche Schichten an Wochenenden an. Hierzu sei man im konstruktiven Dialog mit dem Kreis.

Tönnies hält amtliche Schließung in Sögel für nicht verhältnismäßig

Der Landkreis Emsland hat am Mittwochabend mit Blick auf die Corona-Fall-Zahlen der vergangenen Tage bei Weidemark in Sögel reagiert und eine amtliche Schließungsverfügung ab dem Wochenende erlassen. Tönnies sieht daran allerdings keine Verhältnismäßigkeit und wird daher gegen diese Verfügung gerichtlich vorgehen. Die Schließungsverfügung heute zu erlassen, ist für uns nicht verhältnismäßig”, erläutert Geschäftsführer Christopher Rengstorf die Reaktion des Unternehmens. „Wir haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor neuen Infektionen mit den Behörden des Emslandes abgestimmt und installiert, um gleichzeitig den Druck auf die landwirtschaftlichen Erzeugungsketten zu entlasten. Diese Maßnahmen greifen und zeigen erste Erfolge. Daher müssen wir Verhältnismäßigkeit wahren und neben dem Infektionsschutz auch den Tierschutz auf den Höfen in der Region sicherstellen.“ Weidemark testet jeden Mitarbeiter täglich mit einem PCR-Test. Deutschlandweit erstmalig wird zusätzlich ein Antigen-Schnelltest eingesetzt. Im Betrieb besteht eine absolute Maskenpflicht mit FFP-2 Masken, außerdem wurden zusätzliche Sozialräume geschaffen. All diese Maßnahmen zeigen Wirkung in den Fallzahlen: Insgesamt wurden in den vergangenen sieben Tagen (1.10 bis 7.10) 4.179 Tests durchgeführt, davon waren lediglich 69 positiv. Seit Dienstag sind die Neuinfektionen stark rückläufig. Rengstorf: „Bei dieser positiven Entwicklung ist eine Schließung zum jetzigen Zeitpunkt nicht verhältnismäßig, sondern geht zulasten der Landwirte und der Tiere im Stall.“ Neben dem Infektionsschutz gehe es auch um den Tierschutz auf den Höfen in der Region.

Tönnies hält amtliche Schließung in Sögel für nicht verhältnismäßig
Video-Serie für den Agrarblog geht in die nächste Runde

Video-Serie für den Agrarblog geht in die nächste Runde

Im vergangenen Jahr hat Robert Elmerhaus die Abonnenten unseres Tönnies-Agrarblogs schon in einigen Video-Formaten mit durch die Welt der Landwirtschaft genommen. Jetzt geht die Serie in die nächste Runde. Diesmal besucht Agrarwissenschaftlerin Franziska Budde für uns und Euch einige unserer landwirtschaftlichen Partner in der Region und stellt deren Höfe und Arbeitsweisen vor. Am Montag sind dafür die Dreharbeiten gestartet – alles unter Corona-Maßnahmen, versteht sich. Jedes der nun geplanten Videos wird einen Themenschwerpunkt anhand eines Landwirts haben. So geht es etwa um langjährige Partnerschaft, außergewöhnliche Fütterung, nachhaltige Landwirtschaft, innovative Tierhaltung oder Digitalisierung im Stall. „Ich komme selbst aus der Landwirtschaft und freue mich daher, verschiedene Betriebe kennenzulernen und diese vorzustellen“, sagt Franziska Budde, bestens bekannt mit ihrer Agrarblog-Kolumne „Franzis Welt“. In regelmäßigen Abständen wird sie von den unterschiedlichen Höfen berichten – Ihr dürft gespannt sein!

Landestierarzt mahnt ASP-Biosicherheits- maßnahmen für Landwirtschafts- betriebe an

Die Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat einen weiteren Landkreis erreicht. Nach den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße ist mit Märkisch-Oderland der nächste Kreis im Bundesland Brandenburg betroffen. Insgesamt hat das für Tierseuchen in Deutschland zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat damit bislang 38 Fälle von ASP in Brandenburg festgestellt – allesamt bei Wildschweinen. Um den Übertrag auf Hausschweine zu verhindern, mahnt der Landestierarzt von Brandenburg, Stephan Nickisch, erhöhte Vorsichtsmaßnahmen an. „Man kann sich durch entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen […] vor dem Eintrag schützen“, sagte er nach dem neuerlichen ASP-Fall in dem Bundesland. So sei es wichtig, die Kleidung vor dem Betreten von Ställen zu wechseln oder auch den Personenkreis zu begrenzen, der einen Stall betreten darf. „Genau das versuchen wir auch durch Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen und Kontrolle durch die Veterinärämter in den Restriktionsgebieten hinzubekommen", sagte Nickisch. Weitere Informationen zu Vorsichtsmaßnahmen gibt es auf der Internetseite des Friedrich-Loeffler-Instituts unter www.fli.de.

Landestierarzt mahnt ASP-Biosicherheits- maßnahmen für Landwirtschafts- betriebe an
Landwirtschafts- ministerin Klöckner macht Druck beim „Systemwechsel“ in der Tierhaltung

Landwirtschafts- ministerin Klöckner macht Druck beim „Systemwechsel“ in der Tierhaltung

Wie sehen der Stall und die Tierhaltung der Zukunft aus? Dieser Frage geht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner schon seit längerem nach. Nun hat sie deutlich gemacht, dass sie den Umbau der Tierhaltung in Deutschland weiter und schneller voranbringen will. Anfang kommenden Jahres sollen die Ergebnisse zweier jetzt ausgeschriebener Studien zu einer möglichen Finanzierung des „Systemwechsels“ für mehr Tierwohl präsentiert werden. Die Ministerin stellte heraus, dass es in diesem Bereich gewisse gesellschaftliche Erwartungen zu erfüllen gebe. Um aber die Nutztierhaltung in Deutschland auch wettbewerbsfähig zu gestalten, müssten Landwirte Planungssicherheit bei der Finanzierung von Stallumbauten haben. Bis zur Bundestagswahl 2021 soll Klöckner eine Strategie für den selbst ernannten „Systemwechsel“ in der Branche erarbeiten.

Tönnies stellt 6000 Mitarbeiter/innen direkt ein und fordert allgemein- verbindlichen Tarifvertrag

Die Tönnies Unternehmensgruppe stellt bis zum Jahresende rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt in der Stammbelegschaft ein. Damit werden alle Mitarbeiter in den Kernbereichen der Schlachtung und Zerlegung von den bisherigen Dienstleistern übernommen. „Wir halten Wort“, sagt Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter des Rheda-Wiedenbrücker Lebensmittelunternehmens. „Die angekündigten Veränderungen in unserem Unternehmen sind im vollen Gange“. Konkret werden alleine zum Monatswechsel rund 1.800 Angestellte vom Werkvertrag direkt in die Unternehmensgruppe wechseln. Diese Prozesse stehen allerdings formell unter Vorbehalt des Kartellamts. Weitere 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zum November direkt angestellt. „Bis zum 1. Januar 2021 wird der Prozess abgeschlossen sein, sodass wir dann auf rund 6.000 Direkteinstellung kommen“, rechnet Tönnies Personalleiter Martin Bocklage vor. Dies gilt für die Standorte Rheda-Wiedenbrück, Sögel, Weißenfels, Kellinghusen Kempten, Legden, Badbergen und Wilhelmshaven. Neben der Direkteinstellung der Mitarbeiter sucht das Unternehmen das Gespräch mit der Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten (NGG), um einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag zu schließen. „Wir zahlen schon heute in unseren vier Entlohnungsgruppen in der Produktion Löhne weit über dem Mindestlohn. Lediglich bei den Hilfstätigkeiten wird noch der gesetzliche Mindestlohn plus Zulage für die Rüstzeiten gezahlt. Unser Ziel ist es, in der gesamten Fleischbranche in Deutschland einen ordentlichen tariflichen Mindeststandard zu schaffen. Damit bekommen wir Wettbewerbsgleichheit, zumindest im deutschen Markt.“ Die kurze Frist der Direkteinstellung bis Ende des Jahres ist eine organisatorische Herkulesaufgabe. Schließlich kann nicht bei allen bisherigen Dienstleistern ein Betriebsübergang der Mitarbeiter realisiert werden. „Wir sprechen dann mit jedem einzelnen Mitarbeiter, schließen einen Arbeitsvertrag, der ihm mindestens die gleichen Voraussetzungen bietet, wie zuvor“, sagt Bocklage. „Durch die Direkteinstellung fängt kein Mitarbeiter wieder bei null an. Sozialleistungen, Betriebszugehörigkeit, etc. werden übernommen. Da es sich in den meisten Fällen um einen Betriebsübergang handelt, gibt es keine neue Probezeit oder Befristung der Verträge.“ Neben der arbeitsrechtlichen Situation stellt die Integration, die Frage des Wohnraums und der Fluktuation die größten Herausforderungen für das Unternehmen dar. „Wir sind in zahlreichen Gesprächen mit kommunalen Vertretern, aber auch sehr konkret einzelnen Haus- und Grundstücksbesitzern, um neuen zusätzlichen Wohnraum zu schaffen“, sagt Bocklage. „Zahlreiche Mitarbeiter sind bereit, langfristig bei uns zu arbeiten. Dies wollen wir ihnen ermöglichen und sie langfristig binden. Andere wollen jedoch nur für einige Monate Geld verdienen.“ Personalvorstand Bocklage ist sich daher der Herkulesaufgabe bewusst: „Mit der Direkteinstellung gehen wir einen ersten wichtigen Schritt.“

Tönnies stellt 6000 Mitarbeiter/innen direkt ein und fordert allgemein- verbindlichen Tarifvertrag
ASP: Landwirtschafts- ministerin Klöckner stellt Schweinebauern (finanzielle) Hilfen in Aussicht

ASP: Landwirtschafts- ministerin Klöckner stellt Schweinebauern (finanzielle) Hilfen in Aussicht

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner stellt Schweinebauern in Deutschland mit Blick auf mögliche Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) Hilfen in Aussicht. Sollte sich der Markt durch die ASP weiter derart entwickeln wir zurzeit, dann werde man diese unterstützen. „Wir lassen die Bäuerinnen und Bauern in dieser besonderen Situation nicht allein“, versicherte Klöckner. Die Ministerin nannte Beihilfen zur Privaten Lagerhaltung (PLH) als eine Möglichkeit, Marktverwerfungen zu begegnen. Hier gehe es in erster Linie darum, den richtigen Zeitpunkt zu finden, weil die Kühlhäuser derzeit noch mit Exportware gut gefüllt seien. Daneben gehe es um direkte Finanzhilfen. Etwaige Liquiditätshilfeprogramme müssten zielgerichtet ausgestaltet sein und die Betroffenen erreichen. Notwendig sei eine gemeinsame Kraftanstrengung, um die Krise zu bewältigen, so Klöckner. Doch so weit soll es erst gar nicht kommen: "Unser Ziel muss es sein, mit einer nationalen gemeinsamen Kraftanstrengung die Ausbreitung der ASP in andere Bundesländer und in den Haustierbestand zu verhindern und sie aus unserem Land wieder rauszubekommen." Die Tönnies Unternehmensgruppe bestärkt das Ministerium darin, die Landwirte im Fall von Einbußen durch die ASP zu unterstützen. Doch bestenfalls sollte es mit präventiven Maßnahmen erst gar nicht dazu kommen. Daher sollten sich die Experten unserer Meinung nach die Infrastruktur im bisherigen Fundgebiet zunutze machen: Die A11 und die A13 verlaufen nahezu senkrecht westlich der Gebiets, in denen bislang infizierte Tiere gefunden wurden. Diese Autobahnen sind eine natürliche Barriere für die Wildschweine. Um diesen Vorteil zu nutzen, sollten zwingend auch die Grünbrücken über die beiden Trassen in dieser Region mit festen Zäunen abgesperrt werden, um die Weiterverbreitung des Virus durch die Tiere zu verhindern.

Tönnies-Tierarzt reagiert auf Vorwürfe des Deutschen Tierschutzbüros

Der Leiter der Stabstelle Tierschutz bei Tönnies bezweifelt, dass die aktuell in einem Video einer Tierschutzorganisation gezeigten Schweine an Tönnies geliefert und bei Tönnies geschlachtet wurden. „Wir können ausschließen, dass die in dem Video gezeigten Tiere oder andere ähnlich verletzte Tiere an uns geliefert wurden“, sagt Jörg Altemeier, Leiter der Stabstelle Tierschutz bei Tönnies. Diese Tiere würden sofort bei der amtlichen Untersuchung aller Tiere bei der Anlieferung, bei der amtlichen Schlachttieruntersuchung durch die Veterinärbehörden und bei den Schlachtbefunddaten auffallen und Konsequenzen auslösen. „Nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern vor allem die offiziellen Veterinäre begutachten jeden Tag jedes einzelne angelieferte Tier an unseren Schlachthöfen. Allein am Standort Rheda arbeiten 170 amtliche Vertreter des Veterinäramtes. Solche Tiere würden auffallen. Zudem haben wir Schlachtbefunddaten der zurückliegenden Schlachtungen des betreffenden Bauern. Daran sehen wir, dass in der Vergangenheit der hier angelieferten Tiere keine besonderen Auffälligkeiten zu sehen sind. Wir wollen aber selbst unbedingt wissen, wie es zu diesen Bildern gekommen ist und wo die Tiere geschlachtet werden.“ Wie der Landwirt mitgeteilt hat, liefert er an insgesamt sechs verschiedene Schlachthöfe in Niedersachsen. Im konkreten Fall arbeitet Tönnies wie andere große Fleischunternehmen mit dem QS zertifizierten Bauern zusammen. Der Betrieb wird über die QS GmbH kontrolliert. „Die vom deutschen Tierschutzbüros gezeigten Bilder sind nicht akzeptabel, so dürfen Tiere nicht dauerhaft gehalten werden. Kranke Tiere müssen behandelt werden, in der Krankenbucht, ähnlich wie im humanen Krankenhaus. Ist eine Heilungsprognose für die Tiere nicht mehr positiv, so ist der Landwirt aufgefordert, das Tier ordnungsgemäß unter vorheriger Betäubung zu töten. Hierfür gibt es klare Regeln, an die sich jeder halten muss.“ Bis auf weiteres hat Tönnies den Lieferanten gesperrt. Jörg Altemeier hat sich den Vorwürfen des deutschen Tierschutzbüros am Mittwochabend in der Livesendung „Stern TV“ auf RTL gestellt. Im Gespräch mit Moderator Steffen Halaschka und dem Vorsitzenden des Deutsches Tierschutzbüros, Jan Peifer, klärte der Tönnies-Experte über die gezeigten Bilder auf.

Tönnies-Tierarzt reagiert auf Vorwürfe des Deutschen Tierschutzbüros
Dritte Phase der Initiative Tierwohl gestartet – jetzt anmelden

Dritte Phase der Initiative Tierwohl gestartet – jetzt anmelden

Die Initiative Tierwohl (ITW) entwickelt sich Stück für Stück weiter. Und mit dem Start der dritten Projektphase kommen laut ITW-Aussage auch immer mehr Landwirtinnen und Landwirte hinzu. „Viele scheinen bereits motiviert zu sein, Teil des Erfolgsprogramms zu bleiben oder es werden zu wollen und den Weg hin zu einer tiergerechteren Nutztierhaltung mit nachweislichen Erfolgen gemeinsam mit uns weiterzugehen“, heißt es dazu von der Initiative. Seit Anfang dieser Woche können sich Tierhalterinnen und Tierhalte für die dritte Phase anmelden. Als neues verpflichtendes Kriterium kommt das Raufutter in der dritten Phase des ITW-Programms ab 2021 hinzu. Es handelt sich dabei um rohfaserreiche, strukturreiche Futtermittel. „Es muss fressbar, kaubar, untersuchbar sowie beweg- und bearbeitbar und – selbstverständlich – gesundheitlich unbedenklich sein“, teilen die Projektverantwortlichen mit. Das Raufutter müsse den Tieren zudem zusätzlich und separat zum eigentlichen Futter angeboten werden. Alle Infos zur Raufuttergabe und zur Menge des Futters sowie Erläuterungen, wie sich Landwirte für die dritte Projektphase der Initiative Tierwohl anmelden können, gibt es online unter https://initiative-tierwohl.de/partner/3-programmphase-2021/

Tönnies beruhigt nach ASP-Nachweis beim Wildschwein in Brandenburg

Afrikanische Schweinepest für Verbraucher keine Gefahr Nach dem erstmaligen Nachweis der Afrikanischen Schweinepest bei einem Wildschwein in Deutschland, beruhigt Tönnies als Marktführer für Schweinefleisch. „In einem freien Europa bewegen sich auch Wildschweine grenzüberschreitend. Die mobilen Zaunanlagen an der polnischen Grenze waren offenkundig nicht ausreichend“, sagt Dr. Wilhelm Jaeger, Leiter der Stabstelle Landwirtschaft bei Tönnies. „Wir sind auf die neue Situation vorbereitet und stellen gemeinsam mit unseren landwirtschaftlichen Partnern die höchstmögliche Biosicherheit der Schweine und des daraus entstehenden Schweinefleisches in unseren Lieferketten sicher.“ Jaeger betont: „Von diesem Virus geht keine Gefahr für den Menschen und andere Tiere als Schweine aus; es handelt sich allein um eine zwischen Schweinen ansteckende Viruserkrankung. Sämtliches in unseren Betrieben produziertes Fleisch ist sicher.“ „Die deutschen Landwirte sind gut auf die ASP vorbereitet“, sagt Tönnies-Experte Jörg Altemeier. „Jetzt ist es umso wichtiger, dass die Biosicherheit auf den Betrieben eingehalten wird und die Einschleppung des Virus vom Wildschwein in unsere Hausschweinebestände vermieden wird. Wir stehen hierzu in ständigem Kontakt mit den Veterinärbehörden auf lokaler-, landes-, bundes- und europäischer Ebene“, beschreibt Jörg Altemeier, Leiter Tiergesundheit der Tönnies Unternehmensgruppe. Jetzt gilt es zu erreichen, dass Deutschland auch zukünftig die Schweinefleisch-Nebenprodukte, wie Öhrchen, Füßchen und Schnäuzchen nach Asien liefert. Der asiatische Markt ist für die deutsche Landwirtschaft von besonderer Bedeutung, da diese Nebenprodukte, die in Deutschland nicht vermarktet werden können, dort eine nachhaltige Wertschöpfung erfahren. Dies ist kein deutsches Alleinstellungsmerkmal, stattdessen stehen die deutschen Landwirte im Wettbewerb mit Spanien, Dänemark den USA und weiteren Ländern. Ohne die Wertschöpfung des Exports gehen Landwirtschaftsexperten davon aus, dass die Verbraucherpreise erheblich steigen. In Europa, mit Kanada, den USA und vielen anderen Ländern gibt es durch den ASP-Fund keine Handelsbeschränkungen. „Wir sind zuversichtlich, dass Politik und Behörden sich für die mehr als 600.000 Arbeitsplätze in der Ernährungswirtschaft wie der landwirtschaftlichen Erzeugung und Veredelung von Lebensmitteln einsetzen“, so Dr. Wilhelm Jaeger. „Der viertgrößte deutsche Wirtschaftszweig, insbesondere der Schweinemarkt, braucht jetzt größtmögliche Stabilität und faire Preise.“

Tönnies beruhigt nach ASP-Nachweis beim Wildschwein in Brandenburg
ASP: QS Qualität und Sicherheit GmbH fordert Einhaltung aller Vorsichts- maßnahmen

ASP: QS Qualität und Sicherheit GmbH fordert Einhaltung aller Vorsichts- maßnahmen

Mit Blick auf den bestätigten ASP-Nachweis in Brandenburg fordert die QS Qualität und Sicherheit GmbH von den Landwirten die Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen ein. Die Gesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft appelliert in einem Rundschreiben zur erhöhten Wachsamkeit und Vorsicht: „Es muss jetzt schon alles dafür getan werden, einer Einschleppung in Haustier-Bestände vorzubeugen“, teilt das Unternehmen am Donnerstag mit. Nur so könne die Ausbreitung vermieden werden. Jeder, insbesondere die Tierhalter, aber auch Jäger, Tierärzte, Lieferanten, Besucher, Auditoren und jede andere Person, die einen Schweinehaltenden Betrieb betritt, sollten laut der QS GmbH unbedingt alle seuchenhygienischen Maßnahmen beachten, die zur Vermeidung des Seucheneintrags empfohlen werden. „Da die Symptome der ASP sehr unspezifisch sind, das Virus aber hochinfektiös ist und bislang noch kein Impfstoff existiert, ist es entscheidend, rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen zu treffen“, unterstreicht das Unternehmen. Es verweist in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die ASP-Ampel. Damit könne gecheckt werden, wie gut ein Betrieb gegen einen Seucheneintrag geschützt ist. Infos dazu gibt es unter www.risikoampel.uni-vechta.de.

Herkunfts-Kennzeichnung auf Lebensmitteln soll ausgebaut werden

Für Fleisch und Obst ist es schon gang und gäbe – jetzt soll die Herkunfts-Kennzeichnung ausgeweitet werden. Dafür haben sich die EU-Agrarminister bei einem informellen Treffen in dieser Woche in Koblenz ausgesprochen. "Die Verbraucher in der EU haben in der Corona-Krise ihre Einkaufsgewohnheiten verändert und zeigen ein größeres Interesse für die Herkunft von Lebensmitteln", erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Daher soll die Herkunft der Erzeugnisse nun auch beispielsweise auf Molkereiprodukte ausgeweitet werden. Ziel der Kennzeichnung ist es, dass der Verbraucher auf einen Blick sieht, woher die entsprechenden Lebensmittel stammen, die sie beispielsweise im Supermarkt finden. Die Herkunftskennzeichnung für Milchprodukte in der EU haben bisher schon Österreich, Italien sowie Frankreich gefordert und zum Teil national umgesetzt. Nun wollen die Agarminister weiterhin für eine verpflichtende EU-weite Herkunftskennzeichnung, insbesondere für Fleisch, Milch und Eier in verarbeiteten Erzeugnissen, eintreten. Von verschiedenen Seiten gibt es zudem die Forderung, die Herkunft der Lebensmittel auch im Gastronomie- und Cateringbereich darzustellen. Auch hier soll die Transparenz für den Endkunden erhöht werden. Jannes Mars, Präsident der Europäischen Jungbauern (CEJA), warnte dagegen vor Hürden auf dem EU-Binnenmarkt. Die Herkunftskennzeichnung dürfe nicht dazu führen, dass die europäische Vermarktung erschwert werde, betonte Mars im Rahmen des von Deutschland ausgerichteten Agrarminister-Treffens. Julia Klöckner regte zudem erneut ein EU-Label zum Thema Haltungsmethoden an. Dies soll Auskunft geben über den Transport und die Schlachtung der Tiere.

Herkunfts-Kennzeichnung auf Lebensmitteln soll ausgebaut werden
Gesundheitsministerin: „Vergessen durch Corona die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest“

Gesundheitsministerin: „Vergessen durch Corona die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest“

Die Corona-Pandemie und die Bekämpfung des Virus sind die beherrschenden Themen der vergangenen Monate. Dadurch drohen andere wichtige Bereiche in den Hintergrund zu rücken, warnt beispielsweise Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest (ASP). "Auch wenn gerade viele Kräfte für die Bekämpfung der Corona-Pandemie gebunden sind, vergessen wir die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest nicht", sagt die SPD-Politikerin. Sie ruft daher wieder zur aktiven Mithilfe im Kampf gegen die ASP auf. Schweinehalter sollten beispielsweise auf die größtmögliche Sicherheit in ihren Ställen achten. Für Menschen sei die Tierseuche zwar ungefährlich, betonte Petra Köpping. Allerdings hätte ein nachgewiesener Seuchenfall laut Ministerium extreme Auswirkungen für die schweinehaltenden Betriebe in Sachsen und Deutschland. Die Landwirte könnten ihre Produkte dann nicht mehr exportieren, ihnen wäre die wirtschaftliche Existenzgrundlage entzogen, hieß es. Daher sollten die Schweinebauern – bei aller berechtigter Sorge rund um Corona – den Kampf gegen ASP nicht aus den Augen verlieren. Gleiches gelte aber auch für jeden anderen in Deutschland, betont die Gesundheitsministerin: Demnach sollten Lebensmittelreste etwa beim Wandern oder an Autobahnraststätten nicht in der Natur liegengelassen. Zudem mahnt Köpping an, dass Wildschweinkadaver den Behörden gemeldet werden.

Tierwohlabgabe: Agrarminister-Konferenz gibt Machbarkeitsstudie in Auftrag

Bei einem Sondertreffen der Agrarminister aller Bundesländer am Donnerstag unter der Führung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) haben sich die Landes-Agrarminister auf weitere vorbereitende Schritte zum Thema Tierwohlabgabe geeinigt. Demnach soll bis zum Frühjahr eine entsprechende Machbarkeitsstudie durchgeführt werden – diese hat die Runde am Donnerstag in Auftrag gegeben. Ziel der Studie soll es sein, herauszufinden, inwieweit eine Sonderabgabe auf tierische Produkte möglich ist. Diese Mehreinnahmen sollen laut der Agrarministerkonferenz dann in den Umbau von Ställen fließen, um Schweinen, Rindern und Geflügel mehr Platz zu bieten. Insgesamt ist die Rede von 1,2 bis 3,6 Milliarden Euro, die für die Umbauten in den kommenden Jahren ausgeschüttet werden soll. Bislang hat die Bundesregierung den Landwirten 300 Millionen Euro aus dem Haushalt zur Verfügung gestellt. „Bei der nächsten Frühjahrs-Agarministerkonferenz werde ich die Ergebnisse vorstellen“, erklärte Klöckner mit Blick auf die Machbarkeitsstudie. Trotz des zu vermutenden harten Bundestagswahlkampfs will die CDU-Politikerin das Projekt im Frühjahr durchboxen. So kündigte Klöckner am Donnerstag an, noch vor der Wahl die Sondersteuer auf Fleisch durch den Bundestag zu bringen. „Tierwohl wiegt mehr als wirtschaftliche Interessen“, sagte sie dazu. Im Raum stehen laut einem Vorschlag der Expertenkommission rund um den früheren Landwirtschaftsminister Jochen Borchert ein Aufschlag von 40 Cent pro Kilogramm Fleisch und Wurst im Handel – der Liter Milch soll 2 Cent teurer werden, das Kilo Butter und Käse rund 15 Cent.

Tierwohlabgabe: Agrarminister-Konferenz gibt Machbarkeitsstudie in Auftrag
WLV-Präsident Huberuts Beringmeier: „Wir sind zu Veränderungen bereit“

WLV-Präsident Huberuts Beringmeier: „Wir sind zu Veränderungen bereit“

Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) aus Hövelhof-Espeln (Kreis Paderborn), verteidigt das in Deutschland hergestellte Fleisch aus konventioneller Haltung. „Wir haben sehr sehr gute Nahrungsmittel in Deutschland. Und das Fleisch ist absolut in Ordnung. Wir haben stetig neue Anforderungen bekommen“, sagte er am Donnerstagabend in der WDR Lokalzeit OWL. Im Rahmen der Radiosendung „WDR5-Stadtgespräch“ stellte sich der 59-Jährige auch den Fragen zur Zukunft der Landwirtschaft in der Region und Deutschland. „Man kann was verändern – aber das dauert in der Landwirtschaft sehr lange. Diejenigen, die neue Ställe gebaut haben, brauchen eine lange Übergangszeit. Wir sind zu Veränderungen bereit, aber am Ende muss es bezahlt werden“, führte der WLV-Präsident weiter aus.

Tönnies wieder für China zugelassen – Schlachtkapazität gestiegen

Große Freude in dieser Woche bei Tönnies: Erstmals seit langem darf Tönnies von seinem Stammwerk in Rheda-Wiedenbrück wieder Schweinefleisch nach China liefern. „Wir sind wieder für den China-Export zugelassen“, sagt Tönnies-Sprecher André Vielstädte. Aufgrund der coronabedingten Schließung war der Haupt-Standort des Rheda-Wiedenbrücker Schlachtunternehmens vorrübergehend für den Export ins Reich der Mitte gesperrt gewesen. Die Außenstandorte Sögel (Emsland) und Weißenfels (Sachsen-Anhalt) waren unterdessen nicht von diesem Export-Stopp betroffen. Tönnies exportiert rund die Hälfte des produzierten Schweinefleischs aus Rheda-Wiedenbrück. Nach China werden vor allem Teilstücke wie Öhrchen, Schwänzchen oder Füßchen verschifft. Unterdessen nimmt die Schlachtkapazität in Rheda-Wiedenbrück nach und nach weiter zu. So kann das Unternehmen mittlerweile wieder rund 16.000 Schweine am Tag schlachten und zerlegen – eine Auslastung von immerhin rund 60 bis 70 Prozent im Vergleich zum Zeitraum vor der Stilllegung.

Tönnies wieder für China zugelassen – Schlachtkapazität gestiegen
Stiftung Warentest: Günstiges Discounter-Fleisch genauso gut wie Biofleisch

Stiftung Warentest: Günstiges Discounter-Fleisch genauso gut wie Biofleisch

Stiftung Warentest hat passend zur Grillsaison 15 Schweinefleischprodukte im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe genommen – und zwar quer durch das Sortiment verschiedener Hersteller. Das Ergebnis: Günstiges Fleisch vom Discounter schloss dabei genauso gut ab wie höherpreisige, vergleichbare Bioprodukte. Nicole Merbach von Stiftung Warentest zog dabei das Fazit, dass Biofleisch nicht besser schmecke, auch wenn Verbraucher dies häufig vermuten würden. Zudem habe die Art der Haltung keinen Einfluss auf die Qualität der Produkte. Getestet wurden für diese Erhebung insgesamt 15 Schweinenackensteaks und –koteletts. Laut der Studie schnitt die Qualität der untersuchten Produkte bei jedem zweiten Stück Fleisch mit der Note „gut“ ab – und zwar sowohl teure Bioprodukte als auch preiswerte Produkte von Supermarktketten.

Interview Topagrar zur Abrechnungs- maske

Durch den Lockdown sind tausende Schweine aus der normalen AutoFOM-Abrechnungsmaske herausgewachsen. Kann der Landwirt bei Tönnies weiterhin frei auswählen, mit welcher Abrechnungsmaske seine Schweine abgerechnet werden sollen? Vielstädte: Ja, der Landwirt kann bei der Vermarktung frei wählen. Mit Wirkung zum 23. Juli wurde die Preismaske nach dem AutoFOM-Muskelfleischanteil aufgrund der besonderen Situation angepasst. Wir haben den Gewichtskorridor um 7 kg nach oben verschoben. Die Landwirte haben die Wahl, normalgewichtige Partien nach AutoFOM-Indexpunkten und die übergewichtigen Lieferpartien mit der neuen MFL-Maske (Corona-Maske) abzurechnen. Müssen alle Schweine einer Lieferpartie nach einer Abrechnungsmaske abgerechnet werden oder können für eine Lieferpartie auch verschiedene Abrechnungsmasken ausgewählt werden? Vielstädte: Die Auswahl des Abrechnungsweges bezieht sich immer auf die gesamte Lieferpartie. Bei der Corona-Maske haben Sie auch die Gewichtsuntergrenze um 7 kg von 86 auf 93 kg angehoben. Für unter 93 kg Gewicht ziehen Sie jetzt 3 Cent pro kg ab. Dadurch werden normalgewichtige Schweine abgestraft. Wieso haben Sie die Grenzen insgesamt verschoben und die Maske nicht nur nach oben geöffnet, wie z.B. Westfleisch. Wäre das nicht fairer für die Bauern gewesen? Vielstädte: Leichte Tiere werden durch die neue Maske nicht abgestraft. Leichte Schweinepartien können wie bisher über die AutoFOM-Indexpunkt-Maske abgerechnet werden. Dazu müssen die Tiere zuvor vom Landwirt entsprechend vorsortiert werden. Natürlich haben wir sowohl bei den leichten als auch bei den überschweren Partien biologische Streuungen. Der Abrechnungsmodus berücksichtigt aber die Wertigkeit der gesamten Partie. Sie haben Ihre Corona-Maske erst sehr spät veröffentlicht, ein Teil der Lieferanten musste schwere Schweine mehrere Wochen über die normale AutoFOM-MFL-Maske abrechnen. Wird es finanzielle Entschädigungen für die zuvor sehr schwer gelieferten Schweine geben? Viele Bauern sehen nicht ein, dass sie für finanzielle Einbußen geradestehen, für die sie nichts können. Vielstädte: Die Öffnung der Maske erfolgte, als im Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück wieder planbar gearbeitet werden konnte. Die Anpassung der Abrechnung wurde also vorgenommen, als der Anstieg der Schlachtgewichte in unseren Betrieben diesen Schritt notwendig machte. Für Entschädigungszahlen gibt es indes keinen Grund. Denn während der Betriebsschließung in Rheda-Wiedenbrück gab es an den anderen Standorten bei den Schlachttieren keine wesentlichen Veränderungen der Schlachtgewichte. Daher musste hier die Maske zu diesem frühen Zeitpunkt auch nicht angepasst werden. Die Tiere konnte normalgewichtig geschlachtet werden. Das gesamte Interview lesen Sie unter https://www.topagrar.com/schwein/news/toennies-haelt-entschaedigungsforderungen-fuer-nicht-gerechtfertigt-12135431.html?utm_source=topagrar

Interview Topagrar zur Abrechnungs- maske
Team Tönnies begrüßt 40 neue Azubis in Rheda-Wiedenbrück

Team Tönnies begrüßt 40 neue Azubis in Rheda-Wiedenbrück

Rheda-Wiedenbrück, 07.August 2020 – Zum Start des neuen Ausbildungslehrjahres mit Start 1. August begrüßten Margit und Clemens Tönnies, sowie der Personalleiter Martin Bocklage gemeinsam mit den Ausbildern insgesamt 39 Auszubildende, die ab sofort am Standort in Rheda-Wiedenbrück beginnen. Ein weiterer Azubi startet am 1. September in das erste Ausbildungslehrjahr. „Wir heißen Euch bei Tönnies herzlich willkommen und wünschen Euch alles Gute und viel Erfolg für Eure Ausbildung. Bringt Euch mit Engagement und eigenen Ideen ein und entdeckt eure Stärken. Lasst uns gemeinsam Verantwortung für qualitative, hochwertige Lebensmittel übernehmen“, begrüßte Clemens Tönnies die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Ihr seid ein wichtiger Teil im Team Tönnies. Mit euch gestalten wir die Zukunft. Seid neugierig, stellt Fragen und helft einander“, gab Martin Bocklage den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit auf den Weg. Die 40 Azubis werden in den nächsten zweieinhalb bis drei Jahren Berufe in elf verschiedenen Fachrichtungen ausgebildet. Die größte Gruppe stellen die Industriekaufleute dar (15), danach die Fachkräfte für Industriemechatronik (4), Lagerlogistik (4), Fachinformatik (3), Elektrik (3), Lebensmitteltechnik (3), Mechatronik (2) sowie Berufskraftfahrer (2), Speditionskaufleute (2), KfZ-Mechatroniker (1) und Einzelhandelskaufleute (1). Bereits in den vergangenen Tagen haben sich die neuen Azubis im Testcenterdes Betriebs einem Corona-Test unterzogen. Mit dem negativen Ergebnis konnten am Montag schließlich alle in ihren ersten Arbeitstag starten. Nach der Begrüßung gab es ein erstes Kennenlernen untereinander, die erste verpflichtende Schulungsmaßnahme sowie ein gemeinsames Mittagessen. Mehr Informationen zu den verschiedenen Ausbildungsberufen bei Tönnies gibt es hier: www.karriere-bei-toennies.de/berufseinstieg/

ASP weiter im Vormarsch

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Polen weiter aus. Vier Betriebe mit Hausschweinen in Westpolen sind betroffen. Auch nahe der deutsch-polnischen Grenze gab es einen neuen Fall. Damit bleibt die ASP laut Pig Progress eine ständige Bedrohung für die Schweineproduktion in anderen nordwesteuropäischen Ländern, vor allem in Deutschland. Das Bayerische Umweltministerium reagiert auf die Entwicklungen und leitet weitere Maßnahmen ein. So soll ein rund 100 km langer Zaun entlang der Straßen vor allem nach Tschechien das Einwandern von Wildschweinen verhindern. Drohnen sollen zudem die Wildbewegungen aus der Luft feststellen. Schweinezüchter haben außerdem die Möglichkeit, mit dem neu gestarteten ASP-Früherkennungsprogramm ihre Tiere testen zu lassen. Dass es bisher noch kein bundesweit einheitliches Vorgehen gegen die ASP gibt, wird vom bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber kritisiert. Auch der LBV Brandenburg sieht die Lage nach wie vor kritisch und fordert schon seit Anfang Mai einen festen Zaun zum Schutz vor ASP, mit einer wildschweinfreien Zone, an der Grenze nach französischem und belgischem Vorbild. Obwohl eine Übertragung vom Tier auf den Menschen nach derzeitigem Wissensstand ausgeschlossen und die Erkrankung nur für Haus- und Wildschweine gefährlich ist, drohen sowohl den Schweinehaltern als auch Ackerbauern erhebliche Einschränkungen bei einem Ausbruch. Wesentliche Rechtsgrundlage zur Bekämpfung der ASP ist die Schweinepest-Verordnung (SchwPestV). Weitere Regelungen finden sich im Tiergesundheitsgesetz und der Schweinehygieneverordnung.

ASP weiter im Vormarsch
Einheitliche QS-Regeln für Ferkel aus dem Ausland gefordert

Einheitliche QS-Regeln für Ferkel aus dem Ausland gefordert

Im Januar 2021 tritt das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration in Kraft. Die Qualität und Sicherheit GmbH (QS) hatte bereits erklärt, dass trotz neuer Haltungsauflagen für die deutsche Sauenhaltung, es keinen Ausschluss ausländischer Ferkel aus dem Zertifizierungssystem der QS geben wird. Diese Erklärung löste eine neue Diskussion aus und der Wunsch, nach verbindlichen und einheitlichen Tierschutz-Anforderungen für sämtliche Herkünfte steigt. Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Hubertus Beringmeier, prognostiziert  eine damit einhergehende Wettbewerbsverzerrung: „Eine Absenkung der QS-Anforderungen würde das QS-System auf Dauer gefährden“. Es sei für das QS-System eine Frage der Glaubwürdigkeit, im Zuge des Ausstiegs aus der betäubungslosen Ferkelkastration eine Regelung konsequent umzusetzen, die auch Lieferungen aus anderen europäischen Ländern einbezieht, betonte der WLV in einer Pressemitteilung. Auch der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, fordert für die Tierhaltung eine verbindliche, systemweit gültige Liste von zugelassenen Verfahren, die den Ansprüchen des deutschen Tierschutzrechtes genügen.

Tönnies schafft Wohnraum

Künftig soll Werkvertragsarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern, die ab dem 1. Januar 2021 fest bei Tönnies angestellt werden, standardisierter Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Dazu plant Tönnies den Neubau von Appartements und Wohnungen in der Nähe der Arbeitsplätze. Für die Umsetzung des Bauvorhabens benötigt Tönnies nun Bauland in den Städten und Gemeinden. Das Unternehmen hat dazu in diesen Tagen Kontakt zu Kommunen in der Region aufgenommen und bereits 21 Bürgermeister direkt angeschrieben. Tönnies sieht durch den Neubau eine Entlastung des lokalen Wohnungsmarktes als auch eine stärkere Bindung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an das Unternehmen. „Integration und eine feste Bindung vor Ort gelingt in erster Linie über vernünftige Wohnverhältnisse“, sagt Daniel Nottbrock, Geschäftsführer der Tönnies Holding. Als Vorbild für die Appartements dienen standardisierte Studentenwohnungen in Lemgo. Auf dieser Grundlage sollen in den Neubauten Single-Wohnungen, Paar-Apartments und Mehr-Zimmer-Einheiten entstehen. Beispielsweise Paar-Apartments werden dabei mit rund 27 qm geplant. Je nach Bauland beträgt die Warm-Miete der Paarwohnungen zwischen 400 bis 450 Euro je Wohnung, also rund 200 bis 225 Euro pro Person. Die Single-Wohnungen sollen über rund 16 qm verfügen. Die Miete beträgt rund 300 Euro warm. Alle Wohneinheiten sind mit eigenem Bad und Küchenzeile, voll möbliert sowie mit Elektrogeräten ausgestattet. Das ausführliche Wohnraumkonzept finden Sie unter https://toennies.de/toennies-schafft-wohnraum/

Tönnies schafft Wohnraum
Tönnies Gruppe bekennt sich zu Partnerschaft mit Landwirten aus Region

Tönnies Gruppe bekennt sich zu Partnerschaft mit Landwirten aus Region

Die Tönnies Gruppe ist sich seiner Rolle in der Versorgungskette als Lebensmittelproduzent bewusst. Als Veredler, Vermarkter und Bindeglied zwischen Landwirtschaft und LEH wird das Unternehmen auch in Zukunft verantwortungsbewusst handeln und damit die kleinbäuerlichen Strukturen der deutschen Landwirtschaft erhalten. Dabei konzentriert sich die Unternehmensgruppe künftig noch stärker auf die Mehrwerte und Programme, die Verbraucher und Handel nachfragen und die sich für den Produzenten sowie für die Landwirte monetisieren lassen. Viele dieser Themen sind bereits in der Nachhaltigkeitscharta, der Agenda T30 des Unternehmens verankert. Diese werden schrittweise ausgestaltet. So setzt sich Tönnies dafür ein, mehr Fleisch aus der Haltungsform 2 (StallhaltungPlus) und Haltungsform 3 (Außenklima) darzustellen und damit einen neuen Basis-Qualitätsstandard zu schaffen. Weitere wesentliche Themen im Interview sind die Festanstellung von Werkvertragsarbeitern,  der neue Gesetzesentwurf von Arbeitsminister Heil sowie die Wettbewerbsfähigkeit von Tönnies. Das Interview finden Sie unter diesem Link.  

Tönnies setzt Sofortprogramm um

Die Tönnies Gruppe hat schrittweise die Produktionsbereiche in Rheda-Wiedenbrück wieder geöffnet. Die Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück hob am vergangenen Freitag nach verschiedenen Tests den Produktionsstopp für Schlachtung und Zerlegung auf. Seitdem läuft die Produktion wieder an, zunächst werden ca. 8.000 Schweine pro Tag geschlachtet. Basis für die Öffnung ist ein erweitertes Hygienekonzept. Dieses wurde mit Fachleuten des Landratsamts, des Arbeitsschutzes des Landes NRW und weiteren wissenschaftlichen Experten weiter konkretisiert und in Begehungen und Tests im Werk überprüft. Kern des Hygienekonzeptes sind neue Lüftungsanlagen, dezentrale HEPA-Filtrationsgeräte, die in den Bereichen der Zerlegung installiert worden sind. Sie tauschen die Luft 2,5 Mal pro Stunde aus und reduzieren die im Raum zirkulierende Umluft von potenziell eingetragenen Viren. Die Filteranlagen wurden in den letzten Wochen in Betrieb genommen und in Tests mit den Behörden geprüft. Prof. Dr. Martin Exner vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn hatte direkt nach dem Ausbruch wissenschaftlich darauf hingewiesen, dass die in der Zerlegung zirkulierende Umluft der entscheidende Grund dafür gewesen ist, dass das Virus sich in einigen Bereichen weiterverbreitete und ein Massenausbruch zustande kommen konnte. Die Erkenntnisse sind neu, waren bisher nicht reguliert und wurden nun erstmalig wissenschaftlich untersucht. Sie erklären erstmals u.a., warum es weltweit in Schlachthöfen zu weitreichenden Infektionen kommt. Zum erweiterten Hygienekonzept zählen darüber hinaus wöchentliche Reihentestungen für alle Produktionsmitarbeiter in mobilen Zelten am Werkseingang, ein Adressmanagement aller Beschäftigten zur betrieblichen Rückverfolgung der Beschäftigten, eine strikte Trennung von Mitarbeitern verschiedener Produktionsabteilungen bei Kantinenaufenthalten, eine noch höhere Anzahl an Schulungen für Mitarbeiter sowie verstärkte Kontrollen auf die Einhaltung von Abstandsregelungen und das Tragen eines medizinischen  Mund-Nasen-Schutzes durch Corona-Verantwortliche, die Kontrollgänge durchführen.   Diese und weitere Maßnahmen wird Tönnies mit hohem finanziellen sowie personellem Aufwand und unter Mitwirkung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Produktion und Verwaltung in den Betrieben umsetzen: Wohnen und Arbeit Tönnies stellt bis zum 1. September 2020 1.000 Werkvertragsbeschäftigte in Rheda-Wiedenbrück direkt ein. Bis Ende 2020 ist es das Ziel, alle Mitarbeiter der Kernbereiche direkt beim Unternehmen einzustellen. Für diese Mitarbeiter schafft Tönnies neuen Wohnraum – zunächst in Rheda-Wiedenbrück, im Anschluss auch je nach Bedarf an anderen Standorten. Bis zum 1. September 2020 mietet Tönnies ca. 400 Wohnplätze in Rheda-Wiedenbrück für die künftig Direktangestellten an. Zwei Wohnungsgesellschaften wurden gegründet und arbeiten aktuell unter Hochdruck an dieser Aufgabe. Die bisher vorhandene Zeiterfassung wird zum 1. August 2020 in eine digitale Zeiterfassung überführt mit dem Ziel, Arbeitszeiten effizienter zu überprüfen und zu dokumentieren. „Wir entwickeln unser Unternehmen für die Zukunft weiter. Das Sofortprogramm ist der Startschuss. Es legt fest, wie wir Werkvertragsmitarbeiter direkt einstellen, schnellstmöglich neuen Wohnraum für sie schaffen, bestehenden noch weiter verbessern und sicherstellen, dass wir in der Pandemie unsere Mitarbeiter schützen, um weiter hochwertige Fleisch- und Wurstprodukte herzustellen“, sagt Clemens Tönnies. Tierhaltung Die Tönnies Gruppe ist seit Jahren Vorreiter bei den Fragen des Tierschutzes, der Haltungskennzeichnung und der Transparenz für Verbraucher über die Haltungsbedingungen. Im Sofortprogramm geht die Tönnies Gruppe diesen Weg weiter: Sie bekennt sich zum Ergebnis der Borchert-Kommission des Bundeslandwirtschaftsministeriums und unterstützt die Tierwohlabgabe. Tönnies verfolgt zudem das Ziel, die Produktion von Schweinefleisch künftig zu großen Teilen auf die Haltungsform 2 („Stallhaltung plus“) umzustellen und erweitert das Angebot für die Haltungsform 3 („Außenklima“) auf 3.000 Schweine/Woche und fördert den Bau von Offenfrontställen. Die Maßnahmen des Sofortprogramms werden als erstes in Rheda-Wiedenbrück umgesetzt. Im Anschluss werden ausgewählte, in der Pandemie erforderliche Maßnahmen an anderen deutschen Betrieben umgesetzt. Dabei richtet sich die Ausgestaltung der Maßnahmen an anderen Betrieben nach den geltenden Regeln und Auflagen, den Gegebenheiten und Räumlichkeiten der Betriebe sowie dem Infektionsgeschehen in den Regionen der anderen Betriebe und den damit verbundenen Verordnungen der Behörden während der Pandemie. Das ausführliche…

Tönnies setzt Sofortprogramm um
Preismaske an Schweinestau angepasst

Preismaske an Schweinestau angepasst

Nach vier Wochen Produktionsstopp ist die Schlachtung von Tönnies am Standort Rheda-Wiedenbrück in der vergangenen Woche wieder angelaufen. Das Unternehmen schlachtet mit den aktuell bestehenden Auflagen nach wie vor mit reduzierter Kapazität, sodass die Schlachtgewichte weiter ansteigen werden. Um die landwirtschaftlichen Partner zu entlasten und Preissicherheit zu geben, wird die Abrechnungsmaske mit Wirkung zum 23.07.2020 nach dem Muskelfleischanteil angepasst. Der Gewichtskorridor wird insgesamt um 7 kg nach oben verschoben. Diese Anpassung gilt für die Schlachtstandorte Rheda-Wiedenbrück, Weißenfels sowie Sögel. Bei der Abrechnung der Masteber wird Tönnies ebenfalls auf die erhöhten Schlachtgewichte reagieren und Masteberpartien mit einem durchschnittlichen Gewicht von >105 kg mit mindestens 0,940 Indexpunkte/kg auf Basis der Autofom-Daten bewerten. Zusätzlich zur Maskenerweiterung werden wir Tiere mit einem Schlachtgewicht von >120 kg mit einem Mindestpreis von 1,00 €/kg Schlachtgewicht abrechnen. „Die Behörden haben uns nun die Perspektive gegeben, auch am Standort Rheda-Wiedenbrück wieder zu schlachten und die Kapazität stufenweise hochzufahren“, sagt Dr. Wilhelm Jaeger, Leiter der Abteilung Landwirtschaft. „Daher bieten wir nun unverzüglich unseren landwirtschaftlichen Partnern eine Preisperspektive und Kalkulierbarkeit.“

Sofortprogramm Werkverträge auf dem Weg

Die Tönnies Unternehmensgruppe legt erste Ergebnisse des Sofortprogramms Werkverträge vor. Wie Ende Juni in der Geschäftsführung beschlossen, schafft das Unternehmen bis Ende des Jahres alle Werkverträge in den Bereichen Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung ab. Das Unternehmen setzt sich damit an die Spitze der Branche um auch zukünftig die neue Gesetzgebung vollumfänglich einzuhalten. In einem ersten Schritt werden wir für einen Pilotprojekt 1.000 Beschäftigte bis 30. September direkt einstellen und damit Arbeitsabläufe und -prozesse einspielen. Anschließend folgt bis Ende des Jahres die gesamte Umsetzung an allen deutschen Standorten. Als weiteres Projekt wird die bisher analoge Zeiterfassung, auf eine digitale Methode bis September umgestellt. „Wir packen diese Krise beim Schopfe“, sagt Clemens Tönnies, Geschäftsführender Gesellschafter. „Diese ersten Ergebnisse sind nur der erste Schritt um zu beweisen, dass wir es ernst meinen und mit Hochdruck daran arbeiten die neuen Anforderungen aus Politik und Gesellschaft zu erfüllen“.

Sofortprogramm Werkverträge auf dem Weg
Stau im Schweinestall durch Tönnies-Schließung

Stau im Schweinestall durch Tönnies-Schließung

Seit der KW 25 schon ruht der Schlacht- und Zerlegebetrieb der Firma Tönnies. Und auch wenn der Bereich der Schlachtung seit diesem Donnerstag langsam wieder anläuft und auch die Zerlegung vorerst im Rahmen eines Tests wieder arbeiten darf, so haben sich in den vergangenen Wochen die Tiere in den Ställen der Landwirte gestaut – trotz eingeleiteter Umleitungen an andere Tönnies-Standorte. Zahlreiche Schweinebauern und auch Verbände haben daher zuletzt vermehrt auf diese Lage hingewiesen und eine schnelle Wiederöffnung des Tönnies-Betriebs in Rheda gefordert. Einer von ihnen ist Hendrik Albers. Im Interview mit den Redakteuren der OWL Lokalzeit des TV-Senders WDR spricht er vielen Landwirten aus der Seele. Vielen Dank an dieser Stelle allen Partner-Betrieben für Ihre und Eure Unterstützung. Hier der Link zum Video-Beitrag: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-nach-toennies-schliessung-es-wird-eng-im-schweinestall-100.html

Fakten-Check zur Corona-Situation

In den Medien sind in den vergangenen Wochen immer wieder negative Schlagzeilen zu unserem Unternehmen aufgetaucht. Viele Behauptungen darin waren aber falsch. Um dieser Spirale entgegenzuwirken und den Falschmeldungen den Wind aus den Segeln zu nehmen, haben wir nun einen Faktencheck verbreitet und auch auf die Webseite der Tönnies Unternehmensgruppe gestellt. Hier werden Behauptungen durch Fakten widerlegt und einige Dinge richtiggestellt. Zudem gibt es übersichtlich und transparent interessante Kennzahlen zum Unternehmen Tönnies. Hier könnt Ihr Euch selbst ein Bild der Fakten machen: www.toennies.de/corona

Fakten-Check zur Corona-Situation
Landwirte demonstrieren vor dem Gütersloher Kreishaus

Landwirte demonstrieren vor dem Gütersloher Kreishaus

Zu Beginn der Gespräche zwischen Vertretern der Firma Tönnies und den Behörden über das neue Hygienekonzept, gab es vor dem Kreishaus in Gütersloh eine große Demo. Mehr als 100 Landwirte aus dem Umkreis waren teils mit ihren Traktoren nach Gütersloh gekommen, um die schnelle Öffnung des Tönnies Schlachthofs in Rheda zu fordern. Der Landrat des Kreises, Sven-Georg Adenauer, stellte sich Fragen der Landwirte und versuchte, auf die Sorgen und Nöte einzugehen. Der Hauptkritikpunkt der Landwirte: Die schlachtreifen Schweine könnten nicht vermarktet werden. „Die Situation bei uns in den Betrieben wird dramatisch. Wir wissen nicht mehr, wohin mit den Tieren, die zur Vermarktung anstehen“, sagte Schweinemäster Burkhard Berg aus Lichtenau (Kreis Paderborn). Er fordert ein, dass schnell gehandelt werde. Es sei schon viel Zeit verstrichen. „Die Branche steht mit dem Rücken zur Wand. Und das ist mittlerweile ein deutschland- und europaweites Problem“, sagte er dem Landrat. Die Branche fordere ein, dass die Belange des Tierschutzes berücksichtigt werden. Diese Sorgen und Nöte in vielen Betrieben seien bislang heruntergefallen. Ein Live-Video der Demonstration und des Streitgesprächs mit dem Landrat gibt es auf Facebook unter https://bit.ly/2ZWlgeV.

Franzis-Welt

Corona hält die Welt in Atem und das nicht erst seit den positiven Fällen bei Tönnies. Bei allem Respekt um jeden einzelnen, der aufgrund des Lockdown seine grade wiedergewonnene Freiheit zurückfahren muss: Es stehen aktuell Existenzen und die Gefährdung des Tierwohls auf dem Spiel. Wirft man einen Blick in die USA ist zu sehen, wohin ein Corona-Einbruch in Schlachthöfen führen kann – Nottötungen, Betriebsaufgaben und fehlende Lebensmittelvorräte! Anstatt des aktuellen Kesseltreibens sollten wir innerhalb der Branche gesellschaftlich sowie politisch lösungsorientiert zusammenarbeiten und unsere Energie, die wir zur Bewältigung der Krise und zur Bekämpfung des Virus benötigen, bündeln. Die Fragen, die nach all den Diskussionen bleiben, sind doch: Sind Lebensmittel aus Deutschland wichtig? Ist die heimische Landwirtschaft politisch und gesellschaftlich gewünscht? Hat die inländische Schweinehaltung und -schlachtung eine Zukunft? Nicht ohne Grund zeigen die Viehzählungsergebnisse aus Mai 2020 erneut einen deutlich rückläufigen Schweinebestand. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 2,3 % (584.000 Tiere) auf 25,4 Mio. Schweine. Hinsichtlich der Anzahl der schweinehaltenden Betriebe sind im Vergleich zum Vorjahr sogar 1.200 Betriebe (5,7 %) aus der Produktion ausgeschieden. Es ist keine Zeit für Aufschub. Nichts tun bewegt nichts! Ein Lichtblick zeigt das am vergangenen Freitag stattgefundenen Branchengespräch, zu dem die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die Landwirtschaftsministerinnen aus NRW und Niedersachsen eingeladen hatten. Die Eckpunkte für eine zukunftsfähige Schweinehaltung und Fleischwirtschaft zur Erhöhung der Tierwohl-, Umwelt- und Sozialstandards sind definiert. Wir können weiter diskutieren, ob man den Tönnies-Corona-Ausbruch hätte verhindern können. Oder noch besser: Die Person Clemens Tönnies weiter in die Mangel nehmen. Das bringt jedoch weder mehr Tierwohl in die Ställe, noch nimmt es unsere verantwortungsvollen Verbraucherinnen und Verbraucher in die Pflicht. Wenn es um die Versorgungskette vom Stall bis zum Teller geht, sind wir alle in der Verantwortung – in der Pflicht! Jetzt heißt es, in die Umsetzung zu gehen und der Idee von einer europakonformen Tierwohlabgabe Taten folgen zulassen, sowie die nötigen Rahmenbedingungen zu stellen, damit Landwirte die nötige Grundlage haben, ihre Ställe für ein erhöhtes Tierwohl auch umbauen zu können. Die Bauern sind schon lange bereit – in den nächsten Monaten wird es sich zeigen, ob es auch unsere Politik und Verbraucher sind. In der stillen Hoffnung, dass wir am Ende des Jahres alle offenen Fragen mit JA beantworten können. Die Zeit ist jetzt! Eure Franzi

Franzis-Welt
Video aus Rheda-Wiedenbrück

Video aus Rheda-Wiedenbrück

So sieht es aktuell in unser Produktion in Rheda-Wiedenbrück aus. Menschenleere Wege, gereinigte Bänder, eine stehende Produktion. Doch wir arbeiten daran, dass es bald wieder losgeht. Aktuelle Eindrücke sehen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=yD46rGYpSnY&list=UU4BZpNhgWwYk51kL5hkelcw

Tönnies lässt Taten folgen

Die Tönnies Unternehmensgruppe hat die Fortsetzung der t30-Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Wie bereits Anfang 2020 verkündet, werden die Themenbereiche Arbeit, Wohnen und Ressourcenschutz nun mit konkreten Beschlüssen der Unternehmensführung weiterentwickelt. Clemens Tönnies hatte bereits am vergangenen Samstag angekündigt „Wir machen so nicht weiter“. Nun folgen konkrete Beschlüsse des Marktführers: Abschaffung von Werkverträgen in allen Kernbereichen der Fleischgewinnung – Direkteinstellung dieser Mitarbeiter in die Tönnies Unternehmensgruppe Zügige Schaffung von ausreichend und angemessenem Wohnraum für die Beschäftigten der Unternehmensgruppe an den Standorten Flächendeckende digitale Zeiterfassung an allen deutschen Standorten der Unternehmensgruppe Integrationsprogramme zur Stärkung der gesellschaftlichen Akzeptanz an unseren Standorten Aus- und Fortbildungsprogramme mit Schwerpunkt für übernommener Mitarbeiter Die genannten Regelungen werden ab sofort angegangen und sollen möglichst ab dem 1. Januar 2021 gelten. „Wir wollen auch in Zukunft in Deutschland Fleisch produzieren. Dafür brauchen wir die gesellschaftliche Akzeptanz“, sagt Clemens Tönnies. „Dies gilt über alle Ketten der Fleischproduktion und schließt ausdrücklich die Landwirtschaft mit ein.“

Tönnies lässt Taten folgen
Bayerische Betriebe Bamberg und Kempten arbeiten weiter

Bayerische Betriebe Bamberg und Kempten arbeiten weiter

In den bayerischen Betrieben der Tönnies Gruppe in Bamberg und Kempten läuft die Arbeit weiter. Keiner der Mitarbeiter dort ist mit Corona infiziert. Die Hygiene-Konzepte an den Standorten haben sich bisher bewährt. Man ist weiterhin in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Zudem werden die Beschäftigten weiter intensiv auf die besonderen Hygiene-Richtlinien hingewiesen und das Pandemie-Konzept permanent weiterentwickelt, um mögliche Infektionsrisiken zu reduzieren. Bei Allgäu Fleisch in Kempten werden aktuell die bereits geschlachteten Tiere vor Ort zerlegt. Es gibt eine Art „Fleischstau“, da die Produktion in Rheda-Wiedenbrück geschlossen ist, die sonst die geschlachteten Tiere in Einzelteile zerlegt und weiterverarbeitet. Daher werden die bereits in Kempten geschlachteten Tiere jetzt auch dort zerlegt. In Kürze wird aber der Schlachtbetrieb in Kempten wieder aufgenommen. Die Abnahme der Rohstoffe für Landwirte aus der Region ist aktuell durch andere Betriebe vor Ort gesichert. Der Schlacht- und Viehhof in Bamberg, der zur Stadt Bamberg gehört, setzt die Schweineschlachtung auf gleichbleibendem Level fort. Es werden zurzeit täglich ca. 500 bis 600 Schweine in Lohnschlachtung für Tönnies geschlachtet, an sechs Tagen in der Woche. Auch in Zukunft plant Tönnies auf diesem Level schlachten zu lassen. Die Abnahme der Rohstoffe für Erzeuger vor Ort ist damit gesichert. Die geschlachteten Schweinehälften werden teils direkt an Handelskunden zur Weiterverarbeitung geliefert. Teils gehen sie an Weiterverarbeitungsbetriebe der Lebensmittelindustrie. In Bamberg werden Schweine geschlachtet, die den Richtlinien des Siegels GQ-Bayern (Geprüfte Qualität) entsprechen. Die Schweine stammen aus bayerischen Regionen im Umkreis von ca. 150 bis 200 Kilometern um Bamberg. „Es ist und bleibt wichtig, dass wir Lebensmittel produzieren. Daher sind wir alle seit Monaten hochsensibel – und zwar an allen Standorten. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und mit den zuständigen Behörden vor Ort im engen Austausch“, so Dr. André Vielstädte, Unternehmenssprecher Tönnies Gruppe.

Entscheidung beim Thema Kastenstand vertagt

Eigentlich wollte der Bundesrat in der vergangenen Woche über die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung debattieren. Die Entscheidung um den Kastenstand wurde aber erneut vertagt und der Tagesordnungspunkt abgesetzt, da der Änderungsvorschlag wohl wieder keine Mehrheit gefunden hatte Dabei lag ein Kompromissvorschlag der Länder Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zur künftigen Haltung der Sauen im Kastenstand vor. Diese Lösung würde den Landwirten endlich wieder Rechts- und Planungssicherheit geben. Zudem würde sich ohne eine tragfähige und zeitnahe Regelung die Ferkelerzeugung möglicherweise noch mehr ins Ausland verlagern. Schon jetzt werden fast 12 Mio. Ferkel pro Jahr importiert.        Der nächste Versuch einer Abstimmung soll am 26. Juni im Bundesrat unternommen werden. Tönnies würde eine gesetzliche Regelung begrüßen, die den Schweinebauern Rechts- und Planungssicherheit gibt und die nicht allein die Landwirte durch höheren Aufwand schultern müssen.

Entscheidung beim Thema Kastenstand vertagt
Ferkelkastration ausschließlich unter Schmerzausschaltung

Ferkelkastration ausschließlich unter Schmerzausschaltung

Ende 2018 hatte das Parlament beschlossen, die Übergangsfrist für die betäubungslose Ferkelkastration bis Ende 2020 zu verlängern. Nach der Übergangsfrist gibt es drei Alternativen zur betäubungslosen Kastration, so Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Branchengespräch. Diese Alternativen sind: die Jungebermast, die Impfung gegen Ebergeruch und die Kastration unter Vollnarkose. Der vierte Weg, die Kastration unter Lokalanästhesie, sei laut Klöckner nicht gesetzeskonform, da er keine ausreichende Schmerzausschaltung bietet. Es bleibt noch ein gutes halbes Jahr, um sich auf die Gesetzesänderung vorzubereiten. Nun ist es an Tierhaltern, der Fleischwirtschaft und dem Handel, diese Zeit effektiv zu nutzen, um die Alternativen in der Praxis anzuwenden, so Klöckner. Auch wir werden die verbleibende Zeit bis zum Inkrafttreten der Gesetzesänderung nutzen, um Gespräche mit unseren Produzenten zu führen und sie bei den erforderlichen Umstellungen bestmöglich mit unserer Expertise zu unterstützen.

Tönnies will weiter in Deutschland produzieren

In den vergangenen Wochen ist die politische Diskussion um ein Verbot von Werksverträgen in der Fleischindustrie hochgekocht. Nun läuft alles auf ein eben jenes Verbot hinaus. Wir verfolgen und begleiten diese Entwicklung. Die birgt allerdings die Gefahr, dass die deutsche Fleischindustrie im Vergleich zum europäischen Markt nicht mehr wettbewerbsfähig ist, da in anderen Ländern günstiger produziert werden kann. Die Firma Tönnies betont aber an diesem Zusammenhang ganz deutlich: Wir wollen weiterhin in Deutschland produzieren. Dafür benötigt Deutschlands führendes Fleischunternehmen aber starke Landwirte vor Ort in den Regionen der einzelnen Standorte. Nur mit zuverlässigen Partnern an unserer Seite können wir diese Entwicklung mitgehen und die äußerst schwierige Situation meistern. Zudem wird Tönnies auch in Zukunft auf fleißige Mitarbeiter in den verschiedenen Abteilungen des Unternehmens angewiesen sein – auch in der Produktion. „Auch in Zukunft bieten wir jedem fleißigen Mitarbeiter eine sichere und faire Arbeit“, lautet die klare Botschaft des Unternehmens.

Tönnies will weiter in Deutschland produzieren
Kompromiss für die Haltung von Sauen zeichnet sich ab

Kompromiss für die Haltung von Sauen zeichnet sich ab

Jahrelang wurde um die Neuregelung der Haltung von Sauen im Kastenstand gestritten. Die Länder Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein verständigten sich nun auf einen Kompromissvorschlag zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung: Bereits am Freitag, 5. Juni, soll im Plenum des Bundesrates über den Vorschlag debattiert werden, eine Abstimmung ist möglich. Der Einigungsvorschlag der beiden Länder sieht vor, dass Sauen im Deckzentrum ausgestreckt in Seitenlage liegen können, ohne dass sie an ein bauliches Hindernis stoßen. Eine Beibehaltung des Kastenstandes ist für die Wirtschaftlichkeit unserer deutschen Schweinebauern notwendig. Wir beobachten dieses Thema daher auch weiterhin – insbesondere die Entwicklungen der Debatte im Bundesrat in Berlin.

Mehr Tierwohl: Julia Klöckner fordert Förderprogramm für Stallumbau

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, fordert eine Förderung von Stallumbauten, die nicht mit Kapazitätsausweitungen verbunden sind, sondern zeitnah mehr Tierwohl ermöglich. Das sei gewollt, sowohl von Verbrauchern als auch von Tierhaltern. „Wir brauchen erhebliche Investitionen in Stallumbauten. Nicht um die Tierbestände zu vergrößern, sondern um dem aktuellen Bestand mehr Platz und Bewegung zu bieten“, so die Ministerin. Der Preisdruck in der Tierhaltung und Fleischwirtschaft sei enorm, der Erwartungsdruck ebenso. Um Wettbewerbsverzerrungen und Kostennachteile heimischer Tierhalter innerhalb Europas zu vermeiden, Abwanderungen zu verhindern und regionale Versorgung zu sichern, werde es ohne eine solche Unterstützung für die Tierhalter nicht gehen. „Ein Investitionsförderungsprogramm für die Tierhaltung dient nicht nur der Standortsicherung, sondern vor allem dem Tier- und Umweltschutz.“ Die aktuelle COVID-19-Pandemie habe laut Julia Klöckner auch deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die unabhängige regionale Erzeugung von qualitativ hochwertigen, gesunden und sicheren Nahrungsmitteln sei. Gleichzeitig sei aufgrund klimabedingter Veränderungen und begrenzter Ressourcen mit wachsenden Produktionsrisiken zu rechnen, die von der Landwirtschaft weitreichende Anpassungsleistungen erfordern. Neben dem klaren Fokus auf die Herstellung von Nahrungsmitteln seien das Tierwohl sowie die effiziente Nutzung und der Schutz der natürlichen Ressourcen wichtige Entwicklungspfade im Sinne der Agenda 2030 – gepaart mit Innovation, Forschung und Zukunftsinvestition. Julia Klöckner: „Eine nachhaltige regionale Land- und Forstwirtschaft sichert deutschlandweit regionale Arbeitsplätze und trägt zur wirtschaftlichen Belebung in ländlichen Regionen bei. Der Schutz der Umwelt, der Erhalt der Biodiversität, aber auch die Anpassungen der Wälder an den Klimawandel sind Beispiele, mit denen die Land- und Forstwirtschaft zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum und zu Erreichung der Klimaziele beitragen kann.“ Wir freuen uns, dass Julia Klöckner diesen Vorstoß wagt und damit unserer Forderung nach neuen Stallkonzepten für mehr Tierwohl nachkommt. Wir begrüßen das Investitionsprogramm in vollem Umfang.

Mehr Tierwohl: Julia Klöckner fordert Förderprogramm für Stallumbau
Schweinefleischexport: China verhilft der EU ins Plus

Schweinefleischexport: China verhilft der EU ins Plus

Dank der umfangreichen Lieferungen nach China konnten die Schweinefleischexporte der Europäischen Union im ersten Quartal 2020 das Vorjahresniveau übertreffen. Einschließlich Schlachtnebenerzeugnissen wurden insgesamt 1,4 Millionen Tonnen Schweinefleisch in Drittstaaten verkauft. Das waren 4,2 Prozent mehr als von Januar bis März 2019. Rund 54 Prozent der EU-Schweinefleischverkäufe gingen an Kunden in China. Das für die deutschen Anbieter ausgewiesene Ausfuhrplus fiel dagegen mit 3,1 Prozent auf 310.080 Tonnen bescheiden aus. Grund war der geringere Export von Schlachtnebenerzeugnissen; bei der gekühlten und gefrorenen Ware war dagegen ein Anstieg von 16,9 Prozent auf 189.200 Tonnen zu verzeichnen. Die Exporte, vor allem nach China, geben unseren Lieferanten und uns verhältnismäßige Planungssicherheit hinsichtlich der Rohstoffabnahme. Erfreulich ist zudem, dass auch die Nachfrage in Deutschland nicht abnimmt.

Tönnies fordert faire Werkverträge für die deutsche Wirtschaft

Die Tönnies Unternehmensgruppe bringt im Dialog mit den Arbeitsministern Karl-Josef Laumann und Hubertus Heil eine konsequente und konstruktive Neuregelung von Werkverträgen ins Spiel. Tönnies schlägt der Bundesregierung eine faire und wirtschaftlich vernünftige Lösung vor. „Wir brauchen in der gesamten deutschen Wirtschaft einen fairen Werkvertrag mit klaren Strukturen und Verantwortlichkeiten“, sagt Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. „Die Corona-Pandemie legt in allen Bereichen der Wirtschaft Stärken und Schwächen offen“, sagt Tönnies. „Mit unseren Strukturen in den Bereichen Arbeit und Wohnen ist es uns in der ersten Welle der Pandemie gelungen, das Virus aus den Betrieben zu halten. Dies ist auch ein Verdienst unserer Arbeit in den vergangenen zehn Jahren, in denen wir den Werkvertrag und die Unterbringung der vorübergehend eingesetzten osteuropäischen Beschäftigten konsequent weiterentwickelt haben. Das haben offenbar nicht alle gemacht. Jetzt braucht es einen bundeseinheitlichen Standard, an den sich alle halten müssen.“ Konkret schlägt der Unternehmer fünf Punkte vor: Abschaffung von Werkverträgen auf Basis der A1-Arbeitnehmerentsendung. Das heißt: deutsches Arbeitsrecht und deutsche Sozialversicherung für alle Beschäftigten. Abschaffung von undurchsichtigen Sub-Sub-Konstruktionen. Ausschließlich Werkverträge unter 2 Partnern bleiben zulässig: Auftraggeber und Auftragnehmer. Erweiterung der Durchgriffshaftung des Auftraggebers auf die Verhältnisse des Wohnraums, der Auftraggeber haftet für eine menschenwürdige und wirtschaftlich faire Unterbringung aller Beschäftigten. Die Ausgestaltung der Wohnraum-Verhältnisse sowie die der Werkverträge in Bezug auf die faire Behandlung der Arbeitnehmer wird durch eine unabhängige Stelle / Zertifizierungs-Organisation (TÜV/SGS o.a.) zwingend überwacht. Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns in der Branche auf 12,00 € (brutto/Std.). Tönnies bietet der Bundesregierung an, seine Fachexpertise in den Gesetzgebungsprozess einzubringen. „In unserer Zusammenarbeit beispielsweise mit der Kommende Dortmund, dem Sozialinstitut der katholischen Kirche, dem Sögeler Weg und dem Runden Tisch in Rheda-Wiedenbrück, haben wir über Wohnen, Arbeit und Integration viel gelernt und verbessert. Jetzt ist es Zeit für eine Neuausrichtung mit klaren Strukturen und Verantwortlichkeiten für die gesamte Wirtschaft“, stellt sich Tönnies hinter die Intention der Bunderegierung. Tönnies schränkt aber auch ein: „Eine Pauschalkritik des Werkvertrags ist hingegen nicht gerechtfertigt, schließlich ist die arbeitsteilige Produktion in Deutschland ein Rückgrat der Wirtschaft. Zur Wettbewerbsgleichheit brauchen wir klare Regeln für die gesamte deutsche Wirtschaft, im Bauwesen, dem Online-Versandhandel, der Logistik oder dem Schiffsbau. Da Werkverträge quasi überall angewendet werden, brauchen wir hier einen gesetzgeberischen Standard“, fordert Clemens Tönnies. Ein generelles Verbot von Werkverträgen nur in einer Branche, der Fleischwirtschaft, hätte große wirtschaftliche Risiken für die deutsche Agrarwirtschaft zur Folge. „Wir sind angewiesen auf fleißige Menschen, die unsere heimische Produktion hier erst ermöglichen. Durch ein einseitiges deutsches Verbot besteht die Gefahr, dass Tierhaltung, Schlachtung und Veredelung hier nicht mehr wettbewerbsfähig sind und durch Produzenten in europäischen Nachbarländern wie Polen, Rumänien oder Spanien ersetzt werden.

Tönnies fordert faire Werkverträge für die deutsche Wirtschaft
Italiens Schweinehaltung steht vor problematischen Auswirkungen der Corona-Pandemie

Italiens Schweinehaltung steht vor problematischen Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die Nachfrage nach Schweinefleisch ist in Italien durch ein verändertes Konsumverhalten während des Corona-Shut-Downs gesunken. Die Exporte können den Überschuss nicht auffangen, da zu wenige Betriebe eine Exporterlaubnis beispielsweise nach China besitzen. Schlachthöfe und Verarbeiter haben die Aktivitäten kurzfristig heruntergefahren, bei Schweinehaltern ist das allerdings nicht möglich. Rund 200.000 Schweine wurden daher in Italien nicht geschlachtet, während zugleich die Kosten für das Tierfutter anstiegen. Die Ställe sind überfüllt, junge Masttiere sind auf dem Weg. Eine mögliche Konsequenz ist die Verringerung der Ferkelzahlen. Die Situation in Italien spitzt sich zu. Eine bislang stabile Nachfrage in Deutschland sowie stabile Exporte, u.a. nach China, ermöglichen unseren Lieferanten und uns eine verhältnismäßig gute Planungssicherheit, was die Abnahme der Tiere betrifft.

Erste Testergebnisse bestätigen Tönnies-Präventions­maßnahmen

Nach Veröffentlichung der ersten 1047 Proben (Stand 14.5. 9 Uhr) aus den risikostärksten Bereichen vom Tönnies Standort in Rheda-Wiedenbrück, sind hiervon null positiv getestet. Dies hat der Kreis Gütersloh bekannt gegeben. Bis jetzt wurden mehr als 2100 Proben von Tönnies Mitarbeitern genommen, die Auswertung erfolgt im OWL Testcenter, das täglich 500 Probeanalysen vorgesehen hat. Weitere Probennahmen folgen in den kommenden Tagen, auch an anderen Standorten. Alle 170 Tests am Standort Kellinghusen fielen ebenfalls negativ aus. „Die Ergebnisse bestätigen, dass wir keine COVID -19 Großlage wie in anderen Landkreisen haben,“ sagt Dr. Gereon Schulze Althoff, Leiter des Pandemiestabs bei Tönnies. „Auch nach diesem Zwischenergebnis setzen wir unsere Strategie zur Risiko-Minimierung fort. Wir entscheiden lageorientiert und bauen auf diesem Wissen auf, wenn positive Testergebnisse eintreffen.“ Es sei kein Ergebnis, auf dem man sich ausruhen könne, führt Schulze Althoff weiter aus. Aber es zeige, dass die getroffenen Maßnahmen der Risiko-Minimierung Stand jetzt gegriffen hätten. Die Arbeit des Unternehmens ist seit Beginn der Pandemie auf zwei Dinge ausgerichtet: den Schutz der Mitarbeiter und die Versorgungssicherheit mit Fleisch und Wurst. Seit Februar analysiert und bewertet das Unternehmen kontinuierlich die Maßnahmen im Pandemie-Krisenstab. Diese Arbeit wird in den folgenden Wochen fortgesetzt, nun mit nochmals verschärften Regeln des Hygienekonzepts.

Erste Testergebnisse bestätigen Tönnies-Präventions­maßnahmen
Bundeseinheitliche Regelungen und Auditierungen von Wohnungen gefordert

Bundeseinheitliche Regelungen und Auditierungen von Wohnungen gefordert

„Die politischen Äußerungen der vergangenen Tage sind für mich verwunderlich, schließlich halten wir uns an Recht und Gesetz, sind Vorreiter in Sachen Wohnen und schaffen übergesetzliche Standards“, sagt Clemens Tönnies zu den scharfen Forderungen von Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann und Bundesminister Hubertus Heil in Richtung der gesamten Fleischbranche. „Wir bieten an, unsere Erfahrungen an einem runden Tisch mit den Arbeitsministern Laumann und Heil einzubringen, es besteht Bedarf an einem konstruktiven Dialog.“ Tönnies fordert in diesem Zusammenhang von der Politik bundeseinheitliche Regelungen und Auditierungen von Wohnungen. „Wir brauchen verlässliche Standards, die überprüft und auditiert werden. Das gilt branchen-übergreifend für die Fleischbranche, genauso wie für das Bauwesen, den Maschinenbau, Dienstleistungssektor oder Online-Versandhandel.“ Dafür hat Tönnies einen 14-Punkte-Plan erarbeitet: Aufbau eines Tönnies Testcenters für PCR-Tests auf COVID-19 im Anschluss an die behördlichen Proben. Freiwillige PCR-Testung von Kontaktpersonen der Kategorie 1 und 2, wenn nicht schon behördlich durchgeführt. PCR-Testung aller Beschäftigten, die bisher in Wohneinheiten > 10 Personen lebten. PCR-Testung aller Beschäftigten, die > 96 Stunden nicht im Betrieb waren. PCR-Testung im Wohn- und Besuchsumfeld bei zukünftigen Frühwarnmeldungen der Gesundheitsbehörden. PCR-Testung aller Fieberpositiven der täglichen Temperaturmessungen mit Thermoscanner an den Produktionseingängen. Quarantäne aller neuen Mitarbeiter bis zur Vorlage eines Negativ-befundes. Vorhalten von Stand-by Quarantäne Wohnraum für Infizierte. Wöchentliches Antikörperscreening einer repräsentativen Stichprobe im Tönnies-Labor zur Ermittlung einer potentiellen Dunkelziffer. Reduktion der Wohneinheit auf maximal 10 Personen pro Wohneinheit. Keine Sammelunterkünfte wie ehemalige Kasernen. Dringende Bitte um Besuchsminimierung von Externen für alle Beschäftigten. Intensivierung der Wohnraumberatung durch die Tönnies Integrationsbeauftragte. Reduktion der Transportdichte in PKW auf maximal 5 Passagiere/ Fahrzeug mit Mundschutzpflicht. Einrichtung eines kooperativen Frühwarnsystems mit den Gesundheitsämtern der Landkreise. Bei Covid-positiven von Dienstleistern direkt Meldung auch im Fall, dass eine Kontaktpersonen-Ermittlung am Arbeitsplatz nicht erforderlich ist.

Transparenz bei der Schlachtung von Rindern

An den Tönnies Rinderschlachthöfen in Legden, Wilhelmshaven, Badbergen und Kempten werden jetzt Klassifizierungs- und Befunddaten aus der Schlachtung an die Landwirte und weitere Wirtschaftsbeteiligte online zurückgemeldet. „Damit wird dieses Angebot an die Landwirtschaft jetzt erstmals bundesweit eingesetzt“, erklärt Karl-Heinz Schlegel, der bei Tönnies für den Bereich Rind verantwortlich ist. Neu ist dabei auch die Datenübermittlung noch am Tage der Schlachtung. Ermöglicht wird das durch die Datenplattform Qualifood®. In Bayern hat sich das System seit über zehn Jahren bewährt. Über www.qualifood.de können Rinderhalter und Viehhandelsorganisationen oder Erzeugergemeinschaften Zugang zu dieser zentralen Infoplattform bekommen und tagesaktuelle Informationen zu ihren Schlachttieren ansehen. Zusätzlich sind verschiedene Schlachtauswertungen und Vergleichsmöglichkeiten zu vergangenen Schlachtungen möglich. „In Kempten haben wir damit bereits gute Erfahrungen gemacht“, so Schlegel. Hohe Transparenz in Bezug auf Herkunft, Qualität und Gesundheitsstatus der Rinder Neben den Daten der neutralen Klassifizierung finden auch die Daten aus der amtlichen Schlachttieruntersuchung mit der entsprechenden Tierkörper- und Organuntersuchung der Tiere Eingang in die Datenplattform. „Für die Beteiligten der Produktions- und Vermarktungskette sowie der Beratungsorganisationen sind je nach Berechtigungskonzept die Klassifizierungsergebnisse und die Befundinformationen aus der Schlachttieruntersuchung verfügbar“, so Dr. Christian Kagerer, Geschäftsführer des Fleischprüfring Bayern, der die Plattform entwickelt hat. Einmal freigeschaltet können die Beteiligten somit unmittelbar nach der Schlachtung online auf Klassifizierungs-, Befund- und Kontrolldaten sowie weitere Informationen zugreifen. Datenschutz spielt eine wichtige Rolle Seit Anfang des Jahres steht dafür auch eine App für Android- und iOS-Geräte zur Verfügung, um die Daten auch mobil sowie auf Wunsch per Push-Meldung auf das Smartphone oder Tablet zu bekommen. Der Datenschutz und die Sicherheit der Daten spielen eine wichtige Rolle, denn nur registrierte Nutzer, die sich zuvor angemeldet haben, erhalten über eine individualisierte Kennung Zutritt zu Qualifood®. Interessierte erhalten online alle Informationen zur Anmeldung. „Die Zusammenführung und Kommunikation der Daten aus den verschiedenen Quellen entlang der Produktionskette bringt eine hohe Transparenz in Bezug auf Herkunft, Aufzucht und Haltung der Tiere und trägt damit auch zu einer stetigen Verbesserung des Verbraucherschutzes bei“, betont Karl-Heinz Schlegel. Eindeutige Rückschlüsse auf die Tiergesundheit Die schnelle Rücklieferung wichtiger Informationen etwa zur Tiergesundheit und die damit verbundene Transparenz in der Produktionskette erlaubt wichtige Rückschlüsse zur Tiergesundheit und deckt Verbesserungspotentiale auf. Die Tiergesundheitsinformationen werden bewertet und in einem einfachen Ampelsystem gewichtet. Die Rinderhalter können die Entwicklung der Qualität und der Tiergesundheit ihrer vermarkteten Tiere über einen längeren Zeitraum auswerten und vergleichen. „Dieses Angebot an die Beteiligten der Lieferkette nutzt den Tieren, den Rinderhaltern und damit in der Konsequenz auch den Kunden und Verbrauchern“, ist Schlegel sicher.

Transparenz bei der Schlachtung von Rindern
Neue ASP-Fälle an der polnischen Grenze zu Brandenburg

Neue ASP-Fälle an der polnischen Grenze zu Brandenburg

Erneut wurden tote, mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Schweine nahe der deutsch-polnischen Grenze auf der Höhe Brandenburgs gefunden. Die Fälle betreffen die Landkreise Nowosolski, Zielona Góra und Wschowski. Damit sind aktuell insgesamt sieben Wojewodschaften betroffen. Die ASP breitet sich in Polen aus und rückt immer mehr in Richtung Deutschland vor. Der brandenburgische Landesbauernverband (LBV) fordert deswegen nun die Errichtung einer festen Zaunanlage an der Grenze zu Polen. Der Zaun soll nach belgischem Vorbild um eine weitere Zaunanlage im Landesinneren ergänzt werden, um so eine wildschweinfreie Pufferzone zu etablieren.

Corona-Prävention bei Tönnies: Wärmebildsensoren messen Körpertemperatur

Beim Zutritt zu den Produktionsstandorten setzt Tönnies als eines der ersten deutschen Industrieunternehmen auf den Einsatz von Wärmebildsensoren. Mit der digitalen Temperaturmessung in Echtzeit wird bei jedem Mitarbeiter die Körpertemperatur gemessen. Ist diese zu hoch, wird dem Mitarbeiter der Zugang verwehrt und aufgefordert mit seinem Hausarzt Kontakt aufzunehmen. Die Maßnahme ist ein Bestandteil des Corona-Präventions-Plans im Unternehmen. „Fieber und erhöhte Körpertemperatur sind ein Symptom auf eine Corona Erkrankung“, sagt Unternehmenssprecher Dr. André Vielstädte. „Mit dieser Investition bekommen unsere Mitarbeiter ein Stück weit mehr Sicherheit an ihrem Arbeitsplatz.“

Corona-Prävention bei Tönnies: Wärmebildsensoren messen Körpertemperatur
Franzis Welt: Frauen in der Landwirtschaft

Franzis Welt: Frauen in der Landwirtschaft

Als dritte Tochter eines Landwirts gab‘s zu meiner Geburt vom Stammtisch eine Beileidskarte – kleiner Spaß der 90er? Von wegen, als meine Schwester (die unseren Hof wie ich behaupten würde, mindestens so gut führt, wie es ein potenzieller Bruder könnte) vor zwei Jahren ihre Zwillinge zur Welt gebracht hat, hätte die Reaktion nicht klischeehafter sein können, als klar war, dass ihre beiden Sprösslinge zwei Jungs sind. Die Hofnachfolge gilt seitdem quasi als gesichert. Ja, Klischees machen das Leben leichter. Galten Frauen lange als nicht geeignet für akademische Laufbahnen, den Krieg oder die Politik, zeigen uns heute starke Frauen wie Emma Watson, Oprah oder unsere Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, dass wir Frauen mehr können als ausschließlich unserer Bestimmung zur Mutterschaft und häuslichen Verantwortung nachzukommen. Doch wie sieht die Stellung der Frau im traditionsgeprägten Berufsfeld Landwirtschaft aus? In Deutschland arbeiten ca. 341.000 Frauen in der Landwirtschaft. Wobei nur 10 Prozent unserer landwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt werden - damit liegen wir im Europavergleich auf dem viertletzten Platz. Wow! Obwohl ein Viertel der deutschen Landwirtinnen einen Hochschulabschluss haben und knapp ein Drittel eine landwirtschaftliche Ausbildung, werden die führenden Positionen wie so häufig vom männlichen Geschlecht besetzt. Natürlich macht auch die Gehaltsdebatte vor der Landwirtschaft nicht halt, so verdienen Landwirtinnen im Schnitt 13 % weniger als ihre männlichen Kollegen, in vergleichbaren Positionen. Ungeachtet dessen, dass Frauen in der Landwirtschaft im internationalen Durchschnitt 13 Stunden pro Woche länger arbeiten als Männer. Wo seid ihr Emma Watson’s der deutschen Landwirtschaft? Ihr seid die gute Seele des Hofes, Caterer zur Erntezeit, haltet Euren Männern den Rücken frei, seid Richterin, Psychologin, Krankenschwester, Kinderärztin, Köchin, Haushaltsmeisterin und vieles mehr…seid stolz auf Euch! Und vor allem seid stolz auf Euren Beruf! Und bei Tönnies? …hier hat sich in den letzten Jahren, was die Stellung der Frau angeht, bereits einiges getan. Branchenbedingt ist die Mehrheit unserer Führungsebene zwar nach wie vor männlich besetzt, doch zeigen zahlreiche Erfolgsgeschichten im Unternehmen, dass auch jeder Frau die Tür nach „oben“ offen steht. Beispielsweise liegt die Leitung des Controlling Meat oder des Fleischvertriebs in weiblicher Hand. Zudem wurden in der Vergangenheit diverse Möglichkeiten geschaffen, damit junge Mütter wieder in ihren Beruf einsteigen können. Sei es über flexible Teilzeitbeschäftigungen oder das Arbeiten im Homeoffice. Ganz zu schweigen von unserer betriebseigenen Kita. Wie in all unseren Prozessen gilt auch hier, Stillstand ist Rückschritt und es gibt immer noch etwas zu verbessern. So nehmen wir seit diesem Jahr am CrossMentoring-Programm teil, ein Projekt, das speziell für junge Frauen mit Karriereambitionen ins Leben gerufen wurde. Ganz persönlich kann ich sagen, dass ich mich als Frau bei Tönnies noch nie benachteiligt gefühlt habe, im Gegenteil! Tönnies fordert und fördert, unabhängig von Geschlecht, Nationalität oder Glaube. Und eins würde ich immer unterschreiben, im Team Tönnies startest Du in eine Laufbahn voller spannender Herausforderungen!

Fristen des Aktionsplans Kupierverzicht im Blick behalten

Seit dem 1. Juli 2019 gilt der Aktionsplan Kupierverzicht. Seitdem müssen Schweinehalter eine Tierhaltererklärung vorhalten und bei ihrem zuständigen Veterinäramt abgeben. Die Betriebe dürfen keine Schwänze der Schweine kürzen, solange das Kupieren nicht zwingend erforderlich ist. Halter, die weiterhin kupieren wollen oder aufgrund von Schwanzbeißproblemen im eigenen Betrieb müssen, müssen darin die Unerlässlichkeit des Schwänzekürzens nachweisen. Bevor eine solche Tierhaltererklärung erteilt werden kann, ist eine Risikoanalyse erforderlich. Darin müssen die Schwanz- und Ohrverletzungen bei Saug- und Aufzuchtferkeln sowie bei Vor- und Endmastschweinen anhand von Stichproben einmal in sechs Monaten erfasst und dokumentiert werden. Aus den erhobenen Daten der vorangegangenen zwölf Monate wird dann ein Mittelwert der Verletzungen errechnet. Nur wenn mehr als 2 Prozent der Tiere Verletzungen an Schwanz oder Ohren aufweisen, darf weiterhin kupiert werden. Für 2020 ist mit intensiven Kontrollen zu rechnen. Also denken Sie daran, Ihre Tierhaltererklärung rechtzeitig zu erstellen und an das Veterinäramt weiterzuleiten.

Fristen des Aktionsplans Kupierverzicht im Blick behalten
Jetzt ASP-Statusbetrieb werden

Jetzt ASP-Statusbetrieb werden

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Polen weiter aus, die Gefahr eines Ausbruchs in Deutschland bleibt weiterhin hoch. Daher hat die Bundesregierung Änderungen beschlossen für Schweinehalter, die Transport-Sperren unterliegen: Diese Betriebe können nun Statusbetrieb werden, denen Behörden im Seuchenfall wesentlich schneller und unbürokratischer Ausnahmegenehmigungen für den Transport aus gefährdeten Gebieten erteilen können. Zudem entfällt durch den Status die zeitintensive Beprobung der Tiere zum Verkauf. Um Statusbetrieb zu werden, müssen Sie folgende Dinge tun: Untersuchung zweier verendeter Tiere pro Woche Zweimal pro Jahr klinische Untersuchung des gesamten Bestands Konsequente Einhaltung der rechtlichen Biosicherheitsvorgaben Beprobung der Tiere durch einen Amtstierarzt oder einen amtlich bestellten Tierarzt Wir sehen die Änderung der Pestverordnung als einen sinnvollen Schritt an, um den wirtschaftlichen Betrieb von Höfen im Falle eines Seuchenausbruchs in Deutschland aufrechterhalten zu können.

Antibiotikaverbrauch in der Tierhaltung weiterhin auf niedrigem Niveau

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat die Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit mit Antibiotika für das 2. Halbjahr 2019 veröffentlicht. Obwohl die Zahlen in der Ferkelaufzucht und Schweinemast erstmals wieder leicht angestiegen sind, befindet sich der Einsatz von Antibiotika weiter auf niedrigem Niveau. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass sich der Antibiotikaeinsatz seit längerer Zeit auf ein niedriges Niveau eingependelt hat. Dies zeige, dass die Grenze für Optimierungsmöglichkeiten erreicht zu sein scheint. Schließlich könne aus tiergesundheitlicher Sicht und aus Tierschutzgründen nicht komplett auf den therapeutischen Einsatz von Antibiotika verzichtet werden. Wir freuen uns über diese Entwicklung. Auch wir halten unsere landwirtschaftlichen Partner an, Antibiotika nur dann einzusetzen, wenn es tiermedizinisch notwendig ist. Nur so kann der Einsatz auf ein Minimum reduziert werden.

Antibiotikaverbrauch in der Tierhaltung weiterhin auf niedrigem Niveau
Isofluran-Gerätetests in Schlussphase

Isofluran-Gerätetests in Schlussphase

Aufgrund der Corona-Krise verschiebt sich der Abschluss der Zertifizierung von Isofluran-Narkosegeräten. Derzeit werden vier der fünf in Deutschland angebotenen Geräte getestet. Das fünfte Gerät ist bereits angemeldet, jedoch fehlen noch wichtige Zubehörteile aus der Schweiz. Trotz des Lieferengpasses soll die Testreihen bis Ende April abgeschlossen und die Geräte zertifiziert werden können. Aufgrund der zeitlichen Verzögerung verschiebt sich allerdings der Start der Schulungen zur Isofluran-Narkose. Schließlich kann erst geschult werden, wenn die Schulungskonzepte von den zuständigen Landesbehörden anerkannt und die Geräte zertifiziert wurden. Es ist begrüßenswert, dass die Zertifizierungen bald abgeschlossen sind. Umso früher können Landwirte auf die Kastration unter Betäubung umsteigen und ihre Förderungsgelder beantragen.

Corona: Keine Ansteckungsgefahr durch Schweine

Coronaviren kommen in der Natur auch bei Nutztieren vor. Allerdings unterscheiden sich diese von den Erregern der schweren respiratorischen Erkrankungen des Menschen deutlich. Trotzdem besteht noch immer die Frage, ob und wie sich SARS-CoV-2 von Mensch zu Tier überträgt und umgekehrt. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat sich mit der Frage beschäftigt, wie empfänglich Huhn und Schwein für das neue Virus sind. Im Rahmen von Infektionsstudien wurde den Tieren SARS-CoV-2 in die Nase verabreicht. So wurde der natürliche Infektionsweg beim Menschen über den Nasen-Rachenraum nachgeahmt. Anschließend untersuchten die Wissenschaftler, ob die Tiere infiziert wurden, den Erreger vermehrten und Krankheitssymptome zeigten. Darüber hinaus untersuchten die Forscher, ob die Tiere den Erreger wieder ausscheiden und somit eine potenzielle Gefahr für den Menschen darstellen könnten. Das Ergebnis: Weder Schweine noch Hühner erwiesen sich unter den Versuchsbedingungen als empfänglich für eine Infektion mit SARS-CoV-2. Die komplette Auswertung aller Versuchsreihen wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Daher werden vollständige Ergebnisse zur Wirkung des neuartigen Coronavirus auf Nutztiere erst gegen Anfang Mai erwartet. Wir sprechen uns ausdrücklich für weitere solcher Tests aus. Denn diese Untersuchungen leisten einen weiteren Beitrag, um das Coronavirus besser zu verstehen.

Corona: Keine Ansteckungsgefahr durch Schweine
NRW sucht innovative Konzepte zur landwirtschaftlichen Tierhaltung

NRW sucht innovative Konzepte zur landwirtschaftlichen Tierhaltung

Das Landwirtschaftsministerium von NRW sucht in Zusammenarbeit mit der Bauförderung Landwirtschaft (BFL) innovative Konzepte zur landwirtschaftlichen Tierhaltung und deren Transfer in die landwirtschaftliche Praxis. Neben dem „Stall der Zukunft wird eine wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige „Tierhaltung mit Zukunft“ gesucht. Diese kann sich aus Stallkonzepten sowie Kombinationen einzelner Techniken oder Systeme zusammensetzen. Unternehmen, Schweinehalter und andere innovative Menschen dürfen Vorschläge einreichen. Ziel ist es, eine vergleichende Darstellung von Techniken, Systemen und Haltungsverfahren mit Schwerpunkt auf mögliche Zielkonflikte im Bereich Tier- und Umweltschutz zu schaffen. Dazu gehört eine unter vergleichbaren Kriterien und Rahmenbedingungen durchgeführte Praxiserprobung mit wissenschaftlicher Evaluierung. Entsprechende Kriterien sollen noch dieses Jahr festgelegt werden. Die Evaluierung soll bis 2023 andauern. Tönnies begrüßt den Vorschlag des Ministeriums. Um eine für alle tragbare und umsetzbare Strategie zu entwickeln, ist die Zusammenarbeit verschiedener Akteure wichtig. Auch wir schreiten in dieser Richtung mit unseren Offenfrontställen voran.

Bundesrat einigt sich auf neue Dünge-VO und erntet Kritik

Am vergangenen Freitag einigte sich der Bundesrat in einer Sondersitzung auf eine neue Düngeverordnung. Die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein und Thüringen stimmten erst während der Sitzung dem Kompromissantrag des Saarlands zu, laut dem die Länder der Verordnung ohne Änderungen zustimmen unter der Prämisse, dass die Maßnahmen in den roten Gebieten erst ab Januar 2021 in Kraft treten. Der pauschale Abschlag von 20 % der Stickstoffdüngung unter den pflanzlichen Bedarf wird damit nun Gesetz. Kurz vorher hatten die Bundesministerien für Landwirtschaft und Umwelt mit der EU-Kommission noch einen Aufschub der Umsetzungsfrist für die Ausweisung besonders belasteter und damit strenger zu reglementierenden Gebiete bis zum Jahreswechsel ausgehandelt. Nun haben die Länder mehr Zeit, um die roten Gebiete mit einer verpflichtenden Binnendifferenzierung auszuweisen. Somit haben auch die Landwirte mehr Zeit, um ihre Produktion entsprechend anzupassen. Fachverbände und Experten deutscher Agrar-Universitäten kritisieren diese Verschärfungen. So bezeichnet der Deutsche Bauernverband (DBV) zum Bespiel, die neue Verordnung als fachlich mangelhaft. Die Berufsvertretung Landschaft schafft Verbindung (LsV) zweifelt an der Umsetzbarkeit der Binnendifferenzierung roter Gebiete im vorgegebenen Zeitraum durch die Landesregierungen. Professor Klaus Dittert von der Georg-August-Universität in Göttingen bezeichnet die neue Verordnung als schlechten Kompromiss für die Landwirtschaft und verurteilt insbesondere die pauschale Kürzung der Stickstoffdüngung um 20 % in den roten Gebieten, da damit Landwirte pauschal bestraft, aber keine gezielten Anreize für das eigentliche Nährstoffproblem gesetzt würden. Der Entwurf, den die Bundesregierung bis zum 30. Juni vorlegen muss, sollte Vorschriften in dem Maße beinhalten, dass sie nicht auf Kosten der Landwirte gehen. Währenddessen sollte der Aufschub bis Januar 2021 genutzt werden, um neue Maßnahmen zur Reduzierung des Stickstoffs in der Gülle auf den Weg zu bringen. Ein Weg ist die TONISO-Fütterung mit der nachgewiesenen Stickstoffreduzierung um bis 30%.

Bundesrat einigt sich auf neue Dünge-VO und erntet Kritik
SWR-Redakteurin Sigrid Born erhält Bernd-Tönnies-Medienpreis

SWR-Redakteurin Sigrid Born erhält Bernd-Tönnies-Medienpreis

Sigrid Born ist die Preisträgerin des Bernd-Tönnies-Preises 2020. Den alle zwei Jahre von der Tönnies Forschung verliehenen und mit 10.000 Euro dotierten Preis erhält die Journalistin des Südwestrundfunks für ihre TV-Dokumentation „Ethik oder Etikettenschwindel – Biofleisch zwischen Tierwohl und Trittbrettfahrern“. Der Film war kurz vor Weihnachten des vergangenen Jahres im Rahmen der Doku-Reihe „Die Story im Ersten in der ARD ausgestrahlt worden. Der vom Saarländischen Rundfunk und der Produktionsfirma Die Filmschmiede produzierte Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob Biofleisch tatsächlich so hergestellt wird, wie Verbraucher sich das vorstellen. Normalerweise wird der Preis stets beim Symposium der Tönnies Forschung in Berlin überreicht. Doch aufgrund der Corona-Krise musste die Veranstaltung kurzfristig verschoben werden. Dennoch war die Freude bei der Preisträgerin groß, als sie von der Entscheidung der Fachjury erfuhr. In ihrem Beitrag nimmt Sigrid Born die Zuschauer mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Mal zeigt sie kleine, süße Ferkel – dann verstörende Bilder. „In nur 45 Minuten lernt der Zuschauer, dass auch das Tierwohl bei der Fleischnachfrage nur schwer umzusetzen ist“, lobt Jurymitglied Martina Lenk den Siegerbeitrag. „Sigrid Born schafft es, ohne erhobenen Zeigefinger und Appelle am Ende des Beitrags uns alle daran zu erinnern, dass es in der Tierhaltung bisher kein Schwarz und Weiß, kein richtig und falsch gibt“, ergänzt Kuratoriums- und Jurymitglied Mechthild Bening. „Darum fördern wir bei der Tönnies Forschung wissenschaftlich nachprüfbare Forschungsprojekte, die sich mit der Verbesserung des Tierwohls befassen.“ Entscheidend sei der verantwortungsbewusste Umgang des Landwirtes mit dem Tier und des Verbrauchers mit dem Produkt Fleisch. Um den Bernd-Tönnies-Preis hatten sich erneut zahlreiche Journalisten namhafter Medien aus Funk, Fernsehen, Print und Online beworben. „Die Qualität der eingereichten Beiträge war sehr hoch. Uns ist die Entscheidung daher in diesem Jahr besonders schwergefallen“, heißt es in der Begründung der Jury. Der Bernd-Tönnies-Preis wird alle zwei Jahre von der gemeinnützigen Tönnies Forschung vergeben, um den sachlichen und aufgeklärten Journalismus zu Fragen des Tierschutzes in der Nutztierhaltung zu fördern.

Tönnies unterstreicht Bedeutung der Landwirte in Zeiten der Corona-Krise

Tönnies betont in der Corona Pandemie die Bedeutung der gesamten Erzeugerkette von Fleisch. Aktuell ist die Inlandsnachfrage nach Fleisch vom Endverbraucher gut. Gleichzeitig ist der Großverbrauchermarkt wie Restaurant und Kantinen komplett eingebrochen. Das Unternehmen betont daher die heimische Lieferkette: „Wir brauchen die Schweine und Rinder für die heimische Versorgung“, erklärt Unternehmenssprecher Vielstädte. In Richtung der deutschen Schweinemäster beruhigt der Leiter der Unternehmenskommunikation ebenfalls die Gemüter. Deutschland importiert immerhin rund 11 Millionen Ferkel aus Dänemark und den Niederlanden. Vielstädte betont, dass der Warenverkehr über die Grenzen hinaus offen bleibe. „Wir erwarten hier keine negativen Auswirkungen.“

Tönnies unterstreicht Bedeutung der Landwirte in Zeiten der Corona-Krise
Bund ist auf ASP-Ausbruch in Deutschland vorbereitet

Bund ist auf ASP-Ausbruch in Deutschland vorbereitet

Die Situation der afrikanischen Schweinepest bleibt aktuell unverändert. Dennoch bereitet sich das Land auf den Ernstfall vor. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat mögliche Maßnahmen bei einem Ausbruch in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Ziel ist es mit den Maßnahmen die Ausbreitung der Wildschweine möglichst stark zu beschränken. Sich auf den möglichen Seuchenfall in Deutschland vorzubereiten ist in unseren Augen sehr wichtig. Die Definition von konkreten Maßnahmen ist ein wichtiger Schritt, um nicht von den Folgen der ASP überrascht zu werden.

Corona-Krise: Tönnies versorgt weiter mit Fleisch und Wurst

Die Tönnies Unternehmensgruppe zeigt sich in der aktuellen Corona-Pandemie gut gerüstet. Die Lebensmittelversorgung mit Fleisch und Wurst ist aktuell sichergestellt. „In der gesamten Lebensmittelkette, vom Landwirt bis zum Handel, sind wir voll lieferfähig“, sagt Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter der Tönnies Holding. „Wir können in der gesamten Kette mit Stolz sagen: Wir versorgen Deutschland mit Fleisch und Wurst.“ Jetzt zeige sich einmal mehr, wie wichtig die Lebensmittelproduktion im eigenen Land sei, verdeutlicht Tönnies. Das Familienunternehmen hat bereits vor einigen Wochen begonnen, sich vorzu-bereiten - unter anderem mit der Einrichtung einer Stabstelle Pandemie. Damit verbunden wurden Vorbereitungen an den Produktionsstandorten getroffen, die die Lebensmittelversorgung gewährleisten. Tönnies ist als Lebensmittelproduzent aufgrund seiner Marktbedeutung für die Fleischversorgung systemrelevant. „Es ist unsere Aufgabe, diesen Versorgungsauftrag anzunehmen, in Zeiten der Krise arbeitsfähig zu bleiben und die Nachfrage der Bevölkerung zu decken“, unterstreicht der Firmen-Chef.

Corona-Krise: Tönnies versorgt weiter mit Fleisch und Wurst
Informationskampagne zur Hygieneetikette

Informationskampagne zur Hygieneetikette

Die Corona-Pandemie verlangt von uns alle viel Disziplin, im Umgang miteinander, aber auch in der persönlichen Hygiene. Wir haben bei Tönnies bereits vor mehreren Wochen damit begonnen in einer Informationskampagne unsere Mitarbeiter nochmals stärker für das Thema Hygiene zu sensibilisieren. Über Plakate und Aufkleber werden alle Mitarbeiter aufgeklärt, was für eine richtige Handhygiene notwendig ist. Die Aufkleber in Postkartenformat sind ideal für Spiegel an Waschgelegenheiten oder auch Durchgangstüren zu hygienerelevanten Bereichen gestaltet. Die Aufkleber können bei uns direkt bestellt werden. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an info@toennies-dialog.de und wir senden Ihnen die Aufkleber zu.

NRW will Brandschutz in Schweineställen erhöhen

Die NRW-Landesregierung will die Brandvorsorge in Schweineställen verbessern. Hierfür wurde in dieser Woche ein Verordnungsentwurf über die Prüfung elektrischer Anlagen in Tierhaltungsanlagen verabschiedet. Laut dem Entwurf sollen künftig die elektrischen Anlagen und Photovoltaikanlagen in Veredlungsbetrieben regelmäßig kontrolliert werden. Kontrollen sollen dafür bereits in Betrieben mit mehr als 700 Aufzucht- oder Mastplätzen, Zuchtbetrieben mit mehr als 150 Sauenplätzen oder Betrieben mit mehr als 100 Sauen im geschlossenen System stattfinden. Zudem sollen Prüfungen bei der Erstinbetriebnahme sowie nach wesentlichen Änderungen an den elektrischen Anlagen erfolgen. Bestehende Ställe, die vor Inkrafttreten der Verordnung älter als vier Jahre sind, sollen alle zwei Jahre kontrolliert werden.  Anlagen, die vor Inkrafttreten der Verordnung jünger als vier Jahre sind, sollen innerhalb von vier Jahren geprüft werden. Wir sind der Meinung, dieser Entwurf ist ein wichtiger Schritt, um den Schutz der Tiere und die Sicherheit auf Betrieben zu gewährleisten.

NRW will Brandschutz in Schweineställen erhöhen
Anteil positiver Salmonellenproben bei Schlachtschweinen rückläufig

Anteil positiver Salmonellenproben bei Schlachtschweinen rückläufig

Zahlen des aktuellen QS-Salmonellenmonitorings für das 2019 zeigen einen Rückgang des Salmonellenrisikos in Schweinemastbetrieben. Die Anzahl der Kategorie-III-Betriebe mit erhöhtem Risiko für den Eintrag von Salmonellen lag Anfang 2020 bei 2,7 Prozent (Ende 2019: 3,3 Prozent).  Gründe hierfür sind umfangreiche Hygienemaßnahmen, erhöhte Achtsamkeit der Tierhalter sowie größtmögliche Transparenz entlang der Lieferkette. Auch der Eintrag über Futter ist zurückgegangen. Ebenso gut sieht es laut QS bei den auf Antikörper untersuchten Proben von Schlachtschweinen aus. Der Anteil positiver Proben sank im genannten Zeitraum von 13,8 Prozent auf 12,7 Prozent. Die Zahlen basieren auf knapp 1,5 Mio. ausgewerteten Proben von mehr als 20.000 Schweinemastbetrieben. Die aus Sicht von der Firma Tönnies gute Entwicklung zeigt, dass sich ein sorgsamer Umgang mit den Hygienemaßnahmen auf dem Betrieb positiv auf die Bedingungen auf Mastbetrieben auswirkt und zur Risikosenkung beiträgt.

Tönnies wächst nachhaltig

Die Tönnies Unternehmensgruppe setzt ihre erfolgreiche Entwicklung fort. Im Jahr 2019 verzeichnet das international tätige Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 7,3 Mrd. Euro (+9,8 % gegenüber 2018) und übertraf damit erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von 7 Mrd. Euro. Dabei verarbeitete Tönnies weltweit 20,8 Millionen Schweine (+/- 0 %) davon 16,7 Millionen (+ 0,5%) in Deutschland. Im Rindermarkt konsolidierte sich das Unternehmen vor allem durch den Komplettumbau am Standort Badbergen (Emsland) und verzeichnet 440.000 verarbeitete Rinder (+/- 0 %). Auch im laufenden Jahr 2020 erwartet Tönnies eine positive Gesamtentwicklung und geht von einem weiteren Umsatzwachstum aus. Umsatzplus auf 7,3 Mrd. Euro „Wir haben im vergangenen Jahr eine internationale Marktrallye wie selten erlebt“, fasst Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter, das Jahr 2019 zusammen. „Auf eine wirtschaftlich herausfordernde erste Jahreshälfte folgte ein ordentliches Marktwachstum ab dem Herbst 2019. Unser Unternehmen hat sich im Marktvergleich besonders gut geschlagen. Wir trotzen dem Markttrend und haben über das gesamte Jahr eine sehr gute Entwicklung.“ Das Umsatzwachstum auf über sieben Milliarden Euro begründet Geschäftsführer Andres Ruff vor allem mit der internationalen Ausrichtung des Unternehmens. „Wir haben durch die hohe Nachfrage aus Asien nach Schweinefleisch seit dem Herbst 2019 einen recht starken Anstieg der Schweinepreise erlebt“, sagt Andres Ruff. „Auch davon haben wir profitiert. Aber wir haben dabei, im Gegensatz zu manch anderem Marktteilnehmer, Deutschland nicht aus dem Auge verloren. Uns ist es wichtig, unseren Kernmarkt nachhaltig zu bedienen und nicht einseitig auf den internationalen Markt zu setzen.“ Ausblick auf 2020 positiv Tönnies erwartet für das Jahr 2020 eine weitere positive Marktentwicklung. „Wir sehen die Märkte seit längerer Zeit sehr stabil. Die Nachfrage nach Qualitätsfleisch aus Asien, vor allem aus China, gestalten die Mengen und die Preise positiv. Aber der deutsche Markt bleibt für uns erste Priorität“, sagt Maximilian Tönnies. Wichtig ist, dass an der positiven Entwicklung alle in der Wertschöpfungskette gleichermaßen profitieren, Handel, Lebensmittelproduktionsbetriebe und die Bauern. Im Fokus: Exzellenzausbau im Rindermarkt, Internationalisierung und Nachhaltigkeitsagenda t30 Das kontinuierliche Tagesgeschäft wird bei Tönnies ergänzt durch wesentliche Fokusthemen, die im laufenden Jahr verstärkt adressiert werden. „Der Neubau des Rinderkompetenzzentrums Badbergen ist ein wichtiger Meilenstein. Der Standort wird der innovativste und nachhaltigste Rinderstandort in Europa“, beschreibt Clemens Tönnies die Pläne im Norden Deutschlands. Das Unternehmen hat in 2019 seinen Rinderstandort in Beckum (Kreis Warendorf) geschlossen und damit den Markt konsolidiert. Nach der Großinvestition von rund 80 Millionen Euro in Badbergen wird das Unternehmen ab Mitte 2020 den neuen Standort in Betrieb nehmen. Für das angekündigte Jointventure in China befindet sich Tönnies in intensiven Abstimmungen mit dem Partner. Der Weg zum ersten außereuropäischer Produktionsstandort des Unternehmens wird intensiv und gleichzeitig sehr detailliert vorbereitet. „Wir arbeiten mit Hochdruck weiter. Wir nehmen uns aber auch die notwendige Zeit in der Vorplanung und den Gesprächen mit unserem Partner, der chinesischen Dekon Group. Stand heute gehen wir davon aus, trotz Corona Virus noch in diesem Jahr den Spatenstich für das Projekt zu setzen“, kündigt Andres Ruff an. Die nachhaltige Entwicklung bei der Internationalisierung gliedert sich ein in die grundsätzliche Langfristplanung der Unternehmensgruppe. Mit der erst vor kurzem vorgestellten Agenda t30 hat Tönnies übergreifend für das ganze Unternehmen konkrete und überprüfbare Nachhaltigkeitsziele für die nächsten zehn Jahre definiert.  „Mit unserer Agenda t30 setzen wir einen weltweiten Standard. Unser Ziel ist es, dass ein Kilo Tönnies Fleisch nicht mehr Emissionen verbraucht als ein Kilo Reis“, sagt Maximilian Tönnies. „Wir stehen für den genussvollen Konsum von Fleisch als Teil einer gesunden Ernährung. Dabei beantworten wir die Verbraucherfragen unter anderem in Sachen Tierschutz, Haltung und Lebensmittelsicherheit.“

Tönnies wächst nachhaltig
Franzis-Welt: Tierhaltung im neuen Jahrzehnt

Franzis-Welt: Tierhaltung im neuen Jahrzehnt

Anhebung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung einer zukunftsfähigen Tierhaltung? Als ich im vergangenen Sommer zum ersten Mal von der Idee gehört habe, die Mehrwertsteuer auf Fleisch von 7 Prozent auf 19 Prozent anzuheben, um so den nötigen Finanzierungsrahmen für die erhöhten Tierwohlmaßnahmen in der Nutztierhaltung zu finanzieren, war ich zugegebenermaßen mehr als skeptisch. Steuereinnahmen ohne Zweckbindung – ob die Landwirte hier je einen Cent von Sehen werden und gleichzeitig würde eine solche Steuer ein völlig falsches Bild an die Bevölkerung suggerieren, nämlich, dass unsere Schweinehalter nur über zusätzliche Subventionen überlebensfähig sind. Na klar, Tierwohl kostet Geld! Dafür erhält der Verbraucher aber auch hochwertige Produkte, die weit über dem europäischen Standard liegen und die an sich einen entsprechenden Wert haben - den es zu bezahlen gilt! Mit der jetzt veröffentlichen Empfehlung des "Kompetenznetzwerk für Nutztierhaltung" für eine zweckgebundene Abgabe, die in Zukunft auf Fleisch, Milch und Eier erhoben werden soll scheint ein guter Kompromiss gefunden. Über die Fleischabgabe sollen die Mehrkosten für tiergerechte Haltungsverfahren zum Großteil staatlich finanziert werden und die Höhe des Finanzierungsbedarfs von 3,6 Mrd. €, die bis zur vollständigen Umsetzung ab 2040 benötigt werden, decken. Soweit so gut, jetzt heißt es verlässliche und vor allem langfristige Finanzierungsvereinbarungen zu schaffen, die sowohl national als auch auf EU-Ebene eine Revolution der Tierhaltung in Deutschland ermöglichen. Denn genau das steht unseren Betrieben mit den neuen Zielvorgaben bevor. Nach wie vor wäre eine Kombination der staatlichen Aktivitäten mit der Brancheninitiative Tierwohl zu begrüßen. Sind bei der ITW doch bereits 6.600 Betriebe mit erhöhten Tierwohlstandards gelistet und entsprechende Prüfsysteme auf die Beine gestellt worden. Grade auf Verbraucherebene sollten eine transparente und einheitliche Kennzeichnung präsentiert werden. Ebenso wichtig ist es die Mehrkosten der geforderten durchgängigen Lieferketten im Blick zu behalten und ALLE Stufen der Schweinehaltung zu berücksichtigen. Mit meinen Wurzeln in der Schweinezucht liegt mir unsere hiesige Sauenhaltung natürlich besonders am Herzen. Über die neue Branchenvereinbarung der Initiative Tierwohl könnte der Eindruck entstehen, dass grade dieser herausfordernde Wirtschaftszweig an Bedeutung verliert – bestimmt nur eine Fehlintention, wurde doch das klare Bekenntnis gegeben: „Schweinehaltung vor Ort statt Ferkelimport!“ Mit unserer Agenda t30 – die Tönnies Nachhaltigkeitsziele 2030 – nehmen wir uns den Herausforderungen unserer landwirtschaftlichen Partner an. Mit dem Ziel den gesellschaftlichen Ansprüchen an die Fleischproduktion gerecht zu werden, die Eiweißversorgung für Milliarden Menschen, die Wirtschaftlichkeit unserer landwirtschaftlichen Partner und des Unternehmens sowie Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern. Etwas ambitioniert? Von wegen… während die Politik noch diskutiert werden wir aktiv: mit der Unterstützung der Initiative Tierwohl über den Juni 2021 hinaus, unserer Stallbaugenossenschaft und dem TONISO-Fütterungskonzept stellen wir uns den brisanten Themenfeldern der Landwirtschaft und gehen in die Offensive. Dass sich die Schweinehaltung drastisch verändern wird, ist allgegenwärtig, jetzt heißt es Farbe zu bekennen – wie gut, dass sich Königsblau so schön kombinieren lässt. Eure Franzi

Agenda t30 – die Tönnies Nachhaltigkeitsziele

1971 als Familienunternehmen gegründet ist die Tönnies Gruppe zu einem der fortschrittlichsten, innovativsten und führenden Fleischproduzenten Europas gewachsen. 16.500 Mitarbeiter in acht Ländern sind der Erfolg einer Teamleistung seit fast 50 Jahren. Im Rahmen des Tönnies Nachhaltigkeitsmanagements haben wir alle relevanten Nachhaltigkeitsthemen analysiert und gemäß international anerkannter methodischer Vorgehensweisen der Wesentlichkeitsanalyse priorisiert. Acht Kernthemen der Nachhaltigkeit wurden definiert. Jetzt haben wir uns auf den Weg in die nächste Generation gemacht. Die Unternehmensführung hat sich die Agenda t30 gestellt. Damit ist eine Nachhaltigkeitscharta definiert, die dem Auftrag der Eiweißversorgung für Milliarden Menschen und gleichzeitig den gesellschaftlichen Ansprüchen an die Fleischproduktion gerecht wird, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und seiner landwirtschaftlichen Partner behauptet und die Arbeitsplätze nachhaltig sichert. Mehr Information und die konkreten Ziele finden Sie unter: https://toennies.de/verantwortung/nachhaltigkeitsarbeit/unser-anspruch/

Agenda t30 – die Tönnies Nachhaltigkeitsziele
Unterstützung für Borchert Kommission

Unterstützung für Borchert Kommission

Nach Bundestag und Verbänden spricht sich nun auch die Mehrheit der Länder für die Empfehlungen der Borchert-Kommission aus. Im Rahmen seiner Stellungnahme zum Agrarbericht 2019 der Bundesregierung fordert der Agrarausschuss des Bundesrates die Bundesregierung dazu auf, umgehend geeignete Instrumente wie eine Tierwohlabgabe umzusetzen. Damit sollen der Umbau zu einer zukunftsfähigen Nutztierhaltung ermöglicht und Strukturbrüche vermieden werden. Mehr dazu lesen Sie bei agrarheute unter: https://www.agrarheute.com/politik/bundeslaender-befuerworten-tierwohlabgabe-umbau-tierhaltung-565498 Tönnies unterstützt die Pläne der Borchert Kommission ebenfalls. Wir sind bereit diesen Weg zu unterstützen, wenn die Mehrabgaben der Verbraucher direkt bei den Landwirten ankommen. Wenn wir die gesellschaftliche Akzeptanz für Nutztierhaltung in Deutschland behalten wollen, brauchen wir ein Maßnahmenpaket, das direkte Investitionen in mehr Tier- und Klimaschutz vorsieht.

Bundesrat vertagt Entscheidung über Nutztierhaltungs- verordnung

Der Bundesrat hat in seiner aktuellsten Sitzung die Entscheidung über die „Siebte Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung“ von der Tagesordnung genommen. Somit wurde die Abstimmung zur Neuregelung der Kastenstandhaltung von Sauen kurzfristig auf frühestens die nächste Sitzung am 13. März verschoben. Grund dafür: Laut der allgemeinen Meinung wäre in der Sitzung im Februar keine Mehrheit für die Annahme der Verordnung zustande gekommen.   Bereits im Vorfeld hatten zahlreichen Bauexperten Bedenken geäußert. Vor allem junge Schweinehalter sahen in dem vom Agrarausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz vorlegten Entwurf die Existenz ihrer Betriebe gefährdet.   Der Zeitaufschub aufgrund der verschobenen Abstimmung sollte aus unserer Sicht jetzt genutzt werden, um Lösungen zu finden, die nicht die Existenz der deutschen Sauenhalter bedroht.

Bundesrat vertagt Entscheidung über Nutztierhaltungs- verordnung
Otte-Kinast plant Präventionsteam zur ASP-Bekämpfung

Otte-Kinast plant Präventionsteam zur ASP-Bekämpfung

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Westpolen stellt weiterhin ein Risiko für den deutschen Schweinebestand dar. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) plant daher den Aufbau eines Präventionsteams aus Spezialisten ähnlich wie in Nordrhein-Westfalen. Dafür stimmte sich das niedersächsische Agrarressort bereits mit der nordrhein-westfälischen Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft ab. Diese Eingreiftruppe soll Präventionsmaßnahmen koordinieren und forcieren. Fokus liege laut dem Ministerium auf Maßnahmen zur Einzäunung gefährdeter Gebiete sowie die Suche und Bergung von erlegten Wildschweinen oder Fallwild. Tönnies unterstützt diese Vorgehensweise. Denn die Vorsorge ist unsere Meinung nach eine geeignete Methode, um die ASP im Falle eines Ausbruchs in Deutschland zu bekämpfen.

Borchert-Kommission stellt Pläne zum Umbau der Nutztierhaltung vor

Das vom früheren Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert (CDU) geleitete Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung, auch bekannt als Borchert-Kommission, hält einen Umbau der deutschen Nutztierhaltung für unumgänglich. Gründe hierfür sind die Nitratbelastung von Böden und Umwelt durch zu viel Gülle, hohe Treibhausgasemissionen durch intensive Tierhaltung und die veränderte Einstellung der Gesellschaft zur Tierhaltung. Als Ziel formuliert die Kommission in ihrem Abschlussbericht die Einführung der Haltungsform 2 als gesetzlichen Mindeststandard. Um die zu erwartenden Kosten für die Landwirte zu subventionieren, empfiehlt das Gremium die Einführung einer Fleischzusatzsteuer von 40 Cent je Kilogramm Fleisch und Fleischverarbeitungsprodukte. Tönnies ist bereit, diesen Weg zu unterstützen, wenn die Mehrabgaben der Verbraucher direkt bei den Landwirten ankommen. Wenn wir die gesellschaftliche Akzeptanz für Nutztierhaltung in Deutschland behalten wollen, brauchen wir ein Maßnahmenpaket, das direkte Investitionen in mehr Tier- und Klimaschutz vorsieht.

Borchert-Kommission stellt Pläne zum Umbau der Nutztierhaltung vor
Witterung begünstigt PRRS-Gefahr

Witterung begünstigt PRRS-Gefahr

Derzeit sind Schweinebestände wieder durch das Porcine Reproduktive und Respiratorische Syndrom (PRRS) gefährdet. Oftmals schleppen zugekaufte, infizierte aber symptomlose Tiere die Erkrankung ein. Aufgrund der derzeit niedrigen Temperaturen und geringen UV-Strahlung durch die Sonne wird die Übertragung des Virus über die Luft begünstigt. Zur Stabilisierung des Bestands, vor allem einer Sauenherde, sollten die Muttertiere daher durch regelmäßige Impfungen mit einem Lebendimpfstoff immunisiert werden. Zudem sollte vermehrt auf die Hygiene geachtet werden, da das Virus auch passiv durch Arbeitskleidung- und -materialien übertragen werden. Die Hygiene im Betrieb ist immer wichtig. Um die Ausbreitung solcher Krankheiten zu vermeiden, sollten Landwirte derzeit aber noch sorgsamer sein und wenn nötig zusätzliche Maßnahmen ergreifen.

Bundeslandwirt­schafts­ministerin Julia Klöckner fordert Ende der Niedrigstpreise

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung Julia Klöckner sowie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (alle CDU) haben sich in dieser Woche mit Vertretern des Einzelhandels und der Ernährungsindustrie im Kanzleramt zu einem Krisengipfel getroffen. Themen waren die Wertschätzung von Lebensmitteln und Dumpingpreise sowie faire Preisgestaltung und Lieferbedingungen bei Lebensmitteln mit Blick auf Bauern und Handel. In ihrem Eingangsstatement drängte Klöckner auf mehr Wertschätzung für Lebensmittel. Das soll laut Teilnehmern des Gipfels mit einer neuen „Kommunikationsallianz“ von Landwirten und Handel gelingen. Zudem forderte die CDU-Politikerin ein Ende der Niedrigstpreise. Entgegen der Forderung der Grünen soll es aber vorerst keine staatlichen Mindestpreise geben, war dem Ergebnis des Krisengipfels zu entnehmen. Wir fordern schon seit einiger Zeit, dass die Preiskämpfe um Lebensmittel ein Ende haben müssen. Eine tierwohlgerechtere und nachhaltigere Lebensmittelproduktion kann nicht auf Kosten der Erzeuger umgesetzt werden.

Bundeslandwirt­schafts­ministerin Julia Klöckner fordert Ende der Niedrigstpreise
Förderzeitraum für Isofluran-Geräte gestartet

Förderzeitraum für Isofluran-Geräte gestartet

Am 31. Dezember dieses Jahres endet die Übergangsfrist für die betäubungslose Ferkelkastration. Danach dürfen Schweinehalter die Kastration nur noch unter Betäubung durchführen. Eine praktikable Methode dafür ist die Isofluran-Betäubung. Um Landwirte beim Umstieg zu unterstützen hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) einen rund 20 Millionen Euro schweren Fördertopf für die Anschaffung der bis zu 10.000 Euro teuren Narkosegeräte geschaffen. Die einzelbetriebliche Förderung liegt bei bis zu 60 Prozent der Gerätekosten beziehungsweise maximal 5.000 Euro. Das Geld wird Landwirten als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Das zweistufige Antragsverfahren auf die Fördergelder ist gestartet und läuft bis zum 1. Juli. Antragsberechtigt sind Kleinst-, kleine oder mittlere Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärproduktion. Weitere Informationen zur Antragsstellung sowie das Antragsformular gibt es online unter www.ble.de/ferkelnarkose. Der Förderzeitraum ist unserer Meinung nach der geeignete Moment für alle Schweineerzeuger, die bei der Ferkelkastration auf die Betäubung mittels Isofluran zurückgreifen und noch keine Geräte haben, um in die entsprechenden Gerätschaften zu investieren.

Klimaschutz- aktivitäten der Landwirtschaft wirken: CO2-Ausstoß sinkt

Die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind 2018 gegenüber dem Vorjahr um rund 2,5 Mio. t CO2-Äquivalente oder 3,8 % gesunken. Gegenüber dem für alle Vergleiche maßgebenden Referenzjahr 1990 entspricht das einer Minderung von 19,8 %, teilte jetzt das Umweltbundesamt mit. Die Gründe für die CO2 Reduzierung sind vielfältig. Ein geringerer, aber effektiverer Einsatz von Mineraldüngern ist ein Grund. Auch die Sojareduzierte Fütterung mit dem Ergebnis der Nitratreduzierung (TONISO-Fütterung) führt zu besseren Ergebnissen. Die Landwirtschaft hat nicht erst im vergangenen Jahr verstanden, ressourcenschonend zu wirtschaften. Mit einem Anteil von rund 7% am gesamten CO2 Ausstoß Deutschlands arbeitet die gesamte Kette seit Jahren an diesem Ziel. Das Ergebnis fast 20% Reduzierung ist Ansporn diesen Weg fortzusetzen.

Klimaschutz- aktivitäten der Landwirtschaft wirken: CO2-Ausstoß sinkt
NRW will die Nutztierhaltung der Zukunft nachhaltiger gestalten

NRW will die Nutztierhaltung der Zukunft nachhaltiger gestalten

Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) will die Nutztierhaltung in eine nachhaltige Zukunft führen und stellte diese Woche hierfür ihre Strategie vor. Der sogenannte „Stall der Zukunft“ spielt dabei eine wichtige Rolle. Dieser wird derzeit vom Land Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer NRW gebaut und soll wichtige Erfahrungen liefern, wie Schweine tier- und umweltgerechter gehalten werden können. Bis 2022 sollen so Stallneubauten entstehen, die innovative Haltungsverfahren erproben und aufzeigen. Wichtige Eckpfeiler für neue Systeme sind die Verbesserung des Stallklimas, mehr Platz und mehr Beschäftigung sowie getrennte Funktions- und Klimabereiche. Heinen-Essers Strategie sieht zudem eine Tiergesundheitsdatenbank als Frühwarnsystem vor: Vorhandene Daten, z.B. aus amtlichen Kontrollen, Schlachtbefunde sowie zur Arzneimittelanwendung sollen hier zusammengeführt werden und der Verbesserung der Tiergesundheit dienen. Die Datenbank soll ab Mitte 2020 schrittweise umgesetzt werden. Ziel der Nutztierhaltungsstrategie NRW ist es, die Anforderungen an die konventionelle Landwirtschaft hinsichtlich Tierwohl, Umweltschutz, Baurecht, Ökonomie sowie sozialer Aspekte und gesellschaftlicher Akzeptanz in Einklang zu bringen. Wir unterstützen das Ministerium und die Landwirtschaftskammer auf diesem Weg. Unsere Erfahrungen mit dem Offenfrontstall bringen wir in die Diskussion ein.

Landwirtschafts­ministerium erweitert Schweinepest-Verordnung nach neustem ASP-Fall in Polen

Am Dienstag wurde nur 12 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt ein mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziertes Wildschwein gefunden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat daraufhin die Schweinepest-Verordnung erweitert, um den zuständigen Behörden in den Ländern im Ausbruchsfall zu ermöglichen, flexibler Zäune oder andere Wildtierbarrieren aufzustellen. Das stetige Vorrücken der ASP erfordert nun konkrete Maßnahmen, um einen Ausbruch in Deutschland zu verhindern. Wir begrüßen daher auch eine enge Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Ministerien. Doch das Wichtigste: Von der ASP in Deutschland würde weder für die Verbraucher noch für die Lebensmittel eine Gefahr ausgehen. Zudem wird auf den Betrieben die Biosicherheit erhöht, damit der Virus nicht vom Wild- auf das Hausschwein übertragen werden kann.

Landwirtschafts­ministerium erweitert Schweinepest-Verordnung nach neustem ASP-Fall in Polen
Tierarztvorbehalt gegen Isofluran-Betäubung aufgehoben

Tierarztvorbehalt gegen Isofluran-Betäubung aufgehoben

Das Bundeskabinett hat die Ferkelbetäubungssachkundeverordnung (FerkBetSachkV) mit den vom Bundesrat verlangten Änderungen beschlossen. Diese Verordnung dient dazu, den Weg für die Kastration unter Isoflurannarkose freizumachen. Sie soll in Kürze veröffentlicht werden. Landwirte dürfen dann nach Vorlage eines Sachkundenachweises ihre Ferkel unter Isoflurannarkose selber kastrieren. Bereits vorhandene Narkosegeräte dürfen laut FerkBetSachkV weiterhin verwendet werden. Die Anschaffung neuer Geräte wird staatlich gefördert. Wir begrüßen den Beschluss der Ferkelbetäubungssachkundeverordnung und die Aufhebung des Tierarztvorbehalts. So können Landwirte nach der Schulung zukünftig die Betäubung zur Ferkelkastration selbst durchführen. Sie werden selbstständiger in ihrem Handeln – eine positive Entwicklung!

ITW-Entscheidung stärkt Deutschland im internationalen Wettbewerb

Die Initiative Tierwohl (ITW) hat im Rahmen der Grünen Woche eine kleine Fleisch-Revolution verkündet. Der teilnehmende Lebensmitteleinzelhandel (LEH) hat zugesagt, ab 2021 das komplette Grundsortiment bei unverarbeitetem Schweinefleisch auf Haltungsstufe zwei zu heben. „Wir erreichen einen Tierwohl-Meilenstein“, sagt Clemens Tönnies als unterstützender Partner der ITW. Verbraucher werden zukünftig im gesamten teilnehmenden LEH die Ware der Initiative Tierwohl Haltungsform zwei finden. „Unser Anspruch und die Anforderungen der Verbraucher haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Daher ist es notwendig, nicht nur Ware aller Haltungsformen anzubieten, sondern Schweinefleisch in der Breite auf ein höheres Niveau zu heben“, erläutert Clemens Tönnies. Jetzt gilt es, zusammen mit unseren Partnern aus der Landwirtschaft das erforderliche Angebot zielgerichtet auszubauen. Die ITW-Entscheidung ist für uns eine Marktlösung, die Deutschland im internationalen Wettbewerb stärkt. Hier gibt es für Euch weitere Informationen zu dem Thema: https://toennies.de/initiative-tierwohl-erzielt-meilenstein/

ITW-Entscheidung stärkt Deutschland im internationalen Wettbewerb
ASP: Bundesregierung fördert Impfstoffentwicklung

ASP: Bundesregierung fördert Impfstoffentwicklung

Um die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland zu verhindern, ist die Bundesregierung nach eigenen Angaben mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) an entsprechenden internationalen Forschungsprojekten und Initiativen beteiligt, die sich mit der Entwicklung neuartiger ASP-Impfstoffe befassen. Für die Bekämpfung wäre ein als Schluckimpfung zu verabreichender Lebendimpfstoff hilfreich. Dieser ist jedoch aufgrund der Komplexität des ASP-Virus schwierig herzustellen und eine Markteinführung wird hier noch einige Zeit dauern. Weitere Maßnahmen sind ein grundsätzliches Verbot des Handels mit lebenden Hausschweinen, frischem Schweinefleisch sowie Zubereitungen und Erzeugnissen aus Fleisch von Haus- und Wildschweinen aus den ASP-Regionen betroffener Mitgliedstaaten der EU. Ein Handel ist hier nur unter Erfüllung strenger tiergesundheitlicher Auflagen möglich. Zudem ist der Transport von lebenden Wildschweinen in andere Mitgliedstaaten ausnahmslos verboten, genauso wie die Einfuhr von Fleisch(erzeugnissen) von Haus- oder Wildschweinen aus nichtzugelassenen Drittländern oder Drittlandbetrieben in die EU. Impfstoffe, die gerade noch erforscht und entwickelt werden, brauchen noch lange, bis sie für den Markt zugelassen werden können. Daher sehen wir es als wichtig an, auch auf die konventionellen Bekämpfungsmaßnahmen zu setzen und die Entwicklungen im Fall der ASP zu beobachten.

Die WURSTMACHER – Salami, Wiener & Co | HD Doku von WELT

Im vergangenen Jahr hat ein Produktionsteam im Auftrag von WELT und N24 an unseren Standorten in Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh, Versmold und Böklund vier Drehtage aufgebracht, um eine tolle Dokumentation zu drehen. Das Ergebnis wurde nun über Weihnachten und Neujahr auf WELT.de und N24 veröffentlicht. Hier seht Ihr das ganze Video: https://youtu.be/UHqfJGU7Bqo

Die WURSTMACHER – Salami, Wiener & Co | HD Doku von WELT
Initiative Tierwohl verkündet Meilenstein

Initiative Tierwohl verkündet Meilenstein

Die Initiative Tierwohl (ITW) hat gegenüber der Zeitung WELT eine kleine Fleisch-Revolution angekündigt. Der teilnehmende LEH hat zugesagt ab 2021 das komplette Grundsortiment bei unverarbeitetem Schweinefleisch auf Haltungsstufe 2 zu heben und wird damit zukünftig bei Kunden und allen Käuferschichten in der Breite präsent sein. Hierfür plant die ITW eine starke Ausweitung der Kennzeichnung von Fleisch in Supermärkten und Geschäften. Gegenüber der WELT sagte Geschäftsführer Alexander Hinrichs, dass es jedem Verbraucher möglich sein müsse, sich für mehr Tierwohl zu entscheiden und dies nicht nur einer Bio-Elite vorbehalten sein dürfe. Darüber hinaus beschloss die ITW eine grundsätzliche Umstellung der Finanzierung. Bisher fließen bei der ITW jährlich mehr als über 130 Mio. Euro vom Lebensmittelhandel in einen Fonds, der die Mittel an teilnehmende Züchter und Mäster auszahlt. Dies soll sich nun ändern. Zukünftig kommen die Gelder vom Markt. Schlachtbetriebe zahlen dann teilnehmenden Schweinemästern einen festen Aufschlag pro Tier. Die Mehrkosten werden dann vom Lebensmitteleinzelhandel übernommen. Das Kartellamt hat diesem Modell bereits zugestimmt. Mit diesem Meilenstein zeigt der gesamte Sektor: Wir sind offen für Veränderungen, sie müssen jedoch bezahlt werden. Über Details werden wir in den kommenden Wochen berichten.

Expertenvideo: Gereon Schulze Althoff zur aktuellen ASP-Entwicklung

Die afrikanische Schweinepest bleibt ein Dauerthema in der landwirtschaftlichen Berichterstattung. Unser Veterinärexperte Dr. Gereon Schulze Althoff hat im Videogespräch mit Dr. Robert Elmerhaus erklärt, was beim Ausbruch der ASP in Deutschland passiert, welche Maßnahmen schon heute ergriffen werden und wie sich der Markt im Ernstfall entwickelt. Hier seht Ihr das ganze Video: https://youtu.be/wnddSoKjO7c

Expertenvideo: Gereon Schulze Althoff zur aktuellen ASP-Entwicklung
Franzis Welt: Weihnachtskolumne

Franzis Welt: Weihnachtskolumne

Das Jahresende rückt näher, das neue Jahr schon greifbar nahe. Die letzten Termine sind zu planen, Schlachtmengen zu platzieren, Futtermittel zu terminieren und das ein oder andere Weihnachtsgeschenk möchte sicher auch noch gekauft werden. Lasst uns dennoch kurz innehalten, das Jahr 2019 reflektieren und einen Blick in die Zukunft werfen. Auch das Jahr der Schweinehalter war von vielen Ereignissen geprägt: Mit einer unvorhersehbaren Preisentwicklung von 1,36 € auf 2,03 €/kg SG sowie mit Veröffentlichungen von neuen Agrar-Paketen und Düngevorordnungen erleben wir ein unglaublich facettenreiches Jahr der Landwirtschaft. Bundesweit solidarisierten sich die Landwirte über Bauerndemos und forderten zukunftsfähige Rahmenbedingungen für ihre Betriebe. #treckerkonvois #proudtobeafarmer #wirmacheneuchsatt #sprechtmitunsnichtüberuns sind nur weniger der vielen Hashtags, welche die sozialen Medien zu dieser Zeit schmücken - und wirken. So zeigt der jüngste Agrargipfel nur zu deutlich, dass praxistaugliche Wege für eine produktive und ressourcenschonende Landwirtschaft inzwischen auf höchster politischer Ebene diskutiert werden. Na endlich! Dabei sollten wir die bevorstehenden Veränderungen als neue Chance sehen und insbesondere die aktuelle Marktsituation dazu nutzen uns innerhalb der Landwirtschaft für die Zukunft zu rüsten. Im April wird nach jetziger Planung die neue Düngeverordnung in Kraft treten und zum 01.01.2021 das Ferkelkastrationsverbot. Des Weiteren sind umfangreiche Tierwohlthemen von der Sauenhaltung im Kastenstand bis zur rechtlichen Anpassung der TA Luft anzugehen – ja eins ist sicher, auch in 2020 stehen uns zwölft bewegte und herausfordernde Monate bevor. Wir von Tönnies arbeiten schon seit Jahren in allen relevanten Gremien und bringen uns konstruktiv in die Diskussion ein, mit dem Ziel die Akzeptanz für die Schweineproduktion in Deutschland zu halten. Beispielsweise beteiligt sich Tönnies am „100.000-Improvac-Eber-Projekt“ und öffnen sich damit für alle aktuell bestehenden Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration. Grundsätzlich sollte das Hauptziel in 2020 sein, dass unsere Schweinehalter, neben wettbewerbsfähigen Finanzierungsmodellen, endlich die nötige Planungssicherheit zur Weiterentwicklung ihrer Betriebe erhalten - ob über einen zukunftsfähigen Gesellschaftsvertrag oder den freien Markt wird die Nutztierhaltungsstrategie des Bundes in ihren verschiedenen Gremien festlegen und so die Anforderungen an Tierwohl - Umweltschutz - Baurecht - Ökonomie - soziale Aspekte und gesellschaftliche Akzeptanz zusammenbringen. Ich wünsche Euch zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel wunderschöne Tage im Kreise Eurer Familien, Zeit zur Entspannung und das richtige Händchen bei der Vermarktung Eurer Schweine.  Vielleicht habt Ihr schon von unseren neuen Tönnies Liefer- und Abnahmevereinbarungen gehört. Sprecht doch mal Eure Vermarktungspartner des Vertrauens an - und vor allen Dingen Gesundheit sowie die nötige Energie, bei allen Debatten rund um die Landwirtschaft und Tierhaltung, weiterhin mit viel Leidenschaft und großem Einsatz hochwertige Lebensmitteln zu produzieren. Weihnachtliche Grüße Eure Franzi

Tönnies startet USA Projekt

Die Tönnies Unternehmensgruppe setzt ihre Internationalisierung konsequent fort und hat nun ihr erstes USA-Büro eröffnet. Niels Liltorp, CEO für die USA, hat gemeinsam mit Thomas Hilligsoe von Tönnies Nordic in dieser Woche die Arbeit des Büros in Chicago offiziell gestartet. „Wir gehen den nächsten Schritt, um unsere internationalen Handelsbeziehungen weiter auszubauen“, sagt Frank Duffe, Vorstand International von Tönnies. „Als anerkannter Qualitätsführer von Schweinefleisch sind unsere Produkte weltweit gefragt. Mit einem eigenen Handelsbüro können wir die Beziehungen in Nordamerika noch besser ausbauen.“ Die Nachfrage in den USA und Kanada nach Schweinefleisch ist groß. Gleichzeitig sind die Erzeugerpreise deutlich unter den deutschen und europäischen Schweinepreisen. Da der weltweite Fleischmarkt in zunehmender Konkurrenz steht, stärkt Tönnies seine Strategie der Internationalisierung und baut seine internationalen Handelsbeziehungen aus.

Tönnies startet USA Projekt
Bundesregierung will Abstimmung über neue Dünge-VO noch vor Weihnachten

Bundesregierung will Abstimmung über neue Dünge-VO noch vor Weihnachten

Die Bundesregierung will eine weitere Klage der Europäischen Kommission wegen Nichteinhaltung der EU-Nitratrichtlinie und die damit drohenden Strafzahlungen umgehen. Deshalb macht das BMEL bei der Anpassung der Düngeverordnung nun Tempo und will die entsprechende Abstimmung sowie Stellungnahmen von Ländern sowie Verbänden noch vor Weihnachten abhalten. Spätestens im Februar soll die verschärfte Dünge-VO dann vom Kabinett verabschiedet werden, bevor Bundesrat an der Reihe ist. Die Bundesregierung hat der Generaldirektion Umwelt mittlerweile einen Vorschlag für eine Regelung zum Umgang mit der auch für Grünland geforderten Stickstoff-Unterdüngung um 20 Prozent in Roten Gebieten zukommen lassen. Laut des Vorschlags soll Grünland von dieser Vorgabe ausgenommen werden dürfen, solange der Anteil der betroffenen Flächen die Grenze von 20 Prozent in dem jeweiligen Roten Gebiet nicht überschreitet. Darüber hinaus sollen die Länder im Rahmen eines geplanten Monitorings den Nachweis führen müssen, dass durch die Ausnahme die Nitratbelastung im Grundwasser nicht ansteigt. Wir setzen uns intensiv dafür ein, dass die unsere landwirtschaftlichen Erzeuger mit der neuen Dünge VO nicht vor existenzielle Probleme gestellt werden. Das Konzept der TONISO Fütterung ist beispielsweise ein Schritt den Nitratgehalt in der Gülle zu reduzieren.

Agrarkarrieretag – Jetzt durchstarten

Absolventen und auch Praktikanten von Agrarfakultäten sind gefragt wie nie! Aber welche - vielleicht auch nicht-klassischen - Jobs gibt es überhaupt? Auf dem Agrar-Karrieretag in Bonn haben wir uns in dieser Woche vorgestellt und gezeigt, wie es nach der Hochschule weitergehen kann. Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten und das Networken mit unseren Rekrutern stand im Vordergrund. Einen Eindruck von der Messe und unserem Kooperationspartner Agrobrain finden Sie hier: https://www.facebook.com/agrobrain/videos/550321772492192/

Agrarkarrieretag – Jetzt durchstarten
ASP in Polen: Nur noch 40 Kilometer bis zu deutschen Grenze

ASP in Polen: Nur noch 40 Kilometer bis zu deutschen Grenze

Das Bundesandwirtschaftsministerium (BMEL) vermeldet weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Polen nahe der deutsch-polnischen Grenze. In den Landkreisen Zielonogorski und Nowosolski wurden insgesamt 10 infizierte Wildschwein-Kadaver gefunden. Damit hat die ASP einen Sprung von 30 Kilometern in Richtung Deutschland gemacht und ist nur noch 40 Kilometer entfernt. Das BMEL hat polnische Behörden daher nun gebeten, über weitere Informationen zu den geplanten bzw. bereits veranlassten seuchenhygienischen Maßnahmen Bericht zu erstatten. Wegen der mittlerweile verschärften Seuchenlage an der deutsch-polnischen Grenze wird dieses Jahr noch eine gemeinsame Task Force-Sitzung unter Beteiligung der Anrainerländer in Berlin stattfinden. Um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern, ist Zusammenarbeit der beiden Länder wichtig. Wir stehen in engem Kontakt mit den Behörden auf lokaler-, landes-, bundes- und europäischer Ebene.

Weiter Fortschritte bei Antibiotikaminimierung

Das Konzept zur Minimierung von Antibiotika aus der 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) ist erfolgreich, berichtet der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT). Die dadurch eingeführte Bestimmung des Therapiehäufigkeitsindex hat den bereits seit einigen Jahren rückläufigen Antibiotika-Einsatz bei Nutztieren noch einmal deutlich angekurbelt. Insgesamt ist der Einsatz zwischen 2011 und dem Evaluierungsbericht im Jahr 2017 um rund 60 Prozent gesunken. Dabei verzeichnet der BfT eine Verringerung in allen Wirkstoffklassen und auch über alle Nutztierarten. Neueste Zahlen zu Abgabemengen an Tierärzte aus dem Jahr 2018 zeigen, dass sich die rückläufige Entwicklung fortsetzt.

Weiter Fortschritte bei Antibiotikaminimierung
Online-Umfrage zum Kastrationsausstieg

Online-Umfrage zum Kastrationsausstieg

In knapp einem Jahr endet die Schonfrist für die betäubungslose Ferkelkastration. Viele Ferkelerzeuger würden danach am liebsten komplett auf die Kastration verzichten und sprechen sich daher für die Mast von Jungebern oder Improvac-geimpften Ebern. Im Münsterland hat sich indessen eine Initiative von Schweinehaltern gebildet, mit dem Ziel die öffentliche Wahrnehmung und das Bewusstsein der Vermarkter für das Thema Kastration zu stärken. Deshalb hat sie eine Online-Abstimmung für deutsche Schweinehalter über die Alternativen zur Ferkelkastration erstellt. Im Rahmen dieser Abstimmung sollen sich Schweinehalter in einer Absichtserklärung zu den vier Alternativen Jungebermast, Mast Improvac-behandelter Eber, Kastration unter Isofluran-Narkose (Inhalationsnarkose) und Kastration unter Narkose mit Ketamin/Azaperon (Injektionsnarkose) äußern. Die ausgefüllte und unterschriebene Absichtserklärung sollen Schweinehalter bis zum 16.12.2019 per E-mail an Kastrationsaustieg@web.de bzw. an die Faxnummer 0251/20848227 senden. Im Rahmen der Grünen Woche im Januar 2020 sollen die Abstimmungsergebnisse veröffentlicht und an die Schlacht- sowie Verarbeitungsindustrie übergeben werden. Die Absichtserklärung steht hier zum Download verfügbar: https://www.topagrar.com/dl/3/6/8/5/8/9/7/Anschreiben_und_Absichtserklaerung_Kastrationsausstieg.pdf Wir sind davon überzeugt, dass es keinen goldenen Weg gibt, sondern jeder Landwirt seine individuelle Entscheidung treffen muss. Wir bieten unseren landwirtschaftlichen Partnern alle vier Lösungswege an, um gemeinsam praktikable Alternative zur betäubungslosen Kastration zu finden.

Liefersicherheit: Tönnies bekennt Farbe als zuverlässiger Partner

Im Rahmen der Diskussion um die stark gestiegenen Rohstoffpreise, gibt Tönnies ein klares Bekenntnis als zuverlässiger Partner der Fleischwarenindustrie und der landwirtschaftlichen Erzeuger ab. „Wir stehen zu unseren Partnern, auch bei hohen zu erzielenden Exportpreisen“, sagt Clemens Tönnies.  Natürlich belastet ein aktueller Schweinepreis von 1,95 Euro die Veredlungsindustrie. Tönnies betont aber seine Stammkundschaft voll zu beliefern und seine Aufträge zu erfüllen. Die hohe Exportnachfrage darf kein Grund für Lieferengpässe sein. Gleichzeitig macht Tönnies deutlich, dass er Exportbeschränkungen ablehnt. Natürlich sind die hohen Rohstoffpreise für die Veredelungsbetriebe eine Belastung, gleichzeitig profitieren aktuell die landwirtschaftlichen Erzeuger. Die Lebendviehpreise dürfen nicht in den Himmel wachsen, sondern müssen sich im angemessenen Maße entwickeln.

Liefersicherheit: Tönnies bekennt Farbe als zuverlässiger Partner
Rabobank-Prognose: ASP bremst Gesamtwachstum weltweiter Proteinmärkte

Rabobank-Prognose: ASP bremst Gesamtwachstum weltweiter Proteinmärkte

Laut des „Global Animal Protein Outlook 2020" der Rabobank hat die ASP auch 2020 noch Auswirkungen auf die Weltmärkte für tierisches Protein, sodass das Gesamtwachstum gebremst wird. Aber auch Handelsstreitigkeiten sorgen für Unsicherheit. Justin Sherrard von RaboResearch Food & Agribusiness blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft der globalen Proteinmärkte. Zum einen ist in seinen Augen die Erholung von der Afrikanischen Schweinepest eine Chance. Zum anderen sieht er Potenzial in der Sicherung laufender Handelsströme. Dies gewährleiste einen kontinuierlichen Zugang zum Markt und mache ihn nachhaltiger, so Sherrard. Trotz der Unsicherheiten auf dem globalen Proteinmarkt erwartet die Rabobank für 2020 einen Anstieg der Geflügel- und Schweinefleischproduktion in Europa.

EFSA: Früherkennung bei ASP-Bekämpfung wesentlich

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) grassiert in verschiedenen Ländern. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat daher eine Risikobewertung in Auftrag gegeben. Ergebnis: Überwachung, Kommunikation und Zusammenarbeit sind die Schlüssel, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Der Fokus der Risikobewertung lag auf den Ländern Südosteuropas, insbesondere den neun zurzeit ASP-freien Länder Albanien, Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Kosovo, Kroatien, Montenegro, Nord-Mazedonien, Serbien und Slowenien. Das Risiko, dass sich das Virus in eines dieser Länder innerhalb des nächsten Jahres ausbreitet, wurde mit bis zu 100 Prozent bewertet. Eine Ausbreitung des Virus weiter nach Westen wird mit bis zu 15 Prozent hingegen als eher gering eingeschätzt. Dennoch sind Kontrollmechanismen, wie eine verstärkte Überwachung von Wild- und Hausschweinen, oder die Bejagung von Wildschweinen, zur Früherkennung und Verhinderung eines Ausbruchs der Seuche besonders wichtig. Darüber hinaus sollten Jäger, Reisende und auch Landwirte für das Risiko der Ausbreitung des Virus über den Personenverkehr sensibilisiert werden oder Veterinärbehörden verschiedene Übungen durchführen, um die Möglichkeit der Früherkennung zu verbessern und die Kontrollen effizienter zu gestalten.

EFSA: Früherkennung bei ASP-Bekämpfung wesentlich
Genehmigung für Tierwohlställe soll einfacher werden

Genehmigung für Tierwohlställe soll einfacher werden

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) haben sich auf eine Änderung des Baugesetzbuchs geeinigt. Damit sollen die Hürden für den Umbau von Ställen in die Tierwohlställe sinken und derlei Umbauten ohne großen Aufwand umsetzbar werden. So soll laut dem neuen Gesetzesentwurf die Vorlage eines Bebauungs- bzw. Vorhaben- und Erschließungsplan bei der Erweiterung von Ställen zu Verbesserung des Tierwohls nicht mehr notwendig sein. Zudem sollen Änderungen bestehender Tierhaltungsanlagen im Außenbereich, die dem Tierwohl dienen, bevorzugt behandelt werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Tierbestand nicht erweitert wird. Der Umbau in Tierwohlställe soll Klöckner zufolge vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziell gefördert werden. Offen bleibt allerdings, ob das Bundesumweltministerium diesen Kurs mitträgt.

Tönnies stellt in China Lebensmittel­sicherheits-Infrastruktur vor

Jedes Jahr organisiert das „Development Research Centre of the State Council“ einer der wichtigsten Think-Tanks des chinesischen Staatsrates in Peking eine internationale Konferenz zum Thema Lebensmittelsicherheit und Versorgungssicherheit für Lebensmittel in China. Die diesjährige Veranstaltung stand unter der aktuellen Lage der besonderen Herausforderungen mit der Afrikanischen Schweinepest in China. Hochrangige chinesische Fachleute, Experten der Weltbank, der wichtigsten Exportländer und viele andere mehr diskutierten über aktuelle Herausforderungen und Lösungen. Tönnies war eingeladen, die eigene Infrastruktur zur Lebensmittelsicherheit und Tierseuchenvorbeugung vorzustellen. Dr. Gereon Schulze Althoff, Leiter Qualitätsmanagement und Veterinärwesen konzentrierte sich dabei die Aktivitäten zur Rückverfolgbarkeit und die deutschen Maßnahmen zur ASP Vorsorge. Aus der sehr offen geführten Diskussion war eine Schlussfolgerung der Konferenz sehr bemerkenswert: Alle Experten waren sich einig, dass neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Anstrengungen unternommen werden müssen die nächste Generation an Landwirten zu motivieren, sich für diesen Beruf zu entscheiden. Denn ohne eine zukunftsgewandte Landwirtschaft und Tierhaltung keine Lebensmittel. Interessant, dass diese Erkenntnis nicht nur in Deutschland mehr und mehr als Herausforderung erkannt wird. Präsenz zeigen in China, eigene Erfahrungen einbringen um gemeinsam mit den chinesischen Partnern für eine nachhaltige Tierproduktion zu arbeiten bleiben für uns Ankerpunkte um diesen wichtigen Markt im gemeinsamen Interesse mit der deutschen Landwirtschaft weiter auszubauen.

Tönnies stellt in China Lebensmittel­sicherheits-Infrastruktur vor
QS führt neue Indizes für mehr Biosicherheit und Tierwohl ein

QS führt neue Indizes für mehr Biosicherheit und Tierwohl ein

Ab November will das QS-Prüfsystem seinen Partnern neu aufbereitete Kennziffern aus früheren Audits bereitstellen und so für mehr Transparenz in der Biosicherheit und Tierhaltung sorgen. Landwirte können damit sofort erkennen, wo sie bei den relevanten Kriterien stehen und in welchen Bereichen gegebenenfalls Verbesserungen vorgenommen werden müssen. Die Indices dienen also quasi als Frühwarnsignal. Darüber hinaus können sich – zunächst nur – Schweinehalter mit Hilfe des Biosicherheitsindex (BSI) und des Tierhaltungsindex (THI) über eine Standortbestimmung mit anderen ähnlichen Betrieben vergleichen. Außerdem können die Tierhalter ihre betriebseigenen Werte zur Risikobewertung gegenüber den Veterinärämtern einsetzen. Somit nimmt das QS-Prüfsystem die Anforderungen der EU-Kontrollverordnung 2017/625 vorweg, die im Dezember in Kraft tritt. Wir unterstützen die QS, da mit den neuen Indices die QS einen weiteren wichtigen Beitrag zur Stärkung und Sicherung von mehr Tierwohl und Biosicherheit in Nutztier-Betrieben leistet.

Tönnies konkretisiert Beteiligung am „100.000-Improvac – Eber – Projekt“

Mit einer bemerkenswerten Initiative haben die Bauernverbände in den vergangenen Wochen ein Projekt aufgesetzt, um breitere Praxiserfahrung mit der chemischen Kastration von Ebern zu sammeln. Um die Initiative zu stützen, haben wir uns der Thematik angenommen. Die in unserem Hause durchgeführten Versuche zeigen eine große Streuung des Handelswertes dieser Tiere auf. Die Genetik und Fütterung hat einen enormen Einfluss. Nach den für die Entscheidungsfindung notwendigen Voruntersuchungen steht die Form der Auszahlung für die ins Projekt einbezogenen Tiere. Es gilt: Die Tiere werden nicht mit der Ebermaske abgerechnet. Die Abrechnung der im Projekt einbezogenen Tiere erfolgt mit der Preismaske für die Schlachtschweine. Es besteht keine Wahlmöglichkeit zwischen der Bezahlung der Tiere nach den Teilstücken des Autofom Gerätes oder dem Muskelfleischanteil. Alle Tiere werden nach den Teilstücken abgerechnet. Es besteht die Selbstverpflichtung der Erzeuger zur Einsendung der weiblichen Vergleichstiere und von einer definierten Zahl von Mastebern. Nur so ist eine zielführende spätere wissenschaftliche Auswertung möglich. Für die Zusatzaufwendungen, wie beispielsweise die Geruchstests am Schlachtband und die anschließenden Koch- und Bratproben, und die Aufwendungen für die veränderte Vermarktbarkeit werden wir für diese Tiere einen Abzug von 0,03 € / kg Schlachtgewicht vornehmen. Diese Vorgaben gelten für die Projekttiere. Die Daten des Projekts werden umfassend ausgewertet und transparent kommuniziert. Wir weisen darauf hin, dass weiterhin auch an gangbaren Alternativen gearbeitet werden sollte. Diese sind zum Beispiel die Anwendung von Trisolfen oder die in den bayerischen Forschungsarbeiten zum 4. Weg untersuchten Möglichkeiten.

Tönnies konkretisiert Beteiligung am „100.000-Improvac – Eber – Projekt“
Tierzucht – ein Thema bei dem man sich als Fleischkonsument fragt: Was habe ich damit zu tun?

Tierzucht – ein Thema bei dem man sich als Fleischkonsument fragt: Was habe ich damit zu tun?

Gloria vom Verein LAND.SCHAFFT.WERTE hat dazu ein klasse Video erstellt, das erklärt wie Tierzucht überhaupt funktioniert- Dieses Mal zu Besuch bei Ludger in einer sogenannten Eberstation. Hier wird das Sperma gewonnen, dass später in der Tierhaltung eingesetzt wird. Damit ist die Station der erste Schritt bis zur Wurst, dem Schinken oder dem Mettbrötchen. Um also zu sehen wie alles auf den Weg gebracht wird, schaut ihr am besten einfach das Video: https://youtu.be/62K4xphmF7A

Tönnies stärkt Partnerschaft zu Schlachtschweine-lieferanten

Um dem steigenden gesellschaftlichen Interesse an der Nutztierhaltung zu begegnen, bieten wir unseren landwirtschaftlichen Partnern eine weitere Vermarktungsalternative an. Das neue Vermarktungskonzept fußt im Wesentlichen auf 5 Säulen: Tiergesundheit, Tierwohl, Nachhaltigkeit, Qualität und Transparenz. Alle Säulen zielen darauf das Verbrauchervertrauen zu erhöhen und gleichzeitig unsere landwirtschaftlichen Partnerbetriebe mit umfangreichen Informationen zu versorgen. Durch Angaben von betriebsindividuellen Informationen zur Haltung, Füttern und Tierwohlmaßnahmen möchten wir die Partnerschaft innerhalb der Wertschöpfungskette weiter entwickeln. Liefer- und Abnahmevereinbarungen sollen weitere Planungssicherheit geben, von denen alle Parteien profitieren und der Markt stabilisiert werden kann. Die digitale Rückführung von umfassendem Datenmaterial soll darüber hinaus zur Verbesserung der Tiergesundheit und damit zur Erhöhung der betrieblichen Leistung im Stall beitragen. So bietet das neue Tönnies Agrarportal umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten Rund um die Schlachtviehanlieferung unserer Partnerbetriebe. Ab sofort können interessierte Schweinemäster direkt über Ihren Vermarkter eine Dreiecksvereinbarung mit uns abschließen. Im ersten Schritt ist geplant 25% der Schlachtmenge über die Vermarktungsalternative anzubieten.

Tönnies stärkt Partnerschaft zu Schlachtschweine-lieferanten
Autonome und Ihre Unterstützer

Autonome und Ihre Unterstützer

Am vergangenen Montag wurde unser Standort Thomsen in Kellinghusen von 26 Autonomen gestürmt und besetzt. Die linken Aktivisten hatten sich zunächst vermummt, anschließend zum Teil angekettet, zündeten Rauchbomben und hissten antidemokratische Flaggen und Banner. Die Polizei hat mit einem Großeinsatz nach zwölf Stunden den Betrieb geräumt. Wir haben Anzeige wegen Hausfriedensbruch, Nötigung und auch Sachbeschädigung gestellt, da unter anderem die Lüftungsanlage manipuliert und technische Anlagen verklebt wurden. Mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass diese antidemokratische und gegen rechtsstaatliche Werte arbeitende Gruppe Verständnis vom Polizeisprecher bekommen hat. Das Innenministerium Schleswig-Holsteins, hat die Äußerungen des Polizei-Sprechers jedoch klargestellt und sich bei uns entschuldigt. Es ist jedoch fraglich, ob auch verschiedene Lokalpolitiker den demokratischen Anstand besitzen und ihre Unterstützung der Autonomen widerrufen.

Politik muss Sorgen der Landwirte ernst nehmen

Die Europaabgeordneten Marlene Mortler (CSU), Norbert Lins und Peter Jahr (beide CDU) wenden sich vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel schriftlich an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie fordern die EU-Regierungschefs auf, bei den Beratungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 und allen anstehenden Entscheidungen, den Sorgen der Landwirte Beachtung zu schenken. So warnen sie die Regierungschefs, sich mit ihrer Politik nicht noch weiter von der fachlichen Praxis der Landwirte zu entfernen, sondern umsetzbare Lösungen hinsichtlich der gestiegenen Umwelt- und Klimaschutzanforderungen an Bauern zu finden. Die EU-Abgeordneten sehen die Politik zudem in der Pflicht, Wege zu finden, die Akzeptanz der Landwirtschaft in der Gesellschaft wieder zu stärken.    Ein wichtiger Appell an die Politik. Klimaschutz- und Umweltpolitik dürfen nicht zu Lasten unserer Landwirte gehen.

Politik muss Sorgen der Landwirte ernst nehmen
Hitzewelle dämpfte Nachfrage nach Fleisch

Hitzewelle dämpfte Nachfrage nach Fleisch

Laut dem Gfk-Haushaltspanel sank von Januar bis Juli 2019 die Nachfrage nach Fleisch, Geflügel und Wurst um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nur der Konsum von Rindfleisch stieg leicht an. Die größten Verluste verzeichnete das Schweinefleisch mit einem Nachfrageminus von 7,6 Prozent. Ursachen hierfür waren das wechselhafte Wetter im Frühjahr, das zu einem verspäteten Start der Grillsaison führte, und die starke Hitze im Sommer, die die Verbraucher vermehrt zum Kauf von Obst und Gemüse veranlasste. Wir sind zuversichtlich, dass die Nachfrage nach Fleisch mit den kühleren Temperaturen wieder ansteigt.

WDR – Der Vorkoster zum Thema Schweinefleisch mit Björn Freitag

Am vergangenen Montag hat die neue Staffel von dem Vorkoster mit Björn Freitag begonnen. Tönnies war in der WDR Sendung zum Thema Schweinefleisch dabei und zeigte gemeinsam mit einem landwirtschaftlichen Partner die Vielfalt in seiner Produktionskette. In der Sendung erklärt Björn Freitag neben den konventionellen Produkten, die Initiative Tierwohl und das Bio-Siegel. Wir haben zudem mit ihm auf einem münsterländischen Hof mit Offenfrontstall gedreht. Die gesamte Sendung ist in der WDR Mediathek abzurufen: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/der-vorkoster/video-schweinefleisch-im-check--wie-guenstig-darfs-sein-100.html

WDR – Der Vorkoster zum Thema Schweinefleisch mit Björn Freitag
Bayerische Landwirtschaftsministerin plant Schweinestall in München

Bayerische Landwirtschaftsministerin plant Schweinestall in München

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber verfolgt das Ziel, mitten in München einen Schweinestall bauen. Das Projekt „Saustall München“ soll nach Aussage der Ministerin „Stadt und Land wieder zueinanderführen“. Die Inhalte der Kampagne könnten durchaus „provokant“ sein, um die Bürger zum Nachdenken zu bringen, kündigte Kaniber an. Unter den Bauern herrsche derzeit eine „tiefe Betroffenheit“, weil sie permanent als „Bodenvergifter, Tierquäler und Subventionsabgreifer“ beschimpft würden, beschrieb Kaniber die Stimmung. Das Projekt sei Teil einer mit 5 Mio. EUR unterlegten Imagekampagne und soll helfen, das Bild der Landwirtschaft wieder zurechtzurücken sowie Städtern einen „direkten Zugriff zur Landwirtschaft“ zu ermöglichen. Geplant seien mitunter Informationskampagnen über einen Info-Bus bis zu sozialen Netzwerken und Kunstinstallationen. Wir begrüßen Kampagnen, die über die Arbeit der Landwirte in Deutschland und über ihren Beitrag zur Pflege ländlicher Räume, zur Versorgung mit Nahrungsmitteln und zum Erhalt der Biodiversität informieren. Wir beobachten die Kampagne und können uns vorstellen, unsere Unterstützung anzubieten, um Einblicke für Verbraucher zu ermöglichen.

ANUGA: Tönnies präsentiert Balance aus Innovation, Produkten und Nachhaltigkeit

Die Tönnies Unternehmensgruppe präsentiert sich auf der weltgrößten Ernährungsmesse ANUGA in einem neuen, innovativen Standkonzept. Im Mittelpunkt des Messestands steht die Balance zwischen Innovation, Produkten und der Nachhaltigkeitsarbeit des Unternehmens. "Unser Anspruch ist es Messefachbesuchern und interessierten Verbrauchern auf der Messe unsere Lösungen auf die vielfältigen Herausforderungen unserer Branche zu präsentieren“, erklärt Vertriebsvorstand Jörn Evers. „Tierwohl, Kunstoffreduzierung, Haltungsformen, CO2-Bilanz sind nur eine Auswahl an Themen, an denen wir aktiv arbeiten. In dieser schnelllebigen Zeit präsentieren wir unseren Besuchern die Balance für gesunde und genussvolle Ernährung finden.“ Das Unternehmen präsentiert dabei beispielsweise Verpackungsinnovationen, Produktneuheiten, aber auch seine Nachhaltigkeitsarbeit in den Fragen der Haltungsform. „Uns ist es gelungen die Haltungsformen erlebbar zu machen. Die Besucher auf unserem Stand können sich in den vier unterschiedlichen Haltungsformen umschauen und über die Arbeit der Landwirte mit eigenen Augen informieren.“ Neben den Themen der Nachhaltigkeitsentwicklung werden unter der Marke Tillman’s unter anderem zwei Produktinnovationen vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf den Snack-Artikel: Die Leberkäs-Brezeln von Tillmans Brezeln bieten einen einzigartigen Snack für die Zeit rund um das Oktoberfest. Der saftige Leberkäs mit krosser Panade wird im traditionellen bayerischen Markenauftritt präsentiert. Als weiterer Snack präsentiert Tillman’s seine einmaligen Singe Cuts. Die von Hand geschnittenen Rippchen bieten einen intensiven BBQ-Geschmack und bestechen durch den zarten Geschmack. Auf über 360 Quadratmetern präsentiert sich die Tönnies Gruppe über zwei Etagen. Dabei setzt die Convenience-Tochter Tillmans auf die Verkostung von Produktinnovationen, der Tönnies Foodservice präsentiert seinen Kunden den Relaunch seines Markenauftritts. Besucher finden den Stand in Halle 6.1 Stand B070.

ANUGA: Tönnies präsentiert Balance aus Innovation, Produkten und Nachhaltigkeit
Chinainvestment festigt deutschen Markt

Chinainvestment festigt deutschen Markt

In der vergangenen Woche haben wir bekannt gegeben, dass wir eine Absichtserklärung für ein Jointventure mit einem chinesischen Partner geschlossen haben. Gemeinsam wird ein Schlacht- und Zerlegezentrum von zunächst ca. 2 Mio. Schweinen errichtet, unser chinesischer Partner sichert zudem mit seinen Mastbetrieben die Versorgung des Zentrums. Mit der topagrar haben wir in dieser Woche über die Auswirkungen auf den deutschen Markt und die die deutsche Landwirtschaft gesprochen: „Wir wollen uns damit breiter aufstellen“, erklärt der Unternehmenssprecher Dr. André Vielstädte. Nach Investitionen in Dänemark, Frankreich, Spanien und Großbritannien sei nun auch die Zeit reif für ein Schlachthof-Investment außerhalb der EU. Er betont gleichzeitig die herausragende Bedeutung des deutschen Marktes: „Deutschland bleibt unser wichtigster Markt, aber das Wachstum finde mittlerweile woanders statt“, erklärt der Manager. Profitieren auch deutsche Schweinehalter? Er sieht zudem Vorteile für deutsche Erzeuger in der Expansion. „Wir erhöhen damit unsere Präsens am Weltmarkt.“ Das sei wichtig um mit der internationalen Konkurrenz aus den USA oder Brasilien mithalten zu können. Deutschland müsse auch weiterhin viel Fleisch exportieren und das gelinge besser mit einem global Player. „Wir können mit diesem Schritt deshalb auch den deutschen Markt stabilisieren“, ist Vielstädte überzeugt. Den gesamten Beitrag lesen Sie hier: https://www.topagrar.com/markt/news/toennies-in-china-was-bringt-es-den-bauern-11837270.html

Isofluran-Betäubung nur mit Qualifikationsnachweis

Der Bundesrat hat der Vorlage der Bundesregierung zugestimmt, die Isoflurannarkose bei der Kastration männlicher Ferkel durch die Landwirte zuzulassen. Allerdings wurden aufgrund des Widerstandes insbesondere der Tierschutz- und Veterinärverbände Hürden bei der Durchführung der Betäubungsmethode festgeschrieben. Die Länderkammer hat ihre Zustimmung zur Isofluran-Betäubung durch den Landwirt an eine Reihe zusätzlicher Vorgaben geknüpft. Die Details dazu hat Dr. Frank Greshake von der Landwirtschaftskammer NRW noch einmal verständlich bei topagrar zusammengefasst: Der Befähigungskurs für die Sauenhalter wird von sechs auf zwölf Stunden (und damit zweitägig) erweitert, um das ganze Thema weiter zu vertiefen. Es reicht keine Demonstration, z.B. in Form eines Lernvideos. Die Landwirte müssen auch praktisch eingewiesen werden. Bei den Kursen ist die Anwesenheit einer Tierärztin/eines Tierarztes zwingend erforderlich. Zum Erlangen des Sachkundenachweises wird eine schriftliche und eine mündliche Prüfung verlangt. Über Komplikationen bei der Durchführung der Narkose muss der Landwirt Aufzeichnungen führen. Diese Aufzeichnungen müssen drei Jahre aufbewahrt und auf Verlangen der Aufsichtsbehörde vorgelegt werden. Die Bundesregierung muss eine Institution mit der Erstellung und Aktualisierung einer Leitlinie zum aktuellen Stand des Themas beim Anwender- und Tierschutz beauftragen. Die Bundesregierung muss ferner prüfen, ob die Abgabe des Narkosemittels an die Landwirte mit dem Arzneimittelrecht zu vereinbaren ist. Weitere Informationen lesen Sie hier: https://www.topagrar.com/schwein/news/isofluran-ferkelkastrations-abitur-11820148.html Bildquelle: https://www.topagrar.com/schwein/news/isofluran-ferkelkastrations-abitur-11820148.html

Isofluran-Betäubung nur mit Qualifikationsnachweis
DBV-Veredelungstag 2019: Tierhaltung neu ausrichten

DBV-Veredelungstag 2019: Tierhaltung neu ausrichten

Im Mittelpunkt des diesjährigen Veredelungstages stand die zukunftsfähige Nutztierhaltung, welche sich im Spannungsfeld zwischen Politik, Gesellschaft, Tierwohl und Wirtschaftlichkeit neu ausrichten muss. Als Vertreter seitens Tönnies haben Wilhelm Jäger und Robert Elmerhaus gestern an der Veranstaltung in Coesfeld teilgenommen. Insbesondere die Überlegungen von Professor Dr. Isermeyer hinsichtlich einer flächendeckenden staatlichen Tierwohlprämie wurden kontrovers diskutiert. Die Sorgen und Nöte, aber auch die Umsetzungsbereitschaft bei den Landwirten kamen deutlich zum Ausdruck. Isermeyer sieht vor allem die Politik in der Verantwortung.  Pläne für eine von der Gesellschaft akzeptierte Tierhaltung müssen konkretisiert und notwendige Finanzierungsinstrumente, wie eine Investitionsförderung und Tierwohlprämien eingerichtet werden. Im gleichen Schritt muss dazu das Bau- und Umweltrecht an die neue Linie der Nutztierhaltung angepasst werden. Laut Isermeyer soll der Umbau der Nutztierhaltung innerhalb der nächsten 20 Jahre vollendet sein. Finanziert werden soll diese Neuausrichtung mithilfe einer steuer- und abgabenfinanzierten Lösung, die über einen Gesellschaftsvertrag verankert werden muss. Wir meinen: Die Landwirtschaft benötigt dringend klare Rahmenbedingungen, eine Zieldefinition für die Zukunft ist Bedingung für tragfähige Lösungen. Eine Neuausrichtung der Nutztierhaltung muss für unsere Landwirte eine wirtschaftliche Perspektive bieten und die Politik ist in der Verantwortung, klare Vorgaben aufzustellen.

FRANZIS WELT: DIE NEUE KLIMAKOLUMNE

♫ Sie will nach London, Paris, einfach raus in die Welt... Die Urlaubszeitzeit neigt sich langsam dem Ende und es wird sich zeigen, ob die letztjährige Rekordurlaubszahl mit 70,1 Millionen Urlaubsreisen der Deutschen noch mal getoppt werden kann - und damit die 329 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, welche allein durch deutsche Reisende im vergangenen Jahr verursacht wurden. Damit ist der Verkehr mit 18,2 % aller Treibhausemmissionen einer der Hauptverursacher in Deutschland.  Als Landwirtstochter denke ich dabei doch: Hauptsache die Landwirtschaft und insbesondere die Tierhaltung, mit ihren 3,79% Treibhausgasemissionen des Gesamtvolumens in Deutschland, überprüft ihre Klimabilanz. Grundsätzlich sollte nicht vergessen werden, dass mit 18,2% nach wie vor der Verkehr und mit 10,2% private Haushalte zu den Topreitern des deutschen CO²-Ausstoßes gehören. Dennoch wird die Landwirtschaft quasi mit allen Fragen der Klimapolitik in Verbindung gebracht, auf welche Kosten dieses Spiel geht wird die Zukunft zeigen. Dass die Landwirtschaft seit jeher im Einklang mit der Natur wirtschaftet, mit dem Hauptziel der Lebensmittelerzeugung und das zu diesem Ziel Eingriffe in die Natur beispielsweise zum Schutz der Pflanzen vor Schädlingen oder zur optimalen Versorgung des Pflanzenwachstums nötig sind, sollte selbstverständlich sein! Leider nein. Schauen wir uns beispielsweise die neuen Vorschläge zur Düngeverordnung an. Mit der Aufnahme der „Roten“ Gebiete verschärft sich nochmals die Wirtschaftlichkeit unserer Veredelungsbetriebe. Abgesehen von der Ertragsentwicklung wird die Möglichkeit der optimalen Nährstoffversorgung der Pflanzen für ein effizientes Pflanzenwachstum enorm zurückgehen. So ist es für eine optimale Nährstoffversorgung umso wichtiger, dass die Veredelungsregionen den Ausbringungsbeginn zum frühzeitigen Vegetationsbeginn behalten. Die gesamte Landwirtschaftsbranche, mit ihren vor- und nachgelagerten Bereichen, steht in der Verantwortung, dass Mineraldünger, Wirtschaftsdünger und Dünger der Abfallentsorgung tatsächlich auf Grundlage der Nachhaltigkeit und mit Weitsicht eingesetzt werden und wir nicht mit den vermeintlichen organischen Abfällen der Kommunen unsere wertvollen Ackerflächen mit Plastikresten nähren. Wo vermeintliche Klimaschutzreisen per Segelboot so schönen Diskussionsstoff bieten fällt es schwer sich auf die wesentlichen Themen des Klimaschutzes zu konzentrieren - Aber gut, kommen wir zum Klimakiller schlechthin – die Fleischproduktion. Dass wir Europäer uns überhaupt trauen die Klimabilanz der inländischen Fleischproduktion zu hinterfragen ist bei Zulassung der Erhöhungen für Rindfleischimporte aus den USA schon vielsagend und genauso wenig nötig wie Äpfel aus Australien, auch wenn Pink Lady-Äpfel wirklich extrem gut schmecken. Wenngleich Klimaschutz in der Tierhaltung ohne Zweifel von extremer Bedeutung ist. Das Ziel von uns Landwirten sollte es anstandslos sein eine möglichst ressourcenschonende Landwirtschaft zu betreiben. Grade, weil wir es sind die tagtäglich und vor allem zukünftig direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Für die Herstellung des wertvollen Lebensmittels Fleisch sind diverse Rohstoffe erforderlich und genau hier ist die gesamte Wertschöpfungskette der Schweinefleischerzeugung gefragt. Vorbildlich haben es unsere Zuchtunternehmen und Schweinezüchter bereits in der Vergangenheit geschafft mit einer Verbesserung der Robustheit und Futterverwertung der Schweine und damit einer gesteigerten Produktivität den Ressourcenverbrauch für die Fleischproduktion zu reduzieren. Auch wir bei Tönnies forschen seit vielen Jahren daran die Emissionen innerhalb der Schweinefleischerzeugung zu senken und die Grundlagen für eine klimaschonende Tierhaltung und Futtermittelerzeugung zu setzen. Beispielsweise wird mit dem von uns entwickelte TONISO Fütterungssystems 30 Prozent weniger Soja gegenüber der konventionellen Fütterung pro aufgezogenes Schwein eingesetzt. Falls Dich unsere Maßnahmen für eine klimaschutzfreundliche Tierhaltung und Fleischerzeugung intensiver interessiert, besuche doch untere Webseite: https://toennies.de/verantwortung/nachhaltigkeitsthemen/klimaschutz-in-der-tierhaltung/. Alles in allem sollte uns bewusst sein, dass die Klimathematik weder Privatsache ist, noch gegen die Bauern gehen darf. Denn am Ende sind es die Landwirte, die für Nachhaltigkeit in den ländlichen Räumen und unserer Natur Sorge tragen. Wir müssen gesellschaftlich und politisch sowie auf Fachebene enger zusammenrücken, um gemeinsam für das Wesentliche dieser Debatte einzustehen, den Klimaschutz! Klimafreundliche Grüße Eure Franzi

FRANZIS WELT: DIE NEUE KLIMAKOLUMNE
Welche Rolle spielt CO2 in der Landwirtschaft?

Welche Rolle spielt CO2 in der Landwirtschaft?

Der Bundesverband Rind und Schwein hat unter www.faktencheck-schwein.de eine ausführliche Faktensammlung zu fast allen Themen der Schweinehaltung zusammengetragen. Eine ideale Adresse, wenn Sie Hintergründe zu aktuell diskutierten Fragen suchen. Besonders lohnend sind die liebevoll aufbereiteten Grafiken. So  gibt die Seite Antwort auch auf Grundsatzfragen, welche Rolle das Treibhausgas CO2 in der Landwirtschaft spielt. Denn anders als beim Verbrennen fossiler Energien befindet sich die Tierhaltung in einem Kreislauf. Schauen Sie rein und nutzen Sie die Fakten für Ihre Diskussionen. Es lohnt sich.

Verbesserung der Klimaeffizienz in der Schweinemast

Laut Klimaschutzplan der Bundesregierung muss die Landwirtschaft ihre jährlichen Treibhausgasemissionen bis 2030 auf 60 Mio. t senken. Eine Studie der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, bei der ein Team aus Forschern die Potenziale einzelbetrieblicher Klimabilanzierungen zur Verbesserung der Klimaeffizienz in der Schweinemast untersucht hat, zeigt, dass in der Schweinemast Technik, Fütterung und Management noch Luft nach oben haben. Die Landwirtschaftskammer hat ein Berechnungstool entwickelt, das den CO2-Fußabdruck von Betrieben darstellt. Auf dieser Basis erarbeitete das Forscherteam Maßnahmen zur Verbesserung der Klimaeffizienz und Möglichkeiten zu deren Umsetzung. Das größte Einsparpotenzial findet sich beim Wirtschaftsdünger. Würde der in gasdichten Behältern gelagert, könnte auf den Projektbetrieben durchschnittlich 17,7 Prozent der Treibhausgase und somit 2.245 t CO2 vermieden werden. Ein weiterer positiver Effekt auf die Klimaeffizienz der Schweinemast könnten auch durch den ausschließlichen Einsatz von stark N-/P-reduziertem Futter sein. Wer sich über das TONISO-Fütterungskonzept informieren möchte, kann sich direkt bei uns melden.

Verbesserung der Klimaeffizienz in der Schweinemast
Tierschutz am Schlachthof

Tierschutz am Schlachthof

Jörg Altemeier leitet die Stabstelle Tierschutz bei Tönnies. In einem kurzen Video von unserem Standort in Weißenfels berichtet er von seiner aktuellen Arbeit und den Herausforderungen am Ende des Sommers: https://youtu.be/0tA27juYrmM

Günther, der Treckerfahrer lädt zum Stoppelmarkt

„Am achten Tag der Schöpfung entstand der Stoppelmarkt in Vechta“, so oder so ähnlich muss es gewesen sein. Hier hört ihr die ganze neue Folge von Günther, dem Treckerfahrer, der auf den Stoppelmarkt zurückblickt: https://www.fsr.de/media/listen.php?id=9696&no=1

Günther, der Treckerfahrer lädt zum Stoppelmarkt
ASP in Südostasien

ASP in Südostasien

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiter in Südostasien aus. Jetzt wurden erste Schweinebestände vorsorglich auf den Philippinen gekeult. Das philippinische Landwirtschaftsministerium hat die Keulungen angeordnet, nachdem in etlichen Hinterhofhaltungen von einer erhöhten Sterblichkeit unter den Schweinen berichtet wurde. Die Mortalität betrage etwa 20 %, üblich seien hingegen 3 bis 5 %, berichtet das Fachmagazin Pig Progress. Gleichzeitig gibt es in dem Land noch keine offizielle Meldung eines ASP-Falls. Deutschland bleibt unterdessen für den Export auf die Philippinen weiter gesperrt.

Initiative Tierwohl wird immer bekannter

Laut einer forsa-Umfrage wird die Initiative Tierwohl (ITW) bei deutschen Verbrauchern immer bekannter und bleibt konstant beliebt. Knapp 94 Prozent der Verbraucher finden das Konzept der ITW gut bis sehr gut. 28 Prozent der Konsumenten haben inzwischen das Produktsiegel der Initiative, welches besagt, dass das jeweilige Produkt ausschließlich Fleisch von teilnehmenden Betrieben der ITW enthält, bewusst auf Lebensmittelverpackungen wahrgenommen. Das entspricht einer Steigerung um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mangelndes Engagement beim Thema Tierwohl schreiben 78 Prozent der Befragten den Branchen Großgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zu. 89 Prozent wünschen sich auch hier eine Kennzeichnung der Haltungsform wie es mittlerweile im Lebensmitteleinzelhandel üblich ist. Ein gutes Zeichen, dass die Verbraucher mittlerweile verstanden haben, dass mehr Tierwohl in der Tierhaltung wichtig ist. Auf diesem Erfolg der ITW muss nun aufgebaut werden.

Initiative Tierwohl wird immer bekannter
Auftritt von ASP-Fällen in Serbien

Auftritt von ASP-Fällen in Serbien

In Serbien hat es mehrere ASP-Ausbrüche gegeben. Bisher war das Land von der hochansteckenden Tierseuche verschont geblieben. Erste Verdachtsmomente hatte es bereits Ende Juli gegeben. Am vergangenen Sonntag hat die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) offiziell die Ausbrüche bestätigt. Betroffen waren gleich vier kleinere Haltungen im Raum Belgrad: Der erste Fall ereignete sich am 30. Juli in Rabrovac rund 50 km südlich von Belgrad auf einem Hof mit 24 Schweinen. Einen Tag später gab es nur wenige Kilometer entfernt in Velika Krsna einen positiven Nachweis in einer Kleinsthaltung mit zehn Tieren. Im gleichen Ort war am 6. August auch ein Halter mit 23 Schweinen von einem Ausbruch betroffen. Für uns heißt es weiterhin wachsam zu sein. Vor allem aber müssen die Behörden ihre Arbeit machen und weiterhin Reisende sensibilisieren, die aus den osteuropäischen Ländern zurück nach Deutschland fahren und ihre Abfälle sorgfältig entsorgen sollen. Schließlich sind wir mitten in der Sommerferienzeit.

Bundeskabinett stimmt Isofluran-Anwendung durch Tierhalter zu

Die „Ferkelbetäubungssachkundeverordnung“ zur Ferkelkastration mit Isofluran-Narkose durch den Tierhalter hat die nächste Hürde genommen. Am vergangenen Freitag stimmte das Bundeskabinett der nach Maßgabe des Bundetages gegenüber dem ursprünglichen Regierungsentwurf noch leicht abgeänderten Verordnung zu. Die vorgenommene Änderung betrifft ältere Narkosegeräte. Also Geräte, die bereits in Betrieb sind. Diese dürfen im Rahmen einer Übergangsvorschrift weiterhin verwendet werden. Voraussetzung ist, dass „die sachkundige Person die Anzahl und Anwendungen des Narkosegerätes sowie das Datum der jeweiligen Anwendungen schriftlich oder elektronisch aufzeichnet“. Dies erfolgt bei neuen Geräten automatisch. Nun muss der Verordnung noch vom Bundesrat zugestimmt werden. Die Abstimmung dafür ist für den 20. September anberaumt. Stimmt der Bundesrat auch zu, soll die Verordnung spätestens am 16. Dezember 2019 in Kraft treten.

Bundeskabinett stimmt Isofluran-Anwendung durch Tierhalter zu
Mehrwertsteuer- erhöhung – Zweckgebunden warum nicht?

Mehrwertsteuer- erhöhung – Zweckgebunden warum nicht?

Eine Gruppe von Fachpolitikern von SPD und Grünen hat in dieser Woche das Sommerloch genutzt um mit einer Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf Fleisch die Aufmerksamkeit zu gewinnen. Das dieser Vorschlag nicht mit den eigenen Fraktionsspitzen abgestimmt war, zeigt, es fehlt die Ernsthaftigkeit an dem Vorschlag. Dabei ist die Idee unter einer Voraussetzung gar nicht schlecht: Wir müssen unsere Landwirte stärken und ihnen die Mittel für mehr Tierwohl in der Haltung geben. Eine Mehrwertsteuererhöhung kann da eine Möglichkeit sein, jedoch müssen die Mittel dann auch zweckgebunden an die Landwirte fließen. Wir sind davon überzeugt, dass mit mehr Tierwohl die Akzeptanz des Verbrauchers für die Nutztierhaltung in Deutschland erhalten bleibt.

Viele Reaktionen auf NOZ-Interview von Clemens Tönnies zum Tierwohl

Am vergangenen Wochenende hat sich Clemens Tönnies in einem ausführlichen Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung zum staatlichen Tierwohlkennzeichnung und der Entwicklung der Schweinehaltung geäußert. Die Reaktionen kamen prompt: Beispielsweise twitterte Greenpeace, dass Tönnies sie bald arbeitslos machen würde, wenn die Pläne umgesetzt werden. Bei allem Augenzwinkern ist uns eines wichtig: Wir fordern einen nationalen Tierwohlkonsens. Hau-Ruck Umsetzungen überfordern alle. Initiative Tierwohl, BMEL Tierwohlkennzeichen und politische Forderungen nach einer verpflichtenden Kennzeichnung ergänzen sich. Deshalb setzen wir uns dafür ein als nächsten Schritte die Haltungsform 2 möglichst breit und gekennzeichnet in die Läden zu bringen. Wenn es uns gelingt, einen gemeinsamen Fahrplan zusammen mit Partnern aus der Kette, Politik und NGOs zu machen, der die Diskussion befriedet, erhalten wir alle, Landwirte und Fleischwirtschaft, das höchste Gut zurück: Planungssicherheit und Vertrauen in eine Zukunft der deutschen Tierhaltung! Wir versprechen Ihnen: Wir arbeiten an echten Lösungen mit Augenmaß, die Akzeptanz finden. Das ganze Interview gibt es hier zu lesen: https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1820670/clemens-toennies-will-das-leben-der-schweine-verbessern Schreiben Sie uns Ihre Meinung und Ihre Ideen zum Thema: https://toennies.de/news-und-dialog/fragen-antworten/  

Viele Reaktionen auf NOZ-Interview von Clemens Tönnies zum Tierwohl
Nachgefragt: Thema Außenklimastall und NH3-Emissionsfaktoren

Nachgefragt: Thema Außenklimastall und NH3-Emissionsfaktoren

Uns erreichen Fragen zur Machbarkeit von Offenställen bezüglich der TA Luft (Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes–Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft – TA Luft)). Kritisiert werden die zu hoch angesetzten Emissionsfaktoren für Ammoniak, die einen Neu- oder Umbau in der Genehmigungspraxis erschweren würde. Deshalb haben wir  bei unserem Landwirtschaftsexperten Dr. Wilhelm Jaeger nachgefragt. Dr. Jaeger  antwortet: „Auch wir bedauern die sehr uneinheitliche  Genehmigungspraxis für Offenställe. Oft kommt es deshalb zu Missverständnissen. Fakt ist, dass NH3-Emmissionsfaktoren in der aktuell gültigen TA Luft für Offenställe mit Flüssig- oder Festmistverfahren 33% niedriger berechnet werden als klimatisierte Ställe mit Flüssigmistverfahren. Nur für Außenklimaställe mit Tiefstreu oder Kompost wird ein Aufschlag von 33% auf klimatisierte Ställe mit Flüssigmistverfahren. (TA Luft Anhang 1).“

Erneut weniger Antibiotika an Tierärzte abgegeben

Nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist der Verkauf von Antibiotika an Tierärzte durch die Pharmaindustrie auch 2018 leicht gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Menge um knapp 1,5 % und damit 10,7 t ab und sank damit auf insgesamt 722 t. So erreichte die Abgabemenge ihren niedrigsten Wert sein 2011. Wie auch in den Vorjahren wurden v.a. Penicilline (271 t) und Tetrazykline (178 t) sowie Polypeptidantibiotika (Colistin) mit 74 t und Sulfonamide mit 63 t sowie Makrolide mit 59 t verkauft. Wir sind zuversichtlich und wollen gemeinsam mit den Erzeugern unseren Beitrag dafür leisten, den Antibiotika EinsatzAntibiotika in Zukunft auf die unbedingt notwendige Abgabemenge zu reduzieren.

Erneut weniger Antibiotika an Tierärzte abgegeben
Borchert diskutiert mit Tönnies über Haltung der Zukunft

Borchert diskutiert mit Tönnies über Haltung der Zukunft

Der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert leitet das Kompetenznetzwerks für die Nutztierstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums. In diesem Zuge hat Borchert nun das Gespräch mit Tönnies gesucht und sich über die Perspektive des Schlachtunternehmens informiert. In einem regen Austausch haben beide Seiten betont, der landwirtschaftlichen Praxis eine Zukunft im ländlichen Raum aufzeigen zu wollen. Im Anschluss an das Gespräch besuchte Borchert den Offenfrontstall von Landwirt Christoph Bühlmeyer.

Tiertransporte bei Sommerhitze

Die Sommerhitze macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern ist auch für viele Tiere eine Belastung. Ob im Stall oder auf dem Transport wird das Herzkreislaufsystem der Tiere bei Temperaturen über 30 Grad Celsius stark beansprucht. Tönnies hat an seinen Standorten verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Hitze für die Tiere zu lindern. Neben der Wasserberieselung im Wartestallbereich und einer Wartehalle für Tiertransporter weisen wir die Transsporteure darauf hin, dass die Beladesichte bei diesen Temperaturen um 20% zu reduzieren ist. Zudem sind Wasserversorgung und Lüftung auf den LKWs sicherzustellen. Foto: Polizei Dortmund

Tiertransporte bei Sommerhitze
Forschungsprojekt zur Lokalanästhesie

Forschungsprojekt zur Lokalanästhesie

In Mecklenburg-Vorpommern wird in den kommenden Wochen das Verbundprojekt „Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration“ gestartet. Wie das Schweriner Landwirtschaftsministerium mitteilte, wird dabei in einer ersten Phase am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) die lokale Betäubung ohne Injektion untersucht. Dabei sei insbesondere die Frage der Schmerzausschaltung während des Eingriffs, aber auch bis zu 48 Stunden danach zu klären. Die Versuchsdurchführung erfolge im Vergleich mit der vom Tierarzt bereits anwendbaren Vollnarkose mit Isofluran. Wird die erste Phase des Projekts erfolgreich abgeschlossen, sollen dem Agrarressort zufolge in einem zweiten Schritt die praktische Umsetzung und ökonomische Bewertung verschiedener Verfahren erfolgen. Ziel sei es, allen Ferkelerzeugern eine praxistaugliche Alternative zum Ende der betäubungslosen Ferkelkastration 2020 aufzuzeigen. „Führt das Projekt zum Erfolg, besteht die Herausforderung darin, innerhalb kurzer Zeit ein praxistaugliches Konzept für die Betriebe zu erarbeiten“, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

USA drohen mit Vergeltungszöllen auf EU-Schweinefleisch

Aufgrund der europäischen Subventionierung des Flugzeugbauers Airbus, habe die USA ihre Ankündigung von Vergeltungszöllen nun mit Beispielen unterfüttert. So sollen zusätzliche Zölle auf EU-Agrarprodukte, wie Milcherzeugnisse und Schweinefleisch erhoben werden. Die Vereinigten Staaten sind mit 3 Prozent der gesamten Ausfuhren europäischer Lebensmittelersteller der drittgrößte Abnehmer deutscher Nahrungsgüter nach den EU-Partnerländern und China. Wir meinen: Handelsstreitigkeiten in verschiedenen Sektoren sollten in den entsprechenden Sektoren bleiben und keine anderen Branchen schädigen. Sie sollten vor allem nicht auf dem Rücken der europäischen Landwirte ausgetragen werden.

USA drohen mit Vergeltungszöllen auf EU-Schweinefleisch
Tönnies startet Onlineportal neu

Tönnies startet Onlineportal neu

Die Tönnies Unternehmensgruppe hat ihr Onlineportal neu gestartet. In den Vordergrund rückt nun die Einladung an alle Interessierten per Website, Twitter, Agrarblog oder Karriereportal in den Dialog zu treten. Alle bisherigen Unternehmensangebote wurden unter www.toennies.de zusammengeführt und ergänzen nun die klassischen Informationsangebote der Unternehmenswebsite der Tönnies Unternehmensgruppe. Mit dem kompletten Relaunch der Website wurde auch die Nachhaltigkeits-kommunikation erweitert. Die Fertigstellung des achten Kernthemas der Tönnies-Nachhaltigkeitsstrategie „Klimaschutz in der Tierhaltung“ vervollständigt das Informationsangebot. Es geht besonders auf die aktuelle Klimadiskussion zur Tierhaltung ein und verdeutlicht die Aktivitäten der Unternehmensgruppe Tönnies und die seiner landwirtschaftlichen Partner, die dem Klimaschutz dienen.

Landwirt rechnet mit Speisekarte des Bundestags ab – zu Recht!

Nachhaltigkeit ist momentan ein wichtiges und trendiges Thema. Viele legen Wert darauf Fleisch, Fisch oder Gemüse aus der Region zu essen. Aber macht der Bundestag da auch als Vorbild mit? Wie FDP-Bundestagsabgeordnete Carina Konrad auf Twitter zeigt, sind Nachhaltigkeit und Regionalität allerdings nicht auf der Speisekarte der Kantine des Bundestags zu finden. Stattdessen gibt es: Ente aus Frankreich, Rinderhüfte aus Argentinien und Lamm aus Irland. Einer, den dieser Post so richtig auf die Palme gebracht hat, ist Landwirt Thomas Andresen aus Schleswig-Holstein. In einem Facebook-Video macht er seinem Ärger Luft. „Ist den Herren und Damen Bundestagsabgeordneten unser Fleisch nicht gut genug? Trauen die vielleicht ihren eigenen Gesetzen und deren Umsetzung nicht?“ Andresen wirft dem Bundestag vor, dass er Landwirte mit immer neuen Auflagen traktiere und ihnen das Leben schwer machen würde. Auf der anderen Seite fehle aber die Unterstützung des Bundestages, was die Speisekarte deutlich zeige. Unsere Meinung: Er hat vollkommen Recht! https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/fleisch-bauer-stinksauer-wegen-speisekarte-im-bundestag-63175610.bild.html?wtmc=twttr.shr

Landwirt rechnet mit Speisekarte des Bundestags ab – zu Recht!
Sommertemperaturen brauchen kreative Lösungen für Tiertransporte

Sommertemperaturen brauchen kreative Lösungen für Tiertransporte

Die heißen Temperaturen der vergangenen Tage sind auch für die Tiere beim Transport eine Belastung. Wir haben bei diesen heißen Temperaturen in Abstimmung mit den Veterinärbehörden den Schlachtbeginn in die Nacht vorgezogen. Beispielsweise wurde in Rheda an den heißen Tagen mit der Schlachtung um 2.00 Uhr begonnen. Bei den Viehtransporten ist die Belegungsdichte um 20% reduziert. Mit weiteren Maßnahmen wie einer Wartehalle, Wasserberieselung, Trinkwasser, etc. reagieren wir zum Wohl der Tiere.

Tönnies auf Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

In der vergangenen Woche hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Sendenhorst über die das staatliche Tierwohl-Kennzeichen diskutiert. Tönnies-Landwirtschafts-Leiter Wilhelm Jaeger war eingeladen unsere Erkenntnisse zum Thema Tierwohlkennzeichnung zur Diskussion zu stellen. Dabei machte Wilhelm Jaeger deutlich, dass Tönnies es durchaus realistisch hält, dass der Lebensmitteleinzelhandel 100 % des angebotenen Frischfleisches mit übergesetzlichen Standards labelt. Ob es am Ende das Tierwohlkennzeichen des Bundes oder die Regeln der Initiative Tierwohl sind ist dabei eine Frage der praktischen Ausgestaltung der Anforderungen und Kontrollsysteme. Hier kommt es am auf Details an. „Wenn wir eine breite Umsetzung wollen muss es praktikabel sein und die Mehrkosten müssen im Griff bleiben. Ungewohnte Unterstützung kam hierzu von Greenpeace Experte Martin Hofstetter. Er ergänzte, dass es nötig sei, die Stufe der Ferkelerzeugung in einer ersten Phase über einen Aufbaufonds zu finanzieren. Zudem wurde bei der Veranstaltung über den Stand des Tierwohllabels informiert. Vorgestellt wurden die Kriterien für die drei Stufen und der weitere Ablauf (Bernhard Kühnle, BMEL) sowie eine detaillierte Berechnung der Kosten (Stefan Leuer, LWK NRW). Schweinemäster Carl Ahrens-Westerlage berichtet über seine Erfahrungen mit verschiedenen Außenklima-Ställen.

Tönnies auf Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
PETA grillt Hund in Innenstadt um aufzuklären

PETA grillt Hund in Innenstadt um aufzuklären

Die Tierrechtsorganisation PETA hat in der Gütersloher Innenstadt erneut für Aufsehen gesorgt. In dieser Woche haben die Aktivisten öffentlichkeitswirksam einen Hund gegrillt. „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“, fragten die Tierschützer, die mit Flyern, Gesprächen und der aus den USA stammenden Attrappe für eine vegane Lebensweise werben. Tönnies steht seit vielen Jahren mit diversen Tierschutzorganisationen in einem fachlichen Austausch. Die Gespräche mit PETA, welche die Grundhaltung der Tierrechtsaktivisten, keine Existenz von Nutztierhaltung in irgendeiner Form zulässt, wurden allerdings gestoppt. Die menschliche Entwicklung, die Haltung und Nutzung von Tieren, und auch die Vermenschlichung von Haustieren, werden von PETA nicht als Argumente gehört.  Die radikale Ideologie der Organisation hat nicht das Interesse den Tierschutz zu verbessern, sondern die Tierhaltung abzuschaffen. Wir stehen weiter für den Dialog mit jedem Tierschützer bereit, der ein fachliches Interesse am Tierschutz hat.

Runder Tisch Ferkelkastration zeigt Fortschritte

Am vergangenen Donnerstag hat im Bundeslandwirtschaftsministerium der runde Tisch zur Ferkelkastration getagt.  Ministerin Klöckner lobte dabei die Landwirte, die ihre Bereitschaft zeigen, die Nutzung aller Wege der Ferkelkastration voran zu bringen. Nicht erfreut war sie über die relative Unklarheit in Teilen des Einzelhandels und der Fleischwirtschaft zur Akzeptanz der unterschiedlichen Methoden. Bisher sind 3 Verfahren auf dem Weg in die Praxistauglichkeit: die Ebermast, Isofluran und Improvac. Die Isofluran-Betäubung ist auf einem guten Weg, durch den Landwirt selbst durchgeführt zu werden. Der Bund wird zudem die Anschaffungskosten der Geräte staatlich fördern. Im Bereich Improvac werden immer mehr Erfahrungen gesammelt. Der Bundesverband für Ökolandbau berichtete, dass inzwischen 30% der Bio-Schweine in Deutschland mit Improvac und 30 % mit Isofluran kastriert werden. Neuland verlangte, dass aufgrund der Qualitätsanforderungen im Wurstland Deutschland die Kastration von männlichen Schweinen dauerhaft möglich sein muss. Neuland berichtete von guten Erfahrungen beim Einsatz mit Isofluran. Tönnies machte noch einmal klar, dass das Unternehmen seine Lieferanten nicht im Regen stehen lassen wird und alle zugelassenen Verfahren akzeptiert. Gleichwohl muss klar sein, dass wir als Brücke zu Handel und Verbraucher nicht die Lasten des Mehraufwandes werden tragen können. Dieser entsteht vor allem dann, wenn die Teilstückausprägung nicht zu den Wünschen und Erwartungen der Abnehmer passt. Wir erwarten mehr Kreativität und Umsetzungsbereitschaft, auch bei weiteren Arten der Kastration. Eine vielversprechende Lösung zur Lokalen Betäubung aus Australien befindet sich bereits im europäischen Zulassungsverfahren. Damit stünde ein Verfahren zur Verfügung, das ohne große Arbeitssicherheitsbedenken durchführbar wäre. Fazit: Alle müssen Ihren Beitrag leisten, die Voraussetzungen zu schaffen, die gesetzlichen Anforderungen ab 2021 zu realisieren und schließlich umzusetzen.

Runder Tisch Ferkelkastration zeigt Fortschritte
Kolumne: Franzis Welt

Kolumne: Franzis Welt

Meine Chance im Team Tönnies Yes! Ein Jahr bei Tönnies jetzt habe ich es geschafft. Als Landwirtstochter bin ich, wie der Zufall es wollte, bei Tönnies gelandet – dem riiiesen Schlachtkonzern, der – wie die Leute sagen – seine Mitarbeiter schindet, der den Landwirten die Luft abschnürt und bei dem die Schweine abschlachtet, aber bei dem Du - wenn Du die richtige Einstellung hast - unfassbar viel lernst und überall anfangen kannst. Ja, die Vorurteile sind groß und die Unwissenheit der Gesellschaft noch viel größer, so viel war mir nach wenigen Wochen bei Tönnies klar. Dass Tönnies insbesondere bei den nicht zu verzichtenden Mitarbeitern großen Wert auf Arbeits-und Sozialbedingungen nach deutschen Standards legt und darüber hinaus Hilfestellung bei Behördengängen und beispielsweise der Betreuung ihrer Kinder gibt, wissen die Wenigsten. Tönnies beschäftigt 16.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 87 Nationen, wobei die Aus-und Weiterbildung der Mitarbeiter als eines der Kernelemente des Unternehmenserfolges gesehen wird. Nicht umsonst fanden im vergangenen Jahr beispielsweise 110 Führungskräftetrainings statt und werden aktuell 140 Auszubildende in 14 verschiedenen Berufen ausgebildet. Bei meinem ersten Gang durch den Schlachthof wurde mir die Wertschätzung jedes einzelnen Mitarbeiters mehr als deutlich, man grüßt sich, man spricht miteinander. Gleiches gilt für die Betreuung der Tiere, nicht nur im Zusammenhang mit der Betäubung. Auch beim Abladen, in den Warteställen sowie bei der Schlachtung liegt der Fokus auf dem Wohlergehen der Tiere. Was die landwirtschaftliche Abteilung, tagtäglich zum Thema Tierschutz und Tierwohl über den gesamten Lebensweg des Tieres fürs Tier und für uns Landwirte leistet hätte ich selbst niemals erwartet. Wusstest Du zum Beispiel, dass Videosysteme die zentralen Schlachtabläufe überwachen und die Systeme kontinuierlich ausgebaut werden. So investiert Tönnies laufend in neue, zeitgemäße Tierschutzmaßnahmen, wobei die CO2-Tiefenbetäubung, mit anschließender Tierkontrolle bereits heute einen 100%-igen Betäubungserfolg der Tiere sicherstellt. Ich habe so oft gedacht, „wenn das die Landwirte oder die Verbraucher wüssten…“ und da neue Ideen bei Tönnies grundsätzlich immer willkommen sind und eine kleine Idee schnell zum Standard wird, habe ich mich irgendwie selbst zur Kolumne-Schreiberin auserkoren. So werde ich Ihnen von nun an, aus der Brille einer Landwirtin im Tönnies Alltag, aktuelle Themen rund um die Landwirtschaft und Tönnies präsentieren. Wobei Eines bei den ganzen Vorurteilen auf jeden Fall stimmt - langweilig wird es bei Tönnies sicher nicht und einen Blick auf die Uhr wirft man nur um festzustellen, dass einem der Tag schon wieder davon gelaufen ist und alles anders gekommen ist, als man es eigentlich geplant hatte. Vielleicht fühle ich mich deswegen hier so wohl, fühlt sich sehr heimisch an – jeder Tag ist unglaublich spannend und man lernt durchgehend dazu. Ganz nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ kann man bei Tönnies in jeder Position viel bewegen und dass man als Landwirtskind in Spontanität geübt ist versteht wohl jeder der bei seiner Arbeit ebenfalls von den Wettergegebenheiten abhängig ist, mit Tieren arbeitet oder sich den Launen von Auditoren aussetzen muss. Falls Du nun neugierig auf’s Team Tönnies geworden bist, wie bei mir der Jobeinstieg nach dem Studium oder der Ausbildung ansteht oder Du Dich generell neuen Herausforderungen stellen willst besuche doch unser Tönnies Karriereportal: https://www.karriere-bei-toennies.de/ Vielleicht ist ja Tönnies auch für Dich genau der richtige Arbeitgeber?! Liebe Grüße Eure Franzi

Nachgeha(r)kt: Wie viel Antibiotika steckt im Schweine- fleisch?

Das Verbraucherportal der bayrischen Landwirtschaft hat in dieser Woche ein Video zum Antibiotika-Einsatz in der Schweinemast veröffentlicht. Auf der Facebook-Seite der bayerischen Bauern findet sich ein sehenswertes Aufklärungsvideo, wann und wie Antibiotika eingesetzt werden. Genau diesen Weg der Aufklärungsarbeit unterstützen wir bei Tönnies und gehen mit unserer Dialog Seite einen vergleichbaren weg. Auf diese Weise kann das aufgewühlte Thema sachlich eingeordnet werden. Link: https://www.facebook.com/watch/?v=314905932733150

Nachgeha(r)kt: Wie viel Antibiotika steckt im Schweine- fleisch?
China-Reise von Julia Klöckner wirkt positiv

China-Reise von Julia Klöckner wirkt positiv

Eine Delegation um die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner war in den vergangenen Tagen in China, um über eine Öffnung weiterer Handelswege sowie die Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest zu sprechen. Wir durften die Ministerin begleiten und haben die intensiven Gespräche mit den chinesischen Partnern verfolgt. Wichtig dabei war es, den Stellenwert der Handelsbeziehung zu verdeutlichen, was durch die persönliche Teilnahme der Ministerin deutlich wurde. Schließlich hat der chinesische Landwirtschaftsminister einen wichtigen Erfolg in Aussicht gestellt: „Wir wollen Deutschland nicht für Schweinefleisch sperren, wenn die ASP beim Wildschwein in Deutschland auftritt". Wir unterstützen die deutschen Behörden weiter auf diesem Weg, um damit den Export von deutschem Schweinefleisch zu sichern.

Tierrechts-Aktivisten geben sich als Lebensmittel- kontrolleure aus

In den Niederlanden haben Tierrechts-Aktivisten einen neuen Weg gefunden, sich Zutritt zu den Höfen und Schweineställen von Landwirten zu verschaffen. Sie geben vor Kontrolleure zu sein, die beispielsweise die Einhaltung von Labelregelungen überprüfen wollen. Ähnliche Fälle sollen es auch schon in Großbritannien vorgekommen sein. Daher wird auch deutschen Landwirten geraten, wachsam zu bleiben und sich von allen Kontrolleuren zunächst einen Identitätsnachweis zeigen zu lassen.

Tierrechts-Aktivisten geben sich als Lebensmittel- kontrolleure aus
36 Prozent weniger Antibiotika im QS-System eingesetzt

36 Prozent weniger Antibiotika im QS-System eingesetzt

Der Einsatz von Antibiotika im QS-System hat sich in den Jahren 2015 bis 2018 um 253,2 t und damit um ca. 36 Prozent verringert. Das zeigt der „2. Statusbericht zum Antibiotika-Monitoring im QS-System“. Auch die Abgabe von Reserveantibiotika sank deutlich, nämlich um knapp 47 Prozent. Den vollständigen Bericht können Sie hier herunterladen: https://www.q-s.de/services/files/mediencenter/publikationen/statusbericht-antibiotika/Statusbericht_QS-Antibiotikamonitoring_2019.pdf Mehr Informationen und unsere Position zum Thema Antibiotika finden Sie hier:  http://www.toennies-dialog.de/antibiotika/  

Kupierverzicht

Haben Sie Ihre Tierhaltererklärung schon ausgefüllt? In nicht einmal vier Wochen, am 1. Juli 2019, beginnt das Verbot für die Haltung von kupierten Schweinen, zumindest für die Halter kupierter Schweine ohne Tierhaltererklärung. Die Erklärung zum Nachweis der Unerlässlichkeit dieses Eingriffes muss bis zum 1. Juli eingereicht werden. Die für ein Jahr gültige Erklärung beinhaltet eine Risiko-Analyse sowie sich daraus ergebende Optimierungsmaßnahmen und eine Aufzeichnung von Schwanz- und Ohrverletzungen. Bitte prüfen Sie, ob die Frist Sie betrifft und handeln Sie wenn nötig.

Kupierverzicht
Welt-Schweinemarkt

Welt-Schweinemarkt

Für 2019 wird auf dem weltweiten Schweinemarkt ein Rückgang der Schweinefleischproduktion prognostiziert. Als Hauptursache dafür wird die Afrikanische Schweinepest in China gesehen. Die Schweinefleischerzeugung brach dort um rund 30 Prozent ein. Diese Auswirkungen für den weltweit größten Schweinefleischproduzenten machen sich daher auch auf dem globalen Markt bemerkbar. Im Gegensatz dazu soll die Schweinefleischerzeugung in der Europäischen Union stabil bleiben. Die Entwicklung zeigt wie verbundene unsere heimische Produktion mit den Entwicklungen auf dem Weltmarkt ist. Umso wichtiger ist es, die Wettbewerbsfähigkeit unsere Produkte zu behalten.

Bestandsschutz für Sauenställe gefordert

Das Bundelandwirtschaftsministerium plant die Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung in einem Abwasch zu novellieren. Dadurch kommen innerhalb einer 12-Jahres-Frist auf Sauenhalter gleich in zwei Stallbereichen, dem Deckzentrum und im Abferkelbereich, neue Regelungen und somit auch enorme Kosten zu. Das Landvolk Niedersachsen warnt deshalb vor übereilten Änderungen tierschutzrelevanter Vorschriften für Sauenhalter und fordert, dass derlei Änderungen nur für neugebaute Sauenställe gelten sollte. Im Abferkelbereich fordern sie einen dauerhaften Bestandsschutz für bestehende Ställe. Bei aller Bereitschaft für Erneuerung und mehr Tierwohl sind wir der Meinung, dass Landwirte auch Unternehmer sind. Neue Regelungen für mehr Tierwohl in den Ställen und bessere Abluft sind gut und wichtig. Jedoch darf dies nicht auf Kosten der Sauenhalter geschehen, die gerade investiert haben.

Bestandsschutz für Sauenställe gefordert
Klimakabinett: Ziele sollen ohne Einschränkungen in Produktion erreicht werden

Klimakabinett: Ziele sollen ohne Einschränkungen in Produktion erreicht werden

Bis September will das Klimakabinett der Bundesregierung über Gesetze und Maßnahmen für mehr Klimaschutz entscheiden. Diese sollen dann bis Jahresende verabschiedet werden. Dabei setzt das BMEL vor allem auf Emissionseinsparungen mithilfe der Verschärfung der Düngeverordnung sowie der Vergärung von Wirtschaftsdünger in Biogasanlagen. Der Klimaplan des BMEL sieht wie folgt aus: Senkung der Stickstoffüberschüsse und -emissionen inklusive Minderung der Ammoniakemissionen sowie gezielte Verminderung von Lachgasemissionen Energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft und landwirtschaftlicher Reststoffe in Biogasanlagen Emissionsminderung in der Tierhaltung/Nutztierstrategie Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Fläche Erhöhung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau Humusaufbau im Ackerland Erhalt von Dauergrünland Schutz von Moorböden einschließlich Reduzierung der Torfverwendung in Kultursubstraten Erhalt und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und Holzverwendung Vermeidung von Lebensmittelabfällen   Insgesamt sollen die jährlichen Emissionen der Landwirtschaft bis 2030 um 11 bis 14 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente, gegenüber 2014, gesenkt werden. Dieses ambitionierte Ziel kann die Bundesregierung aber nur schaffen, wenn sie es gemeinsam mit der Agrarwirtschaft und den Landwirten anpackt. Und dafür müssen Aufwand, Kosten und Einsatz fair verteilt werden. Unsere Forderung der TONISO Fütterung ist ein gutes Beispiel dafür. Meint es das Klimakabinett ernst mit seinen Zielen, setzt es ein Förderprogramm zur Senkung des Stickstoffgehaltes in der Gülle auf.

TA Luft: Bundesregierung will Mittelweg für Tier- und Umweltschutz finden

Bei der bevorstehenden Novellierung der „Technischen Anleitung Luft“, kurz TA Luft, will die Bundesregierung Konflikte zwischen Tier- und Umweltschutz vermeiden und einen Kompromiss finden. So soll die TA Luft eine Öffnungsklausel bei den Vorsorgeanforderungen für große, immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Tierhaltungsanlagen beinhalten, die Schweine tiergerecht halten. Diese Klausel soll den Genehmigungsbehörden ermöglichen, bei Haltungsverfahren, die dem Tierwohl dienen, von den allgemein gültigen Anforderungen abzuweichen, wenn deren Anwendung nicht möglich sei. Eine Expertengruppe soll hierbei die entsprechenden Kriterien für Tierwohl festlegen, damit die Anforderungen an den Umweltschutz mit den Anforderungen an das Tierwohl möglichst übereinstimmen. Wir unterstützen die geplante Zusammenarbeit zwischen Tier- und Umweltschutz. Ein weiterer guter Schritt in Richtung mehr Tierwohl und der Findung von praktikablen Lösungen für die Landwirtschaft.

TA Luft: Bundesregierung will Mittelweg für Tier- und Umweltschutz finden
Neue ASP-Fälle innerhalb und außerhalb der EU

Neue ASP-Fälle innerhalb und außerhalb der EU

Die Afrikanischen Schweinepest (ASP) breitet sich innerhalb und außerhalb der EU weiter aus. Insbesondere in Belgien ist die ASP weiter auf dem Vormarsch und grassiert im Südosten von Belgien, womit das Risiko einer Einschleppung über infizierte Wildschweine für Deutschland weiter anhält. Ebenso wurden in Polen über 40 neue Fälle von infizierten Wildschweinen gemeldet. Mit Blick auf China hält auch hier die Verbreitung der ASP weiter an, so wurde nun auch der erste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Hongkong bekannt gegeben. Wir möchten die aktuellen Ereignisse zum Anlass nehmen um erneut auf die Gefahr einer Einschleppung der Seuche in Deutschland und insbesondere auf die Bedeutung der Hygiene in Ihrem Stall aufmerksam zu machen. Halten Sie die geltenden Biosicherheitsmaßnahmen zwingend ein und setzen Sie auf strikte Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen in Ihren Betrieben. Vermeiden Sie unbedingt das Mitbringen von Schweinefleischerzeugnisse aus den betroffenen Ländern und Gebieten. Zusätzlich kann jeder der die Bevölkerung informiert und sensibilisiert seinen Beitrag zur ASP-Vorsorge leisten.

Landwirte – Helden unserer Zeit

Die Bedeutung unserer Landwirtschaft und das was unsere Landwirte Tag täglich auf ihren Feldern, in ihren Ställen und für die Bevölkerung leisten wird in dem Video der Firma Bayer sehr zielführend dargestellt. In den letzten Jahren wurde die Leistung der Landwirte viel zu sehr durch Ideologie und Polemik in den Hintergrund gestellt. Sehen Sie sich dazu gerne das folgende Video an: https://www.youtube.com/watch?v=pxX86jCCVYc&feature=youtu.be Quelle: Bayer – Agrar TV: Sie schützen, was ihnen wichtig ist. Ein Leben lang. Wir meinen: Wir brauchen mehr Initiativen für ein besseres gesellschaftliches Verständnis der modernen und tiergerechten Landwirtschaft.

Landwirte – Helden unserer Zeit
Niederlande – 125 Tierschutzaktivisten besetzten Schweinestall

Niederlande – 125 Tierschutzaktivisten besetzten Schweinestall

Wie in Deutschland gibt es auch in den Niederlanden von Seiten der Bevölkerung immer wieder Proteste gegen die bestehenden Formen der Tierhaltung. Am Montag besetzten rund hundert Tierschutzaktivisten der international agierenden Kampagne „Meat the Victims“ stundenlang einen Ferkelhof im niederländischen Boxtel und forderten die Freilassung der Tiere. Dabei sei der Ferkelhof nur zufällig ausgewählt worden. Neben zehnstündigen Sitzblockaden in den Abteilgängen des Stalles, demonstrierten weitere rund hundert Tierschützer außerhalb der Stallungen, wobei sich auch Landwirte am Hof versammelten, die spontan zur Gegendemonstration aufgerufen haben. Wir sprechen uns grundsätzlich gegen die illegalen Stalleinbrüche aus und möchten uns gegenüber allen betroffenen Landwirten solidarisch zeigen. Vor dem Hintergrund der bedrohenden ASP, der Gefahr von einschleppenden Krankheiten sowie dem Schock, den die Tiere durch die Einbrüche davon tragen, sind die Stalleinbrüche, grade zum Wohl der Tiere, abzulehnen. Wir appellieren an einen sachlichen und qualifizierten Austausch.

Neues Verfahren stellt Tierschutz sicher

Im Zuge des Besuchs von NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser präsentierte Tönnies das Tönnies-Pilotprojekt „AMC-3D“ (Auto-Move-Check-3D), das 100%ige digitale Kontrollen der sicheren Betäubung und Wahrnehmungslosigkeit ermöglicht. Entwickelt wurde eine 3D-Scan-System, das nun in die Pilotphase überführt wurde. Zeigt es in der Pilotphase Erfolg würde die technische Lösung die bisher etablierten Kontrollen mit spezialisierten Mitarbeitern weiter verbessern. Diese Innovation ist ein Beispiel für Maßnahmen, die Tönnies an all seinen Standorten vorantreibt. „Wir alle wollen, dass die Tiere, deren Fleisch wir essen, vernünftig behandelt werden. Für uns bei Tönnies heißt das: 100 % Fokus auf Tierschutz für die uns zur Schlachtung anvertrauten Tiere“, sagt Clemens Tönnies.

Neues Verfahren stellt Tierschutz sicher
ASP: Gefahr einer Einschleppung höher eingestuft

ASP: Gefahr einer Einschleppung höher eingestuft

Da sich das ASP-Virus im Südosten Belgiens weiterhin ausbreitet, hat das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) seine Risikobewertung zur Einschleppung der ASP in Deutschland aktualisiert. Dabei wurde die Gefahr einer ASP-Einschleppung durch Wildschweine neu bewertet und nun als bedrohlicher eingestuft. Zudem steige auch das Risiko der Einschleppung durch fahrlässiges, menschliches Handeln, so das FLI. Dies zeigen die großen Sprünge der ASP, wie zum Beispiel nach Belgien, Ungarn oder in die Tschechische Republik. Nicht verändert hat sich seit 2017 die Einstufung folgender Risiken: die Gefahr einer ASP-Einschleppung durch illegale Entsorgung kontaminierter Produkte ist gleichbleibend hoch, genauso wie die Einschleppung durch Schweinefleisch von infizierten Tieren entlang des Fernstraßennetzes.

Staatliches Tierwohlkennzeichen: Grünes Licht von der EU

Nach Ende der dreimonatigen Stillhaltefrist, hat die EU nun den Entwurf des vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung vorgelegten Gesetzes zur Tierwohlkennzeichnung notifiziert. Für Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist dies entscheidender Schritt für mehr Tierwohl, mehr Transparenz für die Verbraucher und einer gesellschaftlichen Akzeptanz der Nutztierhaltung. Abschließend muss der Gesetzentwurf zwischen den Ressorts abgestimmt und im Kabinett beschlossen werden, bevor der Bundestag darüber entscheidet. Das Gesetzgebungsverfahren soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Bis dahin wird zudem die entsprechende Verordnung erarbeitet. Wir unterstützen Julia Klöckner ausdrücklich bei Ihrem Weg für ein einheitliches staatliches Tierwohlkennzeichen. Nun gilt es daran, die Praktikable Umsetzung von Kriterien und Kontrollmechanismen zu entwickeln. Denn wir wollen, dass das Tierwohlkennzeichen in der Breite funktioniert und nicht als nächste Nische verkümmert.

Staatliches Tierwohlkennzeichen: Grünes Licht von der EU
Wirtschaftlichkeit von Kastrations- alternativen: Ebermast ist rentabel

Wirtschaftlichkeit von Kastrations- alternativen: Ebermast ist rentabel

Das Thünen-Institut hat eine Studie zur Rentabilität von Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration durchgeführt. Ergebnisse der Studie zeigen zwar, dass Ebermast aufgrund der angepassten Bezahlung der Masken in den vergangenen Jahren an Wirtschaftlichkeit verloren hat, aber neben der Immunokastration immer noch die kostengünstigste Alternative ist. Die Kosten für die Tiere werden durch die bessere Futterverwertung und höhere Leistung der Tiere aufgewogen. Daher ist die Ebermast noch immer rentabel. Unter den chirurgischen Verfahren schneidet die Injektionsnarkose wirtschaftlich am schlechtesten ab, da sie das teuerste Verfahren ist. Wir sind weiterhin für alle vier diskutierten Wege der betäubungslosen Kastration offen und unterstützen die Landwirte ihren Weg zu finden.

NDR Info: Unsere Position zur Ferkelkastration

NDR Info berichtet in einem aktuellen Beitrag über die aktuell diskutierten Möglichkeiten der Ferkelkastration. (https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Mehr-Tierschutz-Ferkel-impfen-statt-kastrieren,ferkelimpfung100.html) Tönnies hat hierzu ebenfalls seine Position verdeutlicht: Wir sind offen für die vier derzeit diskutierten Wege der Ferkelkastration. Entscheidend ist, dass der Landwirt einen Weg findet, der umsetzbar und praktikabel ist. Schließlich wird bei der Anwendung von Improvac, der Arbeitsschritt, der zuvor vom Ferkelerzeuger gemacht wurde, nun vom Mäster umgesetzt. Wir erwarten, dass viele Mäster vor diesem Mehraufwand zurückschrecken so lange es insbesondere aus dem Ausland kastrierte Ferkel zum gleichen Preis angeboten werden. Dieser Mehraufwand ist verbunden mit Bedenken beim Arbeitsschutz, zusätzlichen Kosten und einer sehr genauen Zeitplanung, wann die Impfung erfolgen muss. Zudem sind die Teilstückausprägungen unterschiedlich. Wir haben mit Improvac die Erfahrung gemacht, dass es zu Geruchsauffälligkeiten kommen kann. Daher müssen wir die Tiere weiterhin zwingend detektieren und sortieren. Auf diesen Aufwand haben wir uns vorbereitet und können so die angelieferten Tiere verarbeiten. Abgerechnet werden Improvac Eber bis auf Weiteres mit unserer Ebermaske. Zudem sind wir offen dafür die Zahl der geimpften Tiere zu steigern. Wichtig ist, dass die Akzeptanz und die offenen Fragen des Arbeitsschutzes, der Kosten und der Zeitplanung beim Landwirt gelöst werden.

NDR Info: Unsere Position zur Ferkelkastration
Krisenhandbuch ASP für Schweinehalter

Krisenhandbuch ASP für Schweinehalter

Mit großer Professionalität arbeitet die Branche an Vorbereitungen sollte die ASP auch bei uns in Deutschland einmal ausbrechen. Eine niedersächsische Arbeitsgruppe hat daher für den Fall eines Ausbruchs in Deutschland ein Krisenhandbuch mit dem Namen „ASP-Krisenhandbuch für Schweinehaltungen“ erarbeitet. In einem ersten Teil, verrät das Handbuch Verhaltensmaßnahmen für Schweinehalter in gefährdeten Gebieten und in der Pufferzone im Fall eines ASP-Ausbruchs unter Wildschweinen. Ein zweiter Teil, der Maßnahmen beschreibt, sollte die ASP unter Hausschweinen ausbrechen, soll im Laufe des Jahres erscheinen. Der erste Teil des Handbuchs ist online verfügbar unter www.tierseucheninfo.niedersachsen.de/download/141376.

BILD-Zeitung zum Anstieg der Schweinepreise

BILD-Zeitung zum Anstieg der Schweinepreise

Diese Woche haben es die Schweinepreise und die damit verbundenen Verbraucherpreise für Fleisch auf die Titelseite der BILD-Zeitung geschafft. „Chinesen kaufen unser Grillfleisch weg“ heißt es online unter bild.de(https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/verbraucherpreise-steigen-chinesen-kaufen-unser-grillfleisch-weg-61218950.bild.html). Im Artikel heißt es: „Auch von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. heißt es, es wäre verwunderlich, wenn die Verbraucherpreise nicht anstiegen. Allerdings könne man nicht sagen, welche Teile vom Schwein (Nacken, Filet, Bauch etc.) nun teurer würden. Joachim Rukwied, Präsident des Bauernverbands, sieht in dem Preisanstieg etwas Gutes: „Der Erzeugerpreis war zuletzt viel zu niedrig. Fleisch braucht mehr Wertschätzung und das muss sich auch im Preis ausdrücken.“

Antibiotika-Kennzahlen: Einsatz beim Schwein sinkt

Die deutschen Schweinehalter haben auch im 2. Halbjahr 2018 den Antibiotikaeinsatz bei Ferkeln und Mastschweinen gesenkt. Wie das Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) jetzt veröffentlichte sind die Werte für Ferkel und Mastschweine seit Einführung des Antibiotikamonitorings im Jahr 2015 drastisch reduziert worden und haben sich nun auf einem niedrigen Niveau eingependelt. Die gesamte Statistik, auch mit den Zahlen zu Rind (ebenfalls gesunken), Masthühner (gestiegen) und Mastputen (konstant) finden Sie hier: https://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierarzneimittel/_texte/EntwicklungKennzahlenTherapiehaeufigkeit.html

Antibiotika-Kennzahlen: Einsatz beim Schwein sinkt
Günther, der Treckerfahrer

Günther, der Treckerfahrer

Niedersachsens bekanntester Treckerfahrer lässt sich nicht nur über das Leben auf dem Lande aus. Er hält auch immer eine Lösung für Bewegendes in Politik und Alltag bereit. Vom Güllefahren an der Lehrersiedlung über die Fortpflanzung beim Schützenfest bis zum Ferkelkastrieren am Vatertag bleibt kein Aspekt der ländlichen Folklore unerwähnt. Wir meinen: Günther spricht uns aus der Seele und daher wollen wir ihn mit euch teilen! Hier könnt ihr euch die Comedy von Radio ffn anhören: http://www.fsr-shop.de/product_info.php?cPath=65_972&products_id=9993

Haltungsform startet

Seit dieser Woche gibt es das einheitliche Haltungsekennzeichen im Einzelhandel. Das Label wurde von der Initiative Tierwohl (ITW) und beteiligten Lebensmitteleinzelhändlern (LEH) als einheitliche Fleisch-Kennzeichnung „Haltungsform“ in Märkte eingeführt. Nähere Informationen zum Haltungslabel unter www.haltungsform.de. Wir unterstützen den Handel, der damit das erste einheitliche Label in den Lebensmitteleinzelhandel geschafft hat. Unsere Produkte tragen die neue Kennzeichnung und sorgen damit ein Stück mehr für Haltungstransparenz beim Verbraucher.

Haltungsform startet
EU-Agrarpolitiker wollen Preisschwankungen auffangen

EU-Agrarpolitiker wollen Preisschwankungen auffangen

Der Agrarausschuss des EU-Parlaments hat zu Beginn der Woche Schweine- und Geflügelerzeugnisse in die Gemeinsame Marktordnung (GMO) der GAP 2020 aufgenommen. Diese Produkte werden dadurch als interventionsfähige Waren eingestuft, bei denen Marktungleichgewichte mit GAP-Mitteln gefördert werden können. Damit sollen europäische Landwirte stärker vor Preisschwankungen an Markt geschützt werden.

Tönnies Livestock besucht HyCare-Zentrum

Die Tönnies Livestock GmbH hat im Rahmen einer Vertriebstagung das HyCare-Zentrum der MS Schippers Gruppe besichtigt. Tönnies Livestock fokussiert sich als Partner der Landwirtschaft auf Vermarktung, Handel und Transport von lebendem Nutz- und Schlachtvieh. MS Schippers ist als Gesamtlieferant für die professionelle Viehhaltung in den Bereichen Schwein, Milchvieh und Geflügel international tätig. Für den wirtschaftlichen Erfolg bei der Schweinehaltung ist Tiergesundheit und damit die Hygiene im Stall ausschlaggebend. Denn in einer gesunden Lebensumgebung haben Ferkel und Schweine weniger Stress, sind weniger anfällig für Krankheitserreger und erzielen höhere Tageszunahmen. Vor diesem Hintergrund hat MS Schippers mit „HyCare“ einen systemischen Ansatz entwickelt, um die Hygiene in Schweineställen signifikant zu verbessern. In Bladel, am Stammsitz von MS Schippers, konnte sich das Tönnies Livestock Team direkt vor Ort weiter in die Vorteile des HyCare-Systems vertiefen. „HyCare ist ein rundum überzeugender Hygieneansatz. Die Schweine können in einer gesunden Lebensumgebung aufwachsen – und das bei vollster Umsetzbarkeit im regulären Schweinestall. Die Ergebnisse sprechen für sich: Neben Verbesserungen in puncto Tiergesundheit und Leistungsfähigkeit verringert HyCare deutlich den Antibiotikaverbrauch“ , so Heiner Strömer, Geschäftsführer der Tönnies Livestock.

Tönnies Livestock besucht HyCare-Zentrum
Agrarexport wichtiger Wirtschaftsfaktor

Agrarexport wichtiger Wirtschaftsfaktor

Der Parlamentarische Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Hans-Joachim Fuchtel betonte vor Kurzem beim „Diplomaten-Salon“ der German Export Association for Food and Agriproducts (GEFA) in Berlin den hohen Stellenwert des Agrarexports für die Agrarwirtschaft und die Zukunft der ländlichen Räume in Deutschland. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat Förderungsmaßnahmen geschaffen, um insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dabei zu unterstützen, neue Märkte zu erschließen und bestehende zu sichern. Inzwischen ist Deutschland die Nummer drei unter den Agrarexportländern. Wir wissen, dass der Export ist auch für uns eine entscheidende Säule ist. Wichtigste Exportregion ist die Europäische Union, danach der asiatische Markt, der die volle Wertschöpfung am Schwein erst möglich macht. Der Export ist aber auch ein Mittel, um die Schwankungen bei Absatz und Nachfrage auf verschiedenen Märkten auszugleichen und unseren landwirtschaftlichen Erzeugern die Abnahme der Rohstoffe zu sichern – nur so haben diese langfristige wirtschaftliche Perspektiven.

Tönnies unterstützt Demonstration des WLV

Die aktuellen Vorschläge der Bundesregierung zur drastischen Verschärfung des Düngerechts lösen bei vielen Bauernfamilien echte Zukunftsängste aus. Die Vorschläge zielen auf den Schutz des Grundwassers – ein Thema, dass auch die Bauern als sehr wichtig betrachten. Zugleich sind diese Vorschläge aber auch das bislang letzte Beispiel einer Reihe von immer mehr kostensteigernden Auflagen und Wünsche an die Adresse der Landwirtschaft. Wir sind an einem Punkt angekommen, wo sich Politik und Gesellschaft entscheiden müssen, ob sie auch künftig noch eine von bäuerlichen Familienbetrieben getragene flächendeckend produzierende Landwirtschaft in Deutschland wollen. Tönnies unterstützt die Position des Bauernverbandes und ruft zur Unterstützung der Großkundgebung am 4. April 2019 um 10.30 Uhr auf dem Domplatz in Münster auf

Tönnies unterstützt Demonstration des WLV
Forderung  um Tiertransportzeiten

Forderung um Tiertransportzeiten

In der immer wieder neu entfachten Debatte um Tiertransportzeiten ruft Tönnies zu mehr Sachlichkeit auf. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass einer der Hauptstressfaktoren beim Transport die Be- und Entladung der Tiere ist. Wie die Tierärztliche Hochschule Hannover nachgewiesen hat, sind die Transportzeiten von vier, sechs oder acht Stunden nicht maßgeblich für die Stressparameter der Tiere. Stattdessen spielen Fahrverhalten, Klima oder Ausstattung des Transportes eine entscheidende Rolle. Tönnies fordert daher die Politik dazu auf die Transportzeitenregelung so zu verändern, dass die Be- und Entladung separat zur Transportzeit gerechnet wird. Bei der aktuellen Regelung tickt die Uhr vom ersten bis letzten Tier auf dem Wagen, was den Zeitdruck auf die Transporteure und damit die Stressfaktoren für die Tiere erhöht.

Tönnies wächst und stärkt nachhaltige Entwicklung

Die Tönnies Unternehmensgruppe hat im Rahmen ihres Jahrespressegesprächs über die nachhaltige Entwicklung im Geschäftsjahr 2018, ihre Wachstumsstrategie und die Kernfragen der Fleischbranche berichtet. „Die Fleischbranche befindet sich im Wandel“, sagt Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter. „Wir sind Vorreiter bei den Fragen des Tierschutzes, der Haltungskennzeichnung und der Transparenz für Verbraucher und wollen die Branche nach vorne treiben“, erläutert Geschäftsführer Andres Ruff. Tönnies entwickelt sich gegen den Markttrend, baut seinen Marktanteil aus und behauptet sich mit insgesamt 20,8 Mio. verarbeiteten Schweinen weltweit (+1%, 2017: 20,6 Mio.), davon 16,6 Mio. in Deutschland (+/- 0 %). Insgesamt ist der deutsche Markt um 2,5% gesunken. Bei den Rindern verarbeitete und zerlegte Tönnies im Jahr 2018 insgesamt 440.000 Tiere (+2%, 2017: 432.000). Der Markt sank insgesamt um 3%. Aufgrund des schwachen Schweinepreises, der 12,5% niedriger als im Vorjahr war, liegt der Unternehmensumsatz mit 6,65 Mrd. Euro 3,6% niedriger als im Vorjahr. Tönnies setzt sich als Markt- und Innovationsführer für Schweine- und Rindfleisch in Deutschland für eine nachhaltige Entwicklung der Branche ein. Als Verarbeitungs- und Veredelungsbetrieb steht das Unternehmen zwischen landwirtschaftlicher Erzeugung und dem Lebensmitteleinzelhandel. „Wir tragen gemeinsam die Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung der Fleischbranche. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit der Landwirtschaft auf den Weg gemacht“, sagt Clemens Tönnies. „Die großen Anstrengungen der Landwirte in den vergangenen Jahren müssen wir anerkennen und auch finanziell honorieren. Hier ist die gesamte Lebensmittelkette gefragt. Fleisch ist ein gesundes und genussvolles Lebensmittel. Das dürfen wir nicht verramschen“, appelliert Andres Ruff. „Der Preiskrieg um Lebensmittel muss beendet werden.“

Tönnies wächst und stärkt nachhaltige Entwicklung
Clemens Tönnies: „Beendet diesen Preiskrieg!“

Clemens Tönnies: „Beendet diesen Preiskrieg!“

Clemens Tönnies hat sich in dieser Woche mit einem Appell an den Lebensmittelhandel gewandt: „Hört auf, das Fleisch zu verramschen“, forderte er und stellte fest, Fleisch sei oft viel zu billig. „Fleisch ist unser wertvollstes Lebensmittel, das darf nicht verschleudert werden“, so Tönnies. Obwohl das Rheda-Wiedenbrücker Unternehmen der Marktführer sei und ein großer Player, könne Tönnies allein die Preise allerdings kaum beeinflussen: „Die Entscheidungen liegen beim Handel.“ Gleichzeitig stärkte Tönnies der guten landwirtschaftlichen Praxis den Rücken. „Die Bauern investieren seit Jahren in die Zukunft. Aber Landwirtschaft hat auch etwas mit Wirtschaft zu tun. Das muss sich auch rechnen“.

2018 weniger Reserveantibiotika auf QS-Betrieben

Die im QS-System registrierten Schweinehalten haben im Jahr 2018 erneut deutlich weniger Antibiotika eingesetzt als im Vorjahr. Der zwischen 2014 und 2017 bereits um mehr als 30% Prozent gesunkene Verbrauch ist nochmals reduziert worden. Insgesamt sank die Menge an eingesetzten Antibiotika um 4,8 Prozent. Ein Rückgang kann vor allem bei den kritischen Antibiotika verzeichnet werden. So wurde die Verbrauchsmenge an Fluorchinolonen allein in 2018 um 20% gesenkt. . Wir meinen: Der Rückgang im Einsatz von Antibiotika ist das Ergebnis unserer gemeinsamen Senkungsstategie, denn Antibiotika sollten nicht leichtfertig eingesetzt werden. Wir unterstützen unsere Landwirte mit unseren Rückmeldungen zu Organbefunden bereits seit langen Antibiotika nur dann beim Einzeltier einzusetzen, wenn es für das Tier notwendig ist.

2018 weniger Reserveantibiotika auf QS-Betrieben
EU-Sauenbestand sinkt deutlich

EU-Sauenbestand sinkt deutlich

Nach neuesten Zahlen des Statistischen Amtes der Europäischen Union, Eurostat, hielten Sauenhalter zum Zähltermin im Dezember 2018 insgesamt 148,77 Mio. Schweine und damit 1,0 Prozent weniger als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Besonders zurückgegangen ist die Zahl der Zuchtsauen: diese sank um 3,0 Prozent auf 11,81 Mio. Sauen in der EU und verzeichnet damit den niedrigsten Stand seit der Jahrtausendwende. Insbesondere der deutsche Sauenmarkt ist betroffen. Hier erreichte die Haltung einen neuen Tiefstwert von 1,83 Mio. Tieren. Damit sank der der Bestand um rund 3,8 Prozent. Für uns ist klar, dass die Entwicklung in Deutschland Ergebnis einer agrarkritischen Politik ist. Die Weltmärkte zeigen eine klare Wachstumsprognose für Schweinefleisch. Die wirtschaftliche Perspektive wäre also vorhanden.

Laut Verbrauchern wirken Schweine auf Stroh glücklicher

Wissenschaftler der Universitäten Bozen und Göttingen haben untersucht, wie Verbraucher die Tiere auf Fotos in unterschiedlichen Ställen wahrnehmen und beurteilen. Die Studie zeigte Bilder eines glücklich oder eines traurig aussehenden Schweins jeweils in einem Stall mit Stroheinstreu oder Spaltenboden. Dabei fanden sie heraus, dass der Stall, in dem ein Schwein abgebildet ist, den stärksten Einfluss darauf hat, wie das Tier von den Verbrauchern wahrgenommen wird. Ein Strohstall ist laut den Verbrauchern deutlich natürlicher und tiergerechter. Laut Aussage der Wissenschaftler helfen die Ergebnisse dieser Studie zu verstehen, wie die Verbraucher die Tierhaltungssysteme bewerten. Demnach wird ein negativ angesehenes Haltungssystem auf einem Spaltenboden selbst dann nicht positiver bewertet, wenn auf dem Bild glücklich aussehende Schweine zu sehen sind. Umgekehrt behält der Stall mit Stroheinstreu seine positive Bewertung, selbst wenn die Schweine auf dem Bild traurig aussehen. Die Studie zeigt erneut, wie stark Verbraucher von Vorstellungen der landwirtschaftlichen Idylle geleitet werden. Ebenso ist bekannt, dass Verbraucher sich im Supermarkt sehr häufig für die Produkte mit dem niedrigsten Preis entscheiden. Wir sind weiterhin gefordert, Hoftüren zu öffnen, damit die Verbraucher anschaulich sehen, wie Tiere in der Praxis gehalten werden

Laut Verbrauchern wirken Schweine auf Stroh glücklicher
Herbe Kritik an Düngeverordnung

Herbe Kritik an Düngeverordnung

Die Vorschläge zur erneuten Verschärfung der Düngemittelverordnung stoßen in ganz Deutschland auf herbe Kritik der Landnutzer. Sollten die Vorschläge der Bundesregierung umgesetzt werden, müssen viele Betriebe ihre Tierhaltung deutlich verringern und würden dann als nicht mehr rentabel aufgeben müssen. Dieser Politik durch die Hintertür müssen wir uns gemeinsam verwehren und für eine starke und zukunftsfähige Landwirtschaft einstehen. Viele Experten haben sich in den vergangenen Monaten mit dem Nitratgehalt im Grundwasser auseinandergesetzt, beispielsweise auch die Landwirtschaftskammer NRW mit der TONISO-Fütterung. Hier sollte das Bundeslandwirtschaftsministerium ansetzen und nach Lösungen suchen, statt Landwirtschaft durch die Hintertür abzuschaffen.

Landwirte und Erzeuger erhalten Zugang zur QS-Datenbank

Seit Januar 2019 haben Landwirte und Erzeuger Lese-Zugriff auf alle Daten ihres Betriebes, die in der QS-Datenbank gespeichert werden. Dazu gehören u.a. Monitoringdaten und Auditergebnisse. Voraussetzung für die Einsicht der Daten ist eine Authentifizierung und Registrierung auf der QS-Software-Plattform.  Wir meinen: Es ist erfreulich, dass die QS-Datenbank nun auch für Landwirte und Erzeuger direkt zugänglich ist. Dadurch haben sie jederzeit persönlichen Zugriff auf ihre Daten und Auswertungen.

Landwirte und Erzeuger erhalten Zugang zur QS-Datenbank
ASP breitet sich weiter aus

ASP breitet sich weiter aus

Seit Ausbruch der ASP in Belgien sind über 522 infizierte Wildschweine gefunden worden. Insbesondere die schnelle und großflächige Ausbreitung bereitet große Sorgen. So hat sich die Seuche bereits bis an die Grenzen zu Luxemburg und Frankreich ausgeweitet.  Neben den erschreckenden Entwicklungen in Belgien, hat die Seuche in Asien bereits die nächste Ländergrenze überschritten. Damit ist nun auch Vietnam von der ASP betroffen. Die ersten Schweinebetriebe südöstlich der Hauptstadt Hanoi wurden bereits geräumt. Wir meinen: Die Entwicklungen sind für uns besorgniserregend. Vor allem in Belgien behalten wir die Entwicklungen im Auge und bleiben mit unseren Behörden vor Ort in Kontakt, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Staatssekretär Aeikens kündigt „Bundesgülle- programm“ an

Laut BMEL-Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens ist eine Nachschärfung der 2017 novellierten Düngeverordnung unabdingbar, um ein erneutes Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen Nichteinhaltung der EU-Nitratrichtlinie und etwaige Strafzahlungen abzuwenden. Im gleichen Zug kündigte Aeikens daher ein „Bundesgülleprogramm“ an. Dieses Programm soll eine Verbesserung der Lagerkapazitäten sowie einen verstärkten Abfluss des organischen Düngers in Richtung Ackerbaubetriebe festlegen. Scharfe Kritik an den geplanten Änderungen und dem „Bundesgülleprogramm“ kommt von einigen Landesbauernverbänden sowie der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), die erneute Abänderung verliere die Realität auf Tiermastbetrieben aus den Augen. Wir meinen: In der Landwirtschaft sind aktuell viele Lösungsmöglichkeiten auf dem Weg. Die TONISO-Fütterung oder Kompostierungslösungen sind zwei Beispiele, mit denen wir uns aktuell beschäftigen. Weitere befinden sich in der Entwicklung. Hier braucht es Unterstützung für Forschung, Entwicklung und Realisierung, statt gesetzlicher Verschärfungen.

Staatssekretär Aeikens kündigt „Bundesgülle- programm“ an
Videoüberwachung an Schlachthöfen

Videoüberwachung an Schlachthöfen

In Niedersachsen sollen die tierschutzrelevanten Bereiche an Schlachthöfen zukünftig videoüberwacht werden. Die Kameras sollen aufzeichnen, wie die Tiere in den Schlachthöfen betäubt und geschlachtet werden. Darauf haben sich Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU), Vertreter der Fleischwirtschafts- und Handelsverbände sowie Veterinärbehörden am vergangenen Dienstag geeinigt und eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Otte-Kinast will am Freitag einen entsprechenden Gesetzesentwurf im Bundesrat vorlegen, der Videoüberwachungssysteme verbindlich machen soll. Wir meinen: Richtig. Schließlich hat Tönnies bereits seit mehreren Jahren die Videoüberwachung installiert. Als Innovationsführer in Sachen Tierschutz begrüßen wir die branchenweite Vereinbarung und den Gesetzesentwurf, damit gleiche Bedingungen für alle Marktteilnehmer herrschen.

2018: Deutschland wichtigster Schweinefleisch-Lieferant nach China

Deutsche Schweinefleisch-Exporteure haben im vergangenen Jahr ihre Vormachtstellung als wichtigste Lieferanten von Schweinefleisch nach China bestätigt. Die Ausfuhren sind im Vergleich zum Vorjahr auf 228.370 Tonnen gestiegen. Der Marktanteil kletterte somit im Vergleich zu 2017 auf 19,1 Prozent. Aber Vorsicht, die aktuelle Situation in China ist rückläufig. Wenn sich dies fortsetzt drohen Risiken. Denn der Export in Länder wie China sichert uns einen Teil unseres Absatzes und damit auch die Absätze unserer Lieferanten, die die Rohstoffe liefern.

2018: Deutschland wichtigster Schweinefleisch-Lieferant nach China
Status Quo Isofluran

Status Quo Isofluran

Das Verfahren zum Isofluran-Einsatz mit vorheriger Scherzmittelgabe bei der Ferkelkastration hat fast alle rechtlichen Hürden für die Zulassung genommen. Das einzige, was jetzt noch fehlt ist, dass der Tierarztvorbehalt für die Narkose von Bundesministerin Julia Klöckner aufgehoben werden muss. Dann dürfen auch geschulte Landwirte diese Narkose verabreichen. Bis die betäubungslose Ferkelkastration 2021 endgültig in Kraft tritt, besteht hier noch viel Handlungsbedarf. Gerade im Hinblick auf die Sachkunde und Anwendungserlaubnis durch den Landwirt, vernünftige Geräte sowie die Klärung der arbeitssicherheitsrelevanten Risiken.

Start der Agrarunternehmertage in Münster

In der kommenden Woche starten die Agrarunternehmertage in Münster. Ab dem 5. Februar stehen wir in Halle Nord Stand 3213 für interessante Fachgespräche  zur Verfügung.  Besonderes Highlight ist der Vortrag von Clemens Tönnies am Dienstag um 18.00 Uhr auf dem Gemeinschaftsstand der VV Rheinland und Zoetis in Halle Mitte. Auch spannend ist der ASP-Workshop im Rahmen der Messe. Zwar ist die Afrikanische Schweinepest noch nicht bei uns angekommen, stellt jedoch weiterhin eine große Bedrohung für deutsche Wild- und Hausschweine dar. Darum veranstalten DBV und DRV am 06. Februar 2019 von 10 bis 15 Uhr den Workshop in dessen Rahmen Tierhalter, Hoftierärzte sowie Logistiker und Berater über Maßnahmen für den Seuchenfall aufgeklärt und vorbereitet werden. Infos zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter http://veranstaltungen.bauernverband.net/events/public/aspworkshop

Start der Agrarunternehmertage in Münster
Werbekampagne für Schweinefleisch in Spanien

Werbekampagne für Schweinefleisch in Spanien

Während die deutsche Berichterstattung über Schweinehaltung und Schweinefleischverzehr immer negativer behaftet sind, wirbt man in Spanien bereits in den Grundschulen mit den Vorteilen von Schweinefleisch: https://interporc.com/2018/11/27/pork-lovers-schools?cat=videos Das sollten wir uns zum Vorbild nehmen, schließlich können wir stolz auf unsere Produkte und vor allem auf unsere inländische Schweinehaltung sein. Wir sollten wieder ins Bewusstsein der Menschen rufen, wie wichtig Fleisch für Aufbau und Erhalt der menschlichen Körpersubstanz ist. Fleisch liefert biologisch hochwertige Nährstoffe wie Eiweiß, Eisen, Zink, Selen sowie Vitamine der B-Gruppe, die in gut verfügbarer Form dem Körper bereitgestellt werden. Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, zusammen an der Außendarstellung unserer Branche zuarbeiten und damit einen Mehrwert für die gesamte Wertschöpfungskette zu generieren. Mehr Informationen dazu haben wir auch unter www.toennies-dialog.de zusammengestellt.

Haltungssystem der Zukunft – Tag der offenen Tür bei Bühlmeyer

Christoph Bühlmeyer ist einer der vielen Landwirte, die sich aktiv mit der Schweinehaltung der Zukunft auseinandersetzen. Am Freitag, 8. Februar zeigt er seinen nagelneuen Außenklimastall in Rheda-Wiedenbrück. Von 9 bis 16 Uhr können Besucher das Stallsystem mit 600 Plätzen, neuartiger Kot-Harn-Trennung, einem Güllemanagement mit erheblich geringeren Emissionen und integrierter Gülleverarbeitung zu organischem Dünger besichtigen. Tönnies unterstützt Christoph Bühlmeyer in seinem offenen und transparenten Weg ein Haltungssystem der Zukunft zu entwickeln. https://www.toennies-agrarblog.de/wp-content/uploads/2019/01/Kari_Buehlmeyer_Einladung.pdf

Haltungssystem der Zukunft – Tag der offenen Tür bei Bühlmeyer
Nährstoffreduzierung in DLG-Empfehlung

Nährstoffreduzierung in DLG-Empfehlung

Die offiziellen, verbindlichen DLG Empfehlungen zur Schweinefütterung sind jetzt angepasst worden. Die neuen Erkenntnisse der Nährstoffreduzierung haben damit in die Beratungsempfehlung Eingang gefunden. Die Empfehlung zeigt Lösungen auf, wie flächenknappe Betriebe weiterhin erfolgreich Landwirtschaft betreiben könnten. Landwirten und Beratern ermögliche der Leitfaden die korrekte Einschätzung der Nährstoffausscheidungen aus der Schweinehaltung im Einzelbetrieb. Die aktuellen Fütterungsverfahren werden nun in „Standard“, „N-/P-reduziert“, „stark N-/P-reduziert“ und „sehr stark N-/P-reduziert“ unterschieden. Die Publikation kann auf der DLG-Homepage kostenlos heruntergeladen werden: https://www.dlg.org/de

Meilenstein in der Nutztierhaltung mit TONISO-Fütterung

Meilenstein in der nachhaltigen Entwicklung der Nutztierhaltung: Josef Bunge, langjähriger und erfahrener Fütterungsberater der Landwirtschaftskammer NRW, hat ein neues und innovatives Fütterungskonzept entwickelt. Im Ergebnis könnten damit bei der Nutztierhaltung um bis zu 30% weniger Stickstoff anfallen und gleichzeitig der Anteil Soja im Futtermittel um bis zu 50 % reduziert werden. Um bis zu 30 % weniger Stickstoffanfall sind möglich, indem das Konzept die N-Ausscheidungen der Nutztiere (auch die Phosphor-Ausscheidungen) über die Gülle erheblich senkt. Tönnies hat sich bereits auf den Weg gemacht und schlachtet mehrere tausend Schweine pro Woche, die bereits nach der TONISO-Fütterung gemästet worden sind.

Meilenstein in der Nutztierhaltung mit TONISO-Fütterung
Durchfallerreger kein Problem bei Schweinefleisch

Durchfallerreger kein Problem bei Schweinefleisch

Das Bakterium Campylobacter hat in den vergangenen Tagen die Aufmerksamkeit in vielen Medien gefunden. Campylobacteriose ist laut Robert-Koch-Institut in Deutschland und EU-weit die häufigste bakterielle Durchfallerkrankung beim Menschen. In Deutschland wurden 2017 insgesamt 69.414 Erkrankungen gemeldet. Seit dem Jahr 2005 steigt die Zahl der Erkrankungen. Die EFSA geht davon aus, dass die Campylobacteriose sehr häufig nicht erkannt und gemeldet wird und vermutet, dass in der EU mindestens 2 Millionen Fälle von klinischer Campylobacteriose pro Jahr auftreten. Als Hauptübertragungsquelle wird rohes Geflügelfleisch gesehen. In Proben von frischem Schweine- und Rindfleisch ist das Bakterium kein Problem. Dies bestätigen die  Kontrollen bestätigen im staatlichen Zoonosen-Monitoring.  Der Bericht für das Jahr 2017 hebt zudem die mikrobiologische Qualität von Schweinefleisch hervor. Hier wurden bei fast allen pathogenen Keimen niedrigere Nachweisraten als in den Vorjahren festgestellt. So wurden bei 401 Proben Schweinehackfleisch in lediglich drei Proben Salmonellen nachgewiesen. Dies entspricht einer Nachweisrate von 0,7Prozent. Man sieht, gemeinsam machen wir unsere Hausaufgaben für hochwertige und sichere Lebensmittel.  

ASP in Belgien wandert westwärts

Seit im September 2018 in Belgien ASP ausbrach, wurden insgesamt 281 Fälle von erkrankten Wildschweinen gemeldet. Eine Pufferzone wurde daraufhin errichtet. Seit Dezember gibt es jedoch Meldungen über infizierte Tiere außerhalb der Pufferzone, im sogenannten Beobachtungsbereich. Die ASP-Funde liegen nur vier Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Um die Grenze zum Nachbarland zu schützen, sollen zusätzlich zu den bereits ca. 30 km Schutzzaun um die Pufferzone weitere 15 km Zaun gebaut werden. In Kern- und Pufferzone sollen die verbleibenden Wildschweine zudem stärker bejagt werden.

ASP in Belgien wandert westwärts
Tierwohlkennzeichen für Schwein in den Startlöchern

Tierwohlkennzeichen für Schwein in den Startlöchern

Diese Woche haben wir uns im Bundeslandwirtschaftsministerium mit weiteren Vertretern aus Politik, Fleischindustrie, Tier- und Verbraucherschutz sowie Handel getroffen, um über die Kriterien des Tierwohlkennzeichens auszutauschen. Wir haben uns intensiv in die Diskussion eingebracht. Das staatliche Tierwohlkennzeichen bekommt drei Stufen, wobei bereits die Eingangsstufe den gesetzlichen Standard übersteigen wird. Wir haben uns in die Debatte in den vergangenen Monaten intensiv eingebracht und stehen dem Bundeslandwirtschaftsministerium weiter zum Austausch bereit. Die Forderung von Ministerin Klöckner eine pragmatische Einstiegsstufe zu schaffen, die für eine breite gesellschaftliche Gruppe erreichbar ist, findet unsere Unterstützung. Es ist wichtig, die Tierwohlkennzeichnung nun auf der Zielgeraden zu verabschieden. Dabei müssen die Landwirte mitgenommen werden, damit wir die Kennzeichnung gemeinsam zum Erfolg bringen und attraktiv für Verbraucher machen.

Zahl der Landwirte sinkt

Immer weniger Landwirte sorgen dafür, dass wir satt werden. Die Anzahl der noch bewirtschafteten Höfe nahm zwischen 2007 und 2017 um 51.800 auf 269.800 Betriebe ab. Das sind 16,1 % weniger. Im Vergleich zur Agrarstrukturerhebung 2007 ging die Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe mit Tierhaltung relativ stark zurück, und zwar um etwa 53.200 Betriebe oder gut 22 Prozent (jährlich minus 2,8 Prozent). Konsequenz: Ein Landwirt ernährt durschnittlich 155 Menschen. Die Ursachen für diese Entwicklung sind mehrschichtig. Natürlich haben Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit Auswirkungen. Auf der anderen Seite stehen die technische Entwicklung und damit optimalere Möglichkeiten der landwirtschaftlichen Erzeugung. Hier müssen wir gemeinsam deutlich machen, das groß nicht gleich schlecht ist. Große wie kleine Landwirte können ihren Hof gut und schlecht führen. Entscheidend ist wie die einzelne Bucht aussieht. Das ist dann Tierschutz aus Sicht des Tieres.

Zahl der Landwirte sinkt
Erhöhung der niederländischen Umsatzsteuertarife

Erhöhung der niederländischen Umsatzsteuertarife

Der ermäßigte Steuersatz in den Niederlanden beträgt derzeit 6 %. Dieser wird ab 2019 auf 9 % erhöht. Dieser gilt bislang u.a. für Lebensmittel, Bücher, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Arzneimittel sowie bestimmte Dienstleistungen, wie Hotelübernachtungen, Personenverkehr und Kulturveranstaltungen. Der Regeltarif der niederländischen Umsatzsteuer verbleibt unverändert bei 21 %. Der Schweinepreis wird in den Niederlanden inkl. Steuer rausgegeben. In KW 1 sind die Notierungen in den Niederlanden für Ferkel, Schweine und Sauen hoch gegangen. Das liegt nicht am Markt, sondern lediglich an der Erhöhung der Umsatzsteuer um 3%. Der Landwirt bekommt dadurch nicht mehr Erlös für seine Tiere. Es ist lediglich eine optische Anpassung der Grundnotierung durch die Erhöhung des ermäßigten Steuersatzes.

Weihnachtsbotschaft 2018

Kurz vor dem Weihnachtsfest 2018 richten Dr. Robert Elmerhaus und Clemens Tönnies einige Worte an euch. Wir wünschen euch ein besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und melden uns ab dem 4. Januar 2019 zurück.VIDEO HIER ANSEHEN

Weihnachtsbotschaft 2018
QS berechnet Tiergesundheitsindex

QS berechnet Tiergesundheitsindex

Zum zweiten Mal wurde von der QS aus den Schlachtbefunddaten des zweiten und dritten Quartals 2018 für die Befundgruppen Atemwegsgesundheit, Organgesundheit, Gelenkgesundheit und Unversehrtheit des Schlachtkörpers die betriebsindividuellen Tiergesundheitsindices berechnet. Diese sollen Schweinehaltern eine kompakte Bewertung der Schlachtbefunde und einen direkten Vergleich mit anderen Betrieben ermöglichen, die an den gleichen Schlachtbetrieb geliefert haben. Grundlage der Indices sind die Befunde der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung, die Tönnies bereits seit einigen Jahren den Landwirten digital zur Verfügung stellt. Mit dieser Auswertung werden wesentliche Hinweise auf Erkrankungen von Tieren geliefert.

Tönnies unterstützt die Arbeit zum staatlichen Tierwohlkennzeichen

Tönnies hat diese Woche am runden Tisch des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur staatlichen Tierwohlkennzeichnung teilgenommen und Ministerin Klöckner die Unterstützung zugesagt. Die Ministerin nutzte den Runden Tisch, um alle Beteiligten über den Stand der Arbeiten des Ministeriums und über mögliche Kriterien für die Stufen des Tierwohlkennzeichens zu informieren und mit ihnen zu diskutieren. Ziel ist es den Verbraucher eine bessere Orientierung beim Einkauf von Fleischprodukten. Sie möchten wissen, was sich tatsächlich für die Tiere verbessert hat, wenn sie gekennzeichnetes Fleisch kaufen, und sie möchten Vertrauen haben können, dass dies auch unabhängig kontrolliert wurde und der Wahrheit entspricht.  Klöckner: „Wir wollen den Landwirten einen Einstieg in bessere Haltungsbedingungen ermöglichen, dazu brauchen wir einen realistischen Einstieg in der ersten Stufe. Dieser Einstieg soll ein klarer und sichtbarer Schritt hin zu einer tiergerechteren Haltung sein, mit dem wir Lösungen für existierende Probleme in der Tierhaltung angehen. Nur gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir dem Kennzeichen zu einem Erfolg verhelfen.“ Unsere Meinung dazu: Damit das Kennzeichen ein Erfolg wird brauchen wir nun den pragmatischen Einstieg. Wenn das Kennzeichen ein Erfolg werden soll, der in der Marktbedeutung über Nischenlabel hinausgeht, ist es erforderlich, dass sich viele Landwirte beteiligen können.

Tönnies unterstützt die Arbeit zum staatlichen Tierwohlkennzeichen
Brexit: Vorbereitungen laufen trotz großer Unwägbarkeiten

Brexit: Vorbereitungen laufen trotz großer Unwägbarkeiten

Wir bereiten uns intensiv auf den bevorstehenden Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union vor. Als wichtiger Handelspartner ist das Land ein großer Abnehmer von Fleisch innerhalb Europas. Daher schulen wir seit rund einem Jahr unsere Mitarbeiter in Fragen der Zollabwicklung und versuchen dabei die möglichen Handelshemmnisse so gering wie möglich zu halten.  Gleichzeitig wird das Geschäft in Großbritannien ausgebaut. Wir haben das Familienunternehmen Riverway Foods übernommen, das sich auf die Wurstproduktion für den britischen Markt spezialisiert hat. Produkte wie die „Cumberland Sausages“ werden landesweit im britischen Handel vertrieben.

Kapazitätserweiterung in Rheda-Wiedenbrück

Der Kreis Gütersloh hat als zuständige Genehmigungsbehörde dem Antrag auf Kapazitätserweiterung bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück zugestimmt. Mit dem Bescheid zur Erweiterung der Schlachtkapazität von 3.000t auf 3.500t pro Tag haben wir nun Planungssicherheit für die mittelfristige Entwicklung in Ostwestfalen. Mit diesem Bekenntnis zum Standort in Westfalen wollen wir ein Signal für die Zukunft der Landwirtschaft setzen. Wir glauben an die Nutztierhaltung in unserer Region. In dem 26 Monate dauernden Prüfungsverfahren wurden von der Genehmigungsbehörde zahlreiche Emissionsprüfungen, unter anderem auf Geruch, Abwasser, Lärm und Verkehrsbelastung durchgeführt. Wie der Kreis mitgeteilt hat, sind die Auswirkungen auf die Umweltemissionen ausreichend geprüft. Durch Präventionsmaßnahmen konnten Emissionen eingedämmt werden, so dass nun die Genehmigung zugestellt wurde. Kurzfristige Baumaßnahmen werden nicht umgesetzt. Durch die Effizienzsteigerung in der Produktion und gleichzeitigem Ausbau der Automatisierungstechnik konnten die Produktionsprozesse kontinuierlich verbessert werden.

Kapazitätserweiterung in Rheda-Wiedenbrück
Danke, Otto!

Danke, Otto!

Unser langjähriger Geschäftsführer Josef „Otto“ Tillmann, tritt nach 27 Jahren Betriebszugehörigkeit bei Tönnies in den Ruhestand. Zu seiner offiziellen Verabschiedung blickten Weggefährten, hochrangige Branchenexperten und Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft auf die Arbeit des 65-jährigen zurück. Josef Tillmann hat 1968 mit 14 Jahren seine Metzgerlehre begonnen, als Geselle gearbeitet, später ein Studium der Lebensmitteltechnologie absolviert und ist damit der Fleischbranche seit einem halben Jahrhundert treu. „Als ich 1991 zum Unternehmen kam, war es noch vergleichsweise klein, bestand aus den Standorten in Rheda, Gütersloh und Weißenfels. In Rheda wurden damals beispielsweise nur ein paar Sauen zerlegt, heute können allein in diesem Betrieb bei Bedarf bis zu 26.000 Schweine täglich geschlachtet und zerlegt werden“, sagt Tillmann rückblickend. Mit den Jahren sind dann weitere Standorte – national wie international, für Schweine sowie auch Rinder – hinzugekommen, mussten modernisiert oder neu gebaut werden. Diese atemberaubende Entwicklung eines Marktführers mit heute 6,9 Mrd. Euro Umsatz weltweit aktiv mitzugestalten, hat Tillmann als „rechte Hand“ von Clemens Tönnies geprägt. Wir sagen: Danke, Otto!

Prognose 2019: Schweineerzeugung soll in der EU sinken

Nach Schätzungen des EU-Prognoseausschusses wird die Bruttoeigenerzeugung von Schweinen in der Europäischen Union kommendes Jahr zurückgehen, in Deutschland um bis zu 1 Prozent gegenüber 2018. Ein deutliches Plus von bis zu 3 Prozent ist in Spanien zu erwarten, die ihren positiven Trend damit vorsetzen. Auch Großbritannien wird ein Plus von ca. 1,4 Prozent verzeichnen, was wahrscheinlich auf den anstehenden Brexit und die bisher geringe Eigenversorgung der Briten zurückzuführen ist. Für uns ist klar, dass wir ein politisches Bekenntnis für die Landwirtschaft in Deutschland brauchen. Hört man die Rede des grünen Frontmann Robert Habeck auf dem deutschen Fleischkongress vergangene Woche, dann ist das die Aufforderung an die Landwirtschaft die Flinte ins Korn zu werfen. Wir stehen für eine andere Position und kämpfen für die gesamte Kette der deutschen Lebensmittelgewinnung.

Prognose 2019: Schweineerzeugung soll in der EU sinken
Ferkel-Gipfel in Berlin

Ferkel-Gipfel in Berlin

Bundesministerin Julia Klöckner hatte diese Woche zum Ferkel-Gipfel nach Berlin eingeladen. Clemens Tönnies hat sich dabei sehr klar und offen für die verschiedenen tierschutzgerechten Wege der Ferkelkastration positioniert. Prinzipiell sollte jeder Landwirt für sich die richtige Lösung finden und frei sein in seiner Entscheidung. Alle Wege die vom Lebensmitteleinzelhandel akzeptiert werden, können Möglichkeiten sein. Tönnies sieht es als seine Pflicht an, die Erzeuger nach hinten hin abzusichern und dafür verschiedene Wege zu ermöglichen. Die Ebermast ist eine. Das heiß, dass Tönnies die Zahl an Jungebern nicht begrenzt. Allerdings werden auch keine Eber gesucht. Das Unternehmen bietet den Erzeugern mit der Ebermast schon seit einigen Jahren diese Möglichkeit an. Die Zahl der geruchsauffälligen Tiere liegt bei 3 bis 4 Prozent. Diese Ware kann durch weitere Verarbeitungsschritte wie kochen oder pökeln verwendet werden. Darüber hinaus setzt sich das Unternehmen für den vierten Weg ein, also die Lokalanästhesie durch den Erzeuger. Zur Immunokastration hat Tönnies in den vergangenen Monaten Versuche durchgeführt, die nicht alle Fragen gelöst haben. Insbesondere die Zahl der Geruchsauffälligkeiten bei der Immunokastration war vergleichbar hoch wie bei der Jungebermast. Um sicherzustellen, dass kein geruchsauffälliges Fleisch in den Handel kommt, muss also auch bei der Immunokastration jedes Tier getestet werden. Tönnies sagte aber auch, dass er auch für diesen Weg offen ist, auch wenn hier noch Forschungsbedarf besteht.

Bunge-Versuche ohne Soja lassen aufhorchen

Seit Jahren orientieren sich die Landwirte bei der Fütterung ihrer Schweine an den wissenschaftlich erarbeiten Bedarfsnormen für die Schweinefütterung. Praxisversuche von Josef Bunge, Fütterungsberater bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen lassen seit geraumer Zeit aufhorchen. Bunge hat sich mit verschiedenen Mästern erfolgreich an eine stark nährstoffreduzierte Fütterung herangetastet. In der Mittel- und Endmast verzichtet er zudem komplett auf mineralischen Phosphor. Um Sojaschrot zu sparen, setzt er auf Mineralfutter unter Zugabe freien Aminosäuren. Durch den geringen Eiweißgehalt ist die Ration bekömmlich und schont den Stoffwechsel der Tiere. Die bei uns ermittelten Schlachtleistungsergebnisse der so gefütterten Tiere sind überzeugend. Zudem profitiert der Mäster bei der Nährstoffbilanz von den sehr geringen N- und P-Ausscheidungen seiner Tiere. Wir meinen: Josef Bunge geht mit seinen Versuchen unkonventionelle Wege, die maßgeblich zur Umweltentlastung und Tiergesundheit beitragen. Weiter so!

Bunge-Versuche ohne Soja lassen aufhorchen
EU rückt Tierwohl in den Mittelpunkt

EU rückt Tierwohl in den Mittelpunkt

In dieser Woche rückte die 2017 gegründete „EU-Plattform für Tierwohl“ bei ihrem 4. Internationalen Treffen in Brüssel das Thema Tierhaltung bei Schweinen, Tiertransport sowie Qualitätskontrollen und Indikatoren für Tierwohl in der Mast in den Mittelpunkt. Die Plattform mit 75 Vertretern von Interessengruppen und NGO, aus Wissenschaft, aus Mitgliedstaaten und Ländern des Europäischen Wirtschaftsraumes, von internationalen Organisationen und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) tagt zwei Mal im Jahr und möchte den Austausch in Europa zum Thema ausbauen. Wir meinen: Der Austausch zu dem Thema auf EU-Ebene ist gut, allerdings brauchen wir dann auch EU-weit einheitliche Regeln, so zum Beispiel bei der Ferkelkastration.

ASP-Impfstoff für Wildschweine?

Wie die ISN diese Woche berichtet, machen Spanische Forscher Hoffnung auf die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffes gegen Afrikanische Schweinepest für Wildschweine. Die Tiermedizinischen Fakultät der Universität Madrid berichtet von „guten Ergebnissen“ der Forschungsentwicklung. Das Schutzniveau durch den aktuell vorliegenden Schluckimpfstoff sei sehr hoch, allerdings bestehe noch Forschungsbedarf. Hier mehr Informationen bei der ISN: https://www.schweine.net/news/hoffnung-auf-ersten-asp-impfstoff.html

ASP-Impfstoff für Wildschweine?
Tönnies Livestock wirbt um Landwirte

Tönnies Livestock wirbt um Landwirte

Das Team der Tönnies Livestock führt in dieser Woche viele Gespräche mit Erzeugern, Händlern und weiteren Tierhaltungsprofis auf der Eurotier. Dabei macht das Team allen Beteiligten Mut und stellt sich den offenen Fragen. Passend zur Eurotier wurde auch die neue Website der Livestock präsentiert. Unter www.toennies-livestock.de stehen aktuelle Informationen und der direkte Kontakt zum Team im Vordergrund.

CIIE in Shanghai: Tönnies präsentiert Export

Auf der ersten chinesischen Importmesse, der CIIE in Shanghai, präsentierte sich die Tönnies Gruppe mit seiner chinesischen Marke „202“ dem chinesischen Markt. Der Export ist ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfung am Tier, da vor allem Produkte wie Pfötchen, Öhrchen oder Schnäuzchen nach China vermarktet werden. Neben einer Verköstigung deutscher Produkte zeigt das Unternehmen auf einer überdimensionalen Leinwand seine Exportstärke von der Landwirtschaft bis zum Seecontainer. Hier geht‘s zum gesamten Video: [embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=MXTAI9VagYY[/embedyt]

CIIE in Shanghai: Tönnies präsentiert Export
Tierwohlkennzeichnung

Tierwohlkennzeichnung

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner tauschte sich vergangene Woche mit dem Deutschen Raiffeisenverband sowie Vertretern des Verbandes der Fleischwirtschaft zum Tierwohlkennzeichen aus. Dabei herrschte Einigkeit darüber, dass diese Kennzeichnung eine freiwillige Markierung für Landwirte sein soll, die bei der Haltung und Aufzucht auf Tierwohl achten. Ab dem Frühjahr 2020 sollen erste Produkte mit dem staatlichen, freiwilligen Tierwohlkennzeichen im Handel erscheinen. Tönnies unterstützt die Bundesministerin in ihrem Vorgehen, schließlich fördern wir unsere Erzeuger schon lange dabei, Tierwohl und Tierschutz in der Haltung sicherzustellen und diesen Einsatz der Landwirte an der Ladentheke für den Verbraucher zu belegen.

Oberster Veterinär neu berufen

Dr. Dietrich Rassow ist neuer Leiter des Veterinärdienstes der Bundesrepublik Deutschland. Er ist damit der Nachfolger von Dr. Karin Schwabenbauer, die am 1. Oktober in den Ruhestand getreten ist. Wir gratulieren Dr. Rassow zur Beförderungen und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Oberster Veterinär neu berufen
US-Farmer fürchten Auswirkungen des Handelsstreits

US-Farmer fürchten Auswirkungen des Handelsstreits

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat weltweit Auswirkungen auf die Preisentwicklung, auch auf den Schweinepreis. Nun müssen die US-Farmer fürchten, ab 2019 deutlich weniger Subventionen der Trump-Regierung zu bekommen. Die Regierung hat offenbar keine Pläne, den unter dem Handelsstreit mit China leidenden Farmsektor auch noch 2019 mit Geldmitteln zu unterstützen, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die US-Farmer konnten bisher Anträge für die erste Runde der Hilfszahlungen von 4,7 Mrd. USD (4,12 Mrd. Euro) stellen. Die Regierung lässt nun offen, ob es eine zweite Runde für Hilfszahlungen geben wird.

Laborstudie: Können Fliegen ASP übertragen?

Innerhalb Osteuropas hat sich das ASP-Virus unerwartet auch bei Betrieben mit guter Biosicherheit ausgebreitet. Nun arbeiten Wissenschaftler an der Ursachenforschung und Risikobewertung von Stechmücken als Überträger des ASP-Virus. Schweine wurden in verschiedene Gruppen aufgeteilt und über unterschiedliche Methoden infiziert. U.a. indem sie mit Fliegen oder mit Fliegen versetztem Futter gefüttert wurden. Die Fliegen wiederum wurden vorher von kranken Tieren ernährt. Ergebnis: Fliegen sind nicht unbedingt Fernüberträger für ASP, aber wohl ein Risiko für die Ausbreitung des Virus innerhalb eines Betriebs, sobald ein Schwein infiziert ist

Laborstudie: Können Fliegen ASP übertragen?
Antibiotikaeinsatz sinkt weiter

Antibiotikaeinsatz sinkt weiter

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat aktuelle Zahlen dargelegt, dass der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung weiter sinkt. Das zeigen neue Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit des Bundesamtes und des QS-Antibiotika-Monitorings. Somit sind seit 2015 die Werte der Kennzahlen um 55 bis 70% gesunken. Auffallend ist jedoch, dass die Kurve des abnehmenden Antibiotikaverbrauchs immer flacher verläuft. Mit anderen Worten: Es wird immer schwieriger bzw. ist mit einem immer größeren Aufwand verbunden, den Antibiotikaverbrauch noch weiter zu senken. Dass immer weniger Antibiotika eingesetzt werden, ist ein beachtlicher Fortschritt. Wir unterstützen die Landwirte dabei, noch genauer zu analysieren, wann der Einsatz von Antibiotika sinnvoll und angemessen ist und wann nicht.

Mehr Schweine in der EU – weniger Schlachtungen in Deutschland

Die Anzahl der Schweine innerhalb der EU ist in den zwölf Monaten bis zum Frühsommer 2018 meist gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) hervor, die teilweise aber noch vorläufig sind. Im Sommer 2018 wurden insgesamt gut 126,8 Millionen Schweine gehalten; das waren rund 2,1 Millionen Stück oder 1,7 % mehr als bei der vergleichbaren Vorjahreserhebung. Auffällig: Insbesondere die Erzeuger in Spanien, Polen und Dänemark rüsten auf und wachsen. Bei den Iberern nahm die Schweinepopulation laut Eurostat gegenüber dem Frühsommer 2017 um fast 1,5 Millionen Stück oder 5,2 % auf 30,15 Millionen Tiere zu. Gleichzeitig sinkt in Deutschland die Zahl der Schweineschlachtungen: Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurden im Zeitraum von Januar bis August dieses Jahres 37,7 Millionen Schweinen und damit 1,8 Prozent weniger Tiere als im Vorjahr geschlachtet. Im August sorgte die extreme Hitze für eine geringe Futteraufnahme und fehlendes Wachstum der Schweine.

Mehr Schweine in der EU – weniger Schlachtungen in Deutschland
Gegen Wissenschaftlichen Rat: Niederlande wollen Transporte verschärfen

Gegen Wissenschaftlichen Rat: Niederlande wollen Transporte verschärfen

Die niederländische Landwirtschaftsministerin setzt sich für eine Verschärfung der Transportverordnung von landwirtschaftlichen Nutztieren ein. Wie jetzt aus einem Brief der Ministerin bekannt wurde, will sie die maximale Transportdauer für Schlachttiere auf acht Stunden beschränken. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat dazu im vergangenen Jahr einen lesenswerten Forschungsbericht beim Symposium der Tönnies Forschung vorgestellt. Kernaussage: Nicht die Dauer ist der Stressfaktor für die Tiere, sondern externe Einflüsse, Hitze, Stau sowie das Be- und Entladen der Transporte. Bleibt die Frage, warum Politiker Grenzen ziehen, die wissenschaftlich irrelevant sind?! Hier mehr dazu: https://toennies-forschung.de/forschung/projekt_raumangebot-bei-transporten.php

Tierärzte gegen Fristverlängerung bei Ferkelkastration

Die Bundestierärztekammer (BTK), die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) und die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG) haben sich in einer Pressemitteilung gegen die Fristverlängerung ausgesprochen. Grund: Es bestehe aus wissenschaftlicher und ethischer Sicht keinerlei vertretbare Begründung. Ihrer Meinung nach seien neben der Durchführung einer Injektions- oder Inhalationsnarkose auch die Jungebermast und die Impfung gegen Ebergeruch durchaus praxisreif. Eher wäre es Aufgabe der Politik durch Aufklärungsarbeit bei den Verbrauchern die Erzeuger, Hersteller und den Einzelhandel zu unterstützen. Für uns ist die Fristverlängerung der richtige Weg! Somit ist nun hoffentlich genug Zeit endlich eine praktikable Lösung zu finden und den Weg für schonendere Methoden zur Ferkelkastration gesetzlich freizumachen. Der Bund muss jetzt handeln und ein sinnvolles Gesamtkonzept erstellen.

Tierärzte gegen Fristverlängerung bei Ferkelkastration
Deutschland bleibt Nr. 1 unter den europäischen Schweinefleisch-Exporteuren

Deutschland bleibt Nr. 1 unter den europäischen Schweinefleisch-Exporteuren

Deutschland ist auch im ersten Halbjahr 2018 wieder Spitzenreiter was die Ausfuhr von Schweinefleisch an Drittländer angeht. 23% des gesamten Exports kam aus Deutschland und die deutschen Exporteure steigerten somit ihr Ausfuhrvolumen um 5%. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2,1 Mio. t exportiert. Damit ist die Ausfuhr leicht angestiegen. Nicht zuletzt liegt das am Handelsstreit zwischen den USA und China, der sich aktuell positiv auf den europäischen Exportmarkt für Schweinefleisch auswirkt. Dass Deutschland wieder Spitzenreiter unter den EU-Exporteuren ist, ist erfreulich und bestätigt auch unsere Aktivitäten. Seit Jahren arbeiten wir daran, unsere Produkte auf zahlreichen Märkten zu platzieren und möglichst breit aufgestellt und lieferfähig zu sein. Auf diese Weise sichern wir eine nachhaltige Wertschöpfung für unsere Lieferanten und verhindern, dass wir von einzelnen Märkten zu stark abhängig sind. Daran arbeiten wir weiter und gehen voran.

Züchtung fördert Tierwohl

Neue Methoden in der molekularen Tierzucht zeigen, mittlerweile können Erbfehler leichter und sicherer identifiziert werden. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit durch Züchtungsmethoden Populationen von bekannten Erbfehlern zu befreien, somit wird laut Forschern Nutztierzucht auch gleichzeitig proaktiver Tierschutz. Neue Züchtungsmethoden haben also nicht nur einen ökonomischen Vorteil, sondern sind auch dem Tierwohl zuträglich.

Züchtung fördert Tierwohl
Initiative Tierwohl testet Kennzeichnung von Schweinefleisch

Initiative Tierwohl testet Kennzeichnung von Schweinefleisch

Seit dieser Woche können Verbraucher erstmalig auch Schweinefleisch und Schweinefleischprodukte, die von teilnehmenden Betrieben der Initiative Tierwohl stammen, im Lebensmitteleinzelhandel am Produktsiegel der Initiative inklusive der Nämlichkeit  erkennen. Auch wir bei Tönnies gewährleisten diese Nämlichkeiten und chargieren getrennt. Wir unterstützen unsere Erzeuger dabei, Tierwohl und Tierschutz in der Haltung sicherzustellen und diesen Einsatz der Landwirte an der Ladentheke für den Verbraucher zu belegen. Wir setzen uns weiter dafür ein, dass der Mehrwert auch bei den Landwirten ankommt.

Höchste Sicherheit im Fall der Afrikanischen Schweinepest

Der Nachweis der ASP bei Wildschweinen in Belgien hat für den deutschen und europäischen Schweinefleisch Markt zunächst keine unmittelbaren Folgen. Tönnies hat als Schlacht- und Verarbeitungsunternehmen von Schweinen zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die eine umfassende Lieferfähigkeit auch beim Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland sicherzustellen. In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden werden im Falle eines Falles alle Maßnahmen umgesetzt um ein Ausbreiten zu verhindern. Damit nehmen wir als Marktführer unsere Verantwortung sehr ernst und sind gerüstet für den Fall eines Ausbruchs der ASP in Deutschland. 1. Die Tönnies-Laborinfrastruktur: Durch Untersuchungen in unserem firmeneigenen akkreditierten Labor bieten wir unseren Kunden einen zusätzlichen Kontrollschritt für den Nachweis der ASP-Freiheit unserer Produkte. 2. Das Tönnies-Behördennetzwerk: Wir stehen in intensivem Kontakt mit den zuständigen Behörden auf Lokaler-, Landes-, Bundes und Europäischer Ebene. Wir sind Mitglied der Arbeitsgruppen zur ASP. Dadurch erhalten wir einen exklusiven Zugang zu sämtlichen Informationen. Somit ist eine schnelle und direkte Informationsweitergabe sichergestellt. Des Weiteren erleichtert der direkte Kontakt mit den Behörden im Krisenfall die Umsetzung des offiziellen Tierseuchenbekämpfungsplanes. Dieser hält für die verschiedenen Szenarien umfassende Informationen und klare Handlungsanweisungen bereit. Der aktuelle Stand des Landesamtes ist hier nachzulesen: https://www.lanuv.nrw.de/verbraucherschutz/tiergesundheit/tierseuchenbekaempfung/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/ 3. Unsere geprüfte Biosicherheit in der Lieferkette Mit unserem QS-System in der Landwirtschaft ist ein hohes Biosicherheitsniveau nachvollziehbar und unabhängig geprüft. Tönnies hat zudem spezielle Hygienevorschriften für alle Vieh- und Fleischtransporte eingeführt In regelmäßigen Schulungen werden unsere Partner aus Viehtransport und Landwirtschaft über die Hygienebedingungen und die Biosicherheitsmaßnahmen informiert. 4. Regionalisierung: Das behördliche Krisenmanagement ermöglicht eine lokale und kleinteilige Identifikation betroffener Betriebe, sodass keine regional übergreifende Sperrung notwendig wären (Regionalisierung). Alle Tönnies Standorte wurden auf verschiedene Krisenszenarien vorbereitet. Gemeinsam mit den zuständigen Veterinärämtern wurden sogenannte „Korridorlösungen“ ausgearbeitet. Diese sichern die Anlieferung von Schlachtschweinen, falls um einen Schlachtbetrieb ein Sperrgebiet eingerichtet würde. Somit ist unsere Lieferfähigkeit an Sie im Falle des Auftretens sichergestellt. Das Krisenmanagement ermöglicht eine lokale und kleinteilige Identifikation betroffener Betriebe, sodass keine regional übergreifende Sperrung notwendig wird. 5. Die Tönnies-Experten Die Tönnies Fachleute Jörg Altemeier (Leiter Stabstelle Tierschutz), Dr. Gereon Schulze Althoff (Leiter Qualitätsmanagement und Veterinärwesen) und Dr. Wilhelm Jaeger (Leiter Abteilung Landwirtschaft) stehen für den Dialog zu Verfügung. Kontaktieren Sie die drei direkt über unsere Dialog Website www.toennies-dialog.de

Höchste Sicherheit im Fall der Afrikanischen Schweinepest
Demonstration zur Agrarministerkonferenz

Demonstration zur Agrarministerkonferenz

Die Demonstration des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und der ISN am Rande der Agrarministerkonferenz in Bad Sassendorf war ein gutes Zeichen, gemeinsam Stärke zu demonstrieren. Unsere Branche braucht ein klares Bekenntnis der Politik, damit wir auch in Zukunft Nutztierhaltung in Deutschland betreiben können. Deshalb haben wir selber an der Demo teilgenommen und stehen an der Seite der Landwirtschaft! [embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=jnW2v4Mbwwc[/embedyt]

Politisches Bekenntnis für Tierhaltung gefordert

Zwei ministerielle Vorgänge im Bundeslandwirtschaftsministerium und im Bundesumweltministerium lassen in diesen Tagen aufhorchen. Der vom Bundesumweltministerium vorgelegten Entwurf zur Änderung der „Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft – TA Luft“ wägt sehr kritisch zwischen dem Immissionsschutz und den Anforderungen zum Tierwohl ab. Die Folge sind noch mehr Bürokratie für die Landwirtschaft. Wer solche politischen Forderungen dokumentiert, stellt die Zukunft der Tierhaltung in Deutschland in Frage. Der zweite Vorgang stammt aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium. Um die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft bis 2030 um 11 bis 14 Mio. t CO2-Äquivalente zu senken, setzt das Ministerium als eine der zentralen Maßnahmen auf die Düngeverordnung. Die wird in Kauf genommen, dass die Nutztierhaltung in Deutschland zurückgeht. Die Emissionen der Tierhaltung will das Ministerium auch über die Ausgestaltung der Agrarförderung begrenzen. Im Protokoll werden 2 Großvieheinheiten (GV) pro Hektar als mögliche Option genannt. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass lediglich 7% des weltweiten CO2-Austoßes auf die landwirtschaftliche Produktion zurückzuführen ist. Wir meinen: Unsere Landwirtschaft braucht ein klares Bekenntnis der Politik.

Politisches Bekenntnis für Tierhaltung gefordert
Unterstützung des 4. Weges

Unterstützung des 4. Weges

Die Entscheidungsdebatte um die Wege der Ferkelkastration ab dem 1. Januar 2019 spitzt sich in dieser Woche weiter zu. Tönnies unterstützt die Vertreter der Landwirtschaft in der Debatte um den 4. Weg. Mit diesem vierten Weg liegt eine umsetzbare, erprobte Lösung auf dem Tisch, die von der Branche getragen wird. Ein Blick ins Ausland, beispielsweise nach Dänemark, zeigt schließlich die Machbarkeit. Hier ist die Politik aufgefordert den Blick über den Tellerrand zu werfen. Jetzt heißt es den anstehenden Herbst zu nutzen und sich gemeinsam für diesen Lösungsweg einzusetzen. Daher haben Bauernverband und Landwirtschaft unsere volle Unterstützung in der Diskussion um die Fristverlängerung des Kastrationsverbotes.

Videoüberwachung für mehr Tierschutz – Willkommen im Club!

Die komplette Videoüberwachung aller tierschutzrelevanten Bereiche ist ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz am Schlachthof. Tönnies setzt daher seit mehreren Jahren auf die konsequente Videoüberwachung, die beispielsweise auch auf unserer Website für alle Verbraucher und Interessierte in einem Videoclip anzusehen ist (https://www.toennies-dialog.de/tierschutz-beim-schlachten) Wir freuen uns, dass nun auch Vion diesen Schritt gegangen ist und für nachvollziehbare Prozesse sorgt.

Videoüberwachung für mehr Tierschutz – Willkommen im Club!
ASP in China

ASP in China

Die afrikanische Schweinepest macht in China bemerkenswerte Sprünge. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Virus um mehr als 2000 km weitergetragen. Grund. Transportstrecken für Schweine von mehreren tausend Kilometern sind in Fernost nicht außergewöhnlich. Die Ausbreitung hat aber direkte Folgen für den Weltmarkt und damit auch für uns Deutsche. Der extrem niedrige Schweinepreis in China wird durch das Potenzial der ASP weiter unter Druck gesetzt. Verbreitet sich das Virus weiter, ist ein weiterer Verfall des Preises in China zu befürchten.

Agrarausschuss-Abfuhr zur Ferkelkastration

Die Abfuhr des Bundesrats-Agrarausschuss zum Vorschlag den Stichtag der Ferkelkastration zu verschieben, ist enttäuschend. Dass der Vorschlag von Bayern und Niedersachsen abgelehnt wurde, verschärft die Situation für die deutsche Landwirtschaft, schließlich bietet die Politik keine Lösung an. Mit dem vierten Weg liegt eine umsetzbare, erprobte Lösung auf dem Tisch, die von der Branche getragen wird. Ein Blick ins Ausland, beispielsweise nach Dänemark, zeigt schließlich die Machbarkeit. Hier ist die Politik aufgefordert den Blick über den Tellerrand zu werfen. Jetzt heißt es den anstehenden Herbst zu nutzen und gemeinsam für diesen Lösungsweg zu kämpfen. Bauernverband und Landwirtschaft haben unsere volle Unterstützung.

Agrarausschuss-Abfuhr zur Ferkelkastration
Rückgang des Antibiotika-Einsatzes

Rückgang des Antibiotika-Einsatzes

Gute Nachrichten an der Antibiotika-Front: der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung ist auch im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Laut dem Antibiotika Monitoring-Report von QS sank die Gesamtmenge der im QS-System eingesetzten Antibiotika von 486 Tonnen (2016) auf 471 Tonnen (2017). Unsere Branche beweist damit einen verantwortungsbewussten Einsatz von Antibiotika. Jetzt heißt es aber auch von der Humanmedizin Taten folgen zu lassen. Besonders die Reserveantibiotika, die in der Humanmedizin von besonderer Bedeutung sind müssen gesenkt werden.

Sauengipfel und nun?

Das Gipfelgespräch von Bundesministerin Julia Klöckner und Vertreter aus Wirtschaft und Politik zur aktuellen Herausforderungen in der Sauenhaltung hat ein Ergebnis: Keins. Die rechtliche Lage zum Thema Ferkelkastration ist eindeutig, die Positionen verhärtet, doch wie sollen die Landwirte in vier Monaten rechtskonform arbeiten? Unsere Lösung ist klar: Wir nehmen auch ab Januar weiter alle Eber ab, die uns geliefert werden. Auch wenn der Absatz von Mastebern und die weitere Verarbeitung einige Hürden haben, sind wir in den vergangenen Jahren zu der Überzeugung gekommen, dass die Ebermast mit einem guten Stallmanagement erfolgreich ist. Damit wir die steigenden Mengen vertreiben können, haben wir unsere Ebermaske vergangene Woche angepasst. Die Politik mag lamentieren und zögern, wir bieten unseren landwirtschaftlichen Partnern damit eine klare Perspektive und Investitionssicherheit.

Sauengipfel und nun?
QS-Tiergesundheitsindex

QS-Tiergesundheitsindex

Die QS bietet seit August erstmals einen Tiergesundheitsindex für alle Schweinemastbetriebe. Was hier als Innovation verkauft wird bekommen Landwirte bei Tönnies bereits seit Jahren. Über eine Online-Plattform werden unsere Landwirte unter anderem über Atemwegsbefunde und Organgesundheit informiert. Zudem stellt das optische Ampel-Ranking einen Vergleich zum Durchschnittswert her. Also eine gute Idee.

Ferkelkastration ohne Ende

Nach Bayern fordert nun auch Niedersachsen über eine Bundesratsinitiative die zeitliche Verschiebung der Kastration ohne Betäubung. Das Lamentieren und Nicht-Entscheiden der Politik kennt also keine zeitlichen Grenzen. Wir meinen: Wir nehmen den Landwirten seit Jahren die Eber ab und machen es auch ab dem 1. Januar 2019. Die Ebermast ist ein tierschutzgerechter und wirtschaftlich sicherer Weg ohne Kastration der Ferkel.

Ferkelkastration ohne Ende
Öko-Institut machts sich einfach

Öko-Institut machts sich einfach

Das Freiburger Öko-Institut fordert aktuell eine sogenannte klimafreundliche Gestaltung des Mehrwertsteuersystems. Die Wissenschaftler wollen den Mehrwertsteuersatz auf tierische Produkte auf 19 Prozent erhöhen und dafür den für alle pflanzlichen Produkte auf 7 Prozent senken. Diese Schwarz-weiß Darstellung von einem eigentlich wissenschaftlichen Institut ist schädlich, da sie so tut, als ob tierische Lebensmittel die bösen wären und pflanzliche die Guten. Tierische Proteine sind nach der deutschen Gesellschaft für Ernährung ein wichtiger Ernährungsbestandteil und damit notwendig für eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Habecks Obergenzen-Rhetorik

Die Sommerforderungen des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck sind dicker Toback für die landwirtschaftliche Seite. Der eigentliche Realo fordert aktuell eine Obergrenze der Viehhaltung von nicht mehr als zwei Kühen pro Hektar. Wir meinen: Statt von „Obergrenzen“ und „Gegensteuern“ zu sprechen, müssen wir die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion in Deutschland weiter zum Exportschlager des freien Handels entwickeln. Nicht Verbots- oder Abschottungspolitik hilft uns weiter positiv zu entwickeln, sondern eine soziale Marktwirtschaft, die Stabilität und Vertrauen für Landwirtschaft, Industrie und Konsumenten bietet.

Habecks Obergenzen-Rhetorik
Tierwohl-Kennzeichnung

Tierwohl-Kennzeichnung

Die Forderungen für gesteigerte Haltungsbedingungen überbieten sich aktuell von Tag zu Tag. Unser Ziel ist klar: Wir arbeiten stetig daran die Prozesse unserer Produktion, genauso wie die Herkunft unserer Produkte transparent und nachvollziehbar für den Verbraucher zu machen. Daher unterstützen wir die Initiative des Handels mit der Haltungskennzeichnung klar und einfach die Transparenz zu steigern. Seit diesem Frühjahr setzen wir dies in unserer Produktion bereits um. Nun müssen wir die Tierwohlkennzeichnung integrieren und damit die privaten Initiativen mit der des Bundesministeriums verbinden. Dabei ist es für die Akzeptanz wichtig, die Einstiegsstufe auf einer Basis zu realisieren, die die Transparenz der zusätzlichen Tierschutzmaßnahmen in der Haltung steigert, für die deutsche Landwirtschaft umsetzbar ist und vom Verbraucher nachgefragt wird.

Initiative weiter ausbauen

82 Prozent der deutschen Verbraucher wollen eine Nutztierhaltung, die Verbesserung in vielen kleinen Schritten konsequent umsetzt. Was die aktuelle Forsa-Umfrage zur Initiative Tierwohl festgestellt hat muss nun von der Landwirtschaftsministerin umgesetzt werden. Julia Klöckner ist trotz aller Unkenrufe gefordert, das Level der Initiative Tierwohl als zwei Stufe des staatlichen Tierwohlsiegels zu definieren. Keine Agrarwende mit der Brechstange, sondern eine konsequente Weiterentwicklung unserer Landwirtschaft.

Initiative weiter ausbauen